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Mord an Ehefrau und 8-jährigem Sohn in Tiefenbronn – Anklage gegen Vater erhoben

Tiefenbronn (pol/cmk) Dieses womögliche Familiendrama erschütterte im Mai diesen Jahres die ganze Region. Ein Familienvater soll seine 38-jährige Ehefrau und seinen 8-jährigen Sohn getötet und seinem 11-jährigen Sohn lebensgefährliche Schnittverletzungen zugefügt haben. Gegen den 61-Jährigen wurde nun Anklage wegen Mordes in zwei tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit versuchtem Mord und mit gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Karlsruhe erhoben.

Foto: Einsatzreport24.de

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11-jähriger Sohn konnte verletzt flüchten

Dem 61-jährigen Familienvater wird vorgeworfen, am frühen Nachmittag des 25.05.2019 seine Ehefrau und seinen 8-jährigen Sohn im gemeinsamen Wohnhaus in Tiefenbronn nach vorheriger Verabreichung benzodiazepinhaltiger Substanzen mit einem Küchenmesser getötet zu haben. Seinen 11-jährigen Sohn soll er – ebenfalls nach vorheriger Verabreichung benzodiazepinhaltiger Substanzen – mit demselben Messer lebensgefährlich am Hals verletzt haben. Dem 11-jährigen gelang es schwer verletzt aus dem Anwesen zu flüchten. Sein Leben konnte durch umgehend eingeleitete medizinische Maßnahmen gerettet werden.

Vater plante auch seinen eigenen Tod

Die Anklageschrift geht vom Mordmerkmal der Heimtücke aus. Der Tatverdächtige, der die Tathandlungen einräumt, soll von Anfang an geplant gehabt haben, nach der Tötung seiner Ehefrau und seiner beiden Söhne selbst aus dem Leben zu scheiden. Diesem Plan entsprechend soll er nach der Tat einen Cocktail aus Medikamenten und Alkohol zu sich genommen haben. Die Beweggründe des Tatverdächtigen für den ihm vorgeworfenen, geplanten “erweiterten Suizid” konnten bislang nicht geklärt werden. Die Anklage geht davon aus, dass die Schuldfähigkeit des Tatverdächtigen bei der Tatbegehung weder aufgehoben noch rechtserheblich eingeschränkt war.