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Gedenken in Pforzheim am 75. Jahrestag der Bombardierung

Pforzheim (dpa/lsw/bo) Zum Gedenktag der Bombardierung der Stadt Pforzheim vor 75 Jahren, findet heute um 15.00 Uhr eine Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof statt. Zusätzlich sind die Bürger eingeladen, sich um 19.30 Uhr mit brennenden Kerzen zur  Kundgebung "Lichtermeer" auf dem Marktplatz zu versammeln. „Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Verständigung setzen“, appelliert Oberbürgermeister Peter Boch.

Symbolbild: Matton Images

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Zentrale Gedenkfeier am Nachmittag

Viele Pforzheimer gedenken am Sonntag der Bombardierung der Stadt vor 75 Jahren. Am 23. Februar 1945 wurde Stadt innerhalb kürzester Zeit durch Bombenhagel und Feuersturm zerstört. Mindestens 17 600 Menschen starben. Oberbürgermeister Peter Boch lädt zur zentralen Gedenkfeier am Nachmittag um 15.00 Uhr auf den Hauptfriedhof ein. Das Programm, das den ganzen Tag über von verschiedenen Gruppen gestaltet wird, legt diesmal Schwerpunkte auf Verantwortung und Toleranz.

"Lichtermeer" am Marktplatz

Am Abend sind die Bürger eingeladen, sich um 19.30 Uhr mit brennenden Kerzen zum "Lichtermeer" auf dem Marktplatz zu versammeln. „Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Verständigung setzen“, appelliert Oberbürgermeister Peter Boch.
Zur Erinnerung an die Minuten des verheerenden Luftangriffs sollen die Glocken der Kirchen zwischen 19.50 Uhr und 20.10 Uhr läuten.

Aufregung um "Fackel-Mahnwache"

Der heutige Gedenktag hatte im vorhinein für viel Aufregung gesorgt. Eine Gruppe aus dem extrem rechten Spektrum nutzt den Gedenktag der Bombardierung von Pforzheim (23. Februar) regelmäßig, um sich mit Fackeln auf dem Wartberg am Nordrand des Enztals zur sogenannten „Fackel-Mahnwache“zu versammeln. Nachdem die Stadt Pforzheim die Mahnwache aufgrund der Ereignisse in Hanau verboten hatte, hat der Verwaltungsgerichtshof Mannheim in letzter Instanz entschieden, dass die Mahnwache nun doch wie geplant stattfinden darf.