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Eichenprozessionsspinner-“Alarm” in Pforzheim: Das kann man bei Kontakt tun

Pforzheim (pm/as) Atemnot, Ausschläge und allergischer Schock: Das alles kann eine kleine Raupe verursachen, besonders in Massen. Deshalb mussten in Pforzheim am Montagabend Rettungskräfte ausrücken. Auf der "Pforzemer Mess" waren Eichenprozessionsspinner an einem Baum entdeckt worden.

Foto: consueloparra / pixabay

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Vier Messebesucher mit Hautreizungen

An einer Eiche an der Pforzhemer Mess saßen viele Raupen des Eichenprozessionsspinners – der Bereich wurde sofort abgesperrt. Dennoch klagten vier Betroffene über Hautreizungen. Zur Sicherheit wird am Dienstag das betroffene Areal etwas weiträumiger gesperrt. Drei Händler müssen deswegen Teile ihrer Verkaufsfläche verlagern.

Reaktionen durch den Eichenprozessionsspinner

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben sog. “Brennhärchen”, die Nesselgift enthalten. Bei Kontakt kann es zu Ausschlägen Schwellungen, extremen Juckreiz oder Brennen kommen. Wer die Härchen einatmet, kann auch stärker allergisch reagieren. Das kann bis zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten oder Asthma gehen. Schwindel, Fieber, Abgeschlagenheit und Bindehautentzündung treten teilweise als Begleiterscheinung auf. 

Vorgehen nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner

Betroffene können bei harmloseren Reaktionen Gel gegen Juckreiz auftragen, wie man es zum Beispiel bei Mückenstichen nutzt. Wen es härter trifft, der bekommt oft sogar Cortison vom Arzt. Das kann man selbst tun:

  • Kleidung sofort wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen, getrennt von anderer Wäsche
  • Kleiderbürste oder Fusselrolle vor dem Waschen nutzen
  • heiß duschen und Haare gründlich ausspülen
  • Von Eichen fernhalten
  • Hunde untersuchen, sie können ebenfalls betroffen sein
  • Bekämpfung der Schädlinge Experten überlassen

So erkennt man Eichenprozessionsspinner

Die Raupen sind grau-schwarz, können bis zu fünf Zentimeter lang werden und haben auffallend helle Härchen. Im Mai schlüpfen die Larven und jetzt im Juni sind sie unterwegs. Die Raupen fressen Eichenblätter und überziehen Stämme und Äste  in langen Prozessionen – daher der Name.