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Gedenktag in Pforzheim verläuft friedlich

Pforzheim (pol/lk) - Das Polizeipräsidium Pforzheim hat nach dem Gedenktag des 75. Jahrestags der Bombardierung Pforzheims am Sonntag ein insgesamt positives Fazit gezogen. Die Veranstaltung verlief weitgehend friedlich.

Foto: Matton

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Positive Bilanz nach Gedenktag

Die angemeldeten Versammlungen, einschließlich der Fackelmahnwache auf dem Wartberg, verliefen weitgehend ohne Störungen. Lediglich beim gegen die Mahnwache gerichteten Aufzug der "Antifa" kam es vereinzelt zum Abbrennen von Pyrotechnik und Provokationen gegen die Polizei. Nach Ende der Veranstaltung am Café Hasenmayer bildete sich aus dem linksgerichteten Spektrum eine Spontanversammlung. 300 teils vermummte Personen setzten sich nach ihrer Protestkundgebung an den Absperrungen auf dem Wartberg Richtung Bahnhof in Bewegung. Auch hier wurden vereinzelt Feuerwerkskörper abgebrannt. Vier Personen wurden festgenommen, die das Vermummungsverbot missachtet haben. Am Ende bilanzierte Polizeipräsident Wolfgang Tritsch: "Mit unserer Strategie waren wir richtig aufgestellt. Ganz überwiegend haben sich die Teilnehmer der Veranstaltungen besonnen und diszipliniert verhalten."

Mahnwache konnte stattfinden

Noch im Vorfeld des Gedenktags hat die Stadt Pforzheim - angesichts des Anschlags in Hanau - die Mahnwache der Rechtsextremen verboten. Allerdings scheiterte die Stadt damit vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. In der Stellungnahme hieß es, als Grundrechte stünden Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht ohne Grund unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Rund 70 Menschen nahmen an dem Fackelzug teil - gegenüber etwa 500 Gegendemonstranten.

Ganze Gedenkwoche

Die gesamte vergangene Woche stand schon im Zeichen des Gedenkens. Es gab Lesungen, Filme und Konzerte. Ein Höhepunkt warRolf Schweizers vor 25 Jahren entstandenes "Requiem für Lebende und Tote", das auch am Gedenktag noch einmal aufgeführt wurde.