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KSC will “keine großen Töne spucken” – Ausblick auf Wildpark-Abschiedsspiel

Karlsruhe (cmk) Nach der Pleite zu Hause gegen Wiesbaden vergangenen Sonntag muss der KSC am kommenden Samstag auswärts bei der SpVgg Unterhaching ran. Die Karlsruher sind nach einer turbulenten Woche mit Mitgliederversammlung und Stadion-Entscheidung im Gemeinderat hoch motiviert, die drei Punkte mit nach Hause zu bringen. Nach derzeitigem Stand reisen 661 KSC-Fans mit nach Unterhaching. 

Schwartz: “Glückwunsch an den KSC”

“Glückwunsch an den KSC und die Leute, die da mitgewirkt haben, dass sich der Stadionbau jetzt ermöglicht hat”, so eröffnet Alois Schwartz am Donnerstag die Pressekonferenz. Tatsächlich war es wohl eine turbulente Woche für die Karlsruher. Am vergangenen Montag fand die Mitgliederversammlung statt, einen Tag später wurde im Gemeinderat mehrheitlich für den Stadionneubau gestimmt und damit eine ewige Diskussion ob ja oder nein beendet. Für den Chefcoach ist das “alternativlos”, dementsprechend gut war die Stimmung am Morgen. 

Großes Abschiedsspiel für den alten Wildpark am 3.11.

Michael Becker, Geschäftsführer des KSC, nahm ebenfalls an der Pressekonferenz am heutigen Donnerstag teil. Es war ihm wichtig, allen Beteiligten in Sachen Stadionneubau zu danken. Jetzt soll alles ganz schnell gehen: “Am 5. November rollen schon die Bagger. Dann werden zuerst etwa ein Jahr lang Abrissarbeiten durchgeführt, das liegt vor allem an den Kriegsschuttmaterialien, die wir in den Wällen haben.” Nach etwa einem Jahr soll dann der eigentliche Neubau beginnen – innerhalb von 24 Monaten soll laut Becker der neue Wildpark fertiggestellt werden. Der Geschäftsführer gab zudem einen kleinen Ausblick auf das große “Abschiedsspiel” gegen Würzburg am 3.11. vom altehrwürdigen Stadion. Teilnehmen werden auch Altbekannte: Spieler, die damals gegen Valencia das Wunder geschafft haben – aus der Pokalsiegermannschaft von 1955 und der Aufstiegsmannschaft aus dem Jahr 2007 werden im Wildpark erwartet.

Ticketaktion, Retrotrikot und Überraschungen

“63 Jahre Kampf, Schweiß und Emotionen”, so Becker – das müsse gebürtig gefeiert werden. So wird es eine Ticketaktion geben, zu Preisen wie damals 1955. Stehplätze gibt’s für fünf Euro (10 D-Mark), alle Sitzplätze für 10 Euro (20 D-Mark). Außerdem gibt es ein Retro-Trikot, das ab dem 27.10. online von Mitgliedern und ein paar Tage später von allen Fans käuflich erworben werden kann – man sollte aber schnell sein: Das Sonder-Trikot wurde in einer exklusiven Auflage von 1.955 Stück produziert. Als besonderes Highlight wurde gemeinsam mit der Fanszene ein breites Rahmenprogramm zusammengestellt, eine große Überraschung soll zudem es nach dem Abpfiff geben: “Nach dem Spiel bitten wir die Zuschauer noch etwa eine halbe Stunde im Stadion zu bleiben, dann sollten sich alle einfach überraschen lassen, was passiert”, sagt Michael Becker. 

Heimniederlage gegen Wiesbaden verdaut

Die deutliche Heimniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden vergangenen Sonntag wurde offenbar intern aufgearbeitet: “Ich hoffe, dass es das letzte Mal passiert ist, wir haben viele Einzelgespräche geführt”, resümiert Schwartz und versucht den Auftritt zu erklären. “Die Mannschaft ist in der Pflicht, an ihrer Einstellung zu arbeiten. Es ist in der Dritten Liga nicht so, dass es ‘irgendwie’ läuft, dann bekommt man ‘irgendwie’ auf die Fresse und dann liegst du auf einmal 3:0 zurück und weißt gar nicht so richtig warum”, stellt der Chefcoach deutlich klar. Gleichzeitig blickt er zurück auf die letzte Saison, damals hatte man zur gleichen Zeit 15 Punkte Rückstand auf die begehrten ersten drei Tabellenplätze – heute sind es lediglich drei Zähler. 

Lorenz: “Keine großen Töne spucken”

In Unterhaching kann der Trainerstab derweil fast aus den Vollen schöpfen. Ersatztorwart Sven Müller hat allerdings noch mit den Folgen seines Autounfalls zu kämpfen, Marin Sverko muss nach längerer Pause noch einen Trainingsrückstand aufholen. Zudem ist Damian Roßbach nach seiner fünften gelben Karte für die Partie gesperrt. Die Mannschaft hat den Schock im letzten Heimspiel offenbar verdaut und setzt sich klare Ziele: “Es war wirklich ein Schlag ins Gesicht so zu Hause unterzugehen. Wir wollen in Haching daher eine Reaktion zeigen. Wir wollen jetzt keine großen Töne spucken, sondern zeigen, dass wir es besser können”, so der Mittelfeldspieler Marc Lorenz. Auch Alois Schwartz erwartet eine Steigerung: “Es ist wichtig, dass wir Stabilität in die gesamten 90 Minuten reinbekommen, das haben wir bislang nicht geschafft.” Anpfiff im Alpenbauer Sportpark ist am Samstag um 14 Uhr.