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Foto: GES/Markus Gilliar

KSC schlägt die Würzburger Kickers mit 2:1

Karlsruhe (cmk) Zum großen Abschlussspiel hat der Wildpark noch mal richtig gebebt. Mit 24.317 Zuschauern war der altehrwürdige Wildpark fast ausverkauft – erstklassige Stimmung begleitete das Drittliga Spiel zwischen dem Karlsruher Sport-Club und den Würzburger Kickers. Die Mannschaft erfüllte ihren Teil ebenfalls und belohnte mit dem Ergebnis von 2:1 die Fans mit drei Punkten.

Beeindruckende Choreo und Gänsehaut-Feeling

Schon vor Anpfiff wurde die Bedeutung des heutigen Spieles bekannt, über die gesamte Gegengerade zogen die KSC-Fans eine Choreo herunter, auf denen die Meilensteine des Wildparkstadions in schwarz-weiß Bildern aufgedruckt war. Dazu lief die Mannschaft in den bereits angekündigten Retro-Trikots auf. Alois Schwartz schickte gegen Würzburg beinahe dieselbe Startelf auf den Platz, wie im vergangenen Spiel – nur Damian Roßbach kehrte nach seiner Gelbsperre wieder für Tim Kircher zurück. Die erste Halbzeit startete mit einem kurzen Angriff der Würzburger Kickers, Marvin Wanitzek konnte allerdings noch vor dem Strafraum klären. In der siebten Spielminute wurde es dann hektisch, Toni Fink fiel kurz vor dem Würzburger Sechzehnmeter-Raum und beschwerte sich beim Schiedsrichter – dafür zeigte ihm der Unparteiische Henrik Bramlage direkt die gelbe Karte. Es folgten Chancen auf beiden Seiten und ein ausgeglichenes Spiel, wobei ein kleines Chancenplus bei den Gästen lag.

Pourié bringt den Wildpark zum Beben

In der 20. Spielminute kamen dann die Karlsruher wieder zum Zug, der Freistoß von Wanitzek und ein Nachschuss von Pourié verfehlten das Tor aber. In der 28. Minute kamen die Badener mehrfach vor dem Tor zum Abschluss, der Ball wollte aber einfach nicht rein gehen. Die größte Chance der ersten Halbzeit hatte dann wohl Marvin Pourié in der 35. Minute. Toni Fink spielte von rechts außen zu seinem Stürmerkollegen, der erwischte den Ball direkt vor dem Tor aber köpfte vorbei. Würzburg schien zu diesem Zeitpunkt etwas eingeschüchtert und kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. In der 41. Minute ging es dann ganz schnell und Marvin Pourié brachte den KSC mit 1:0 in Führung und gleichzeitig auch den Wildpark zum Beben. Die Vorlage für Pourié kam von Toni Fink. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Würzburg mischt die Karten neu

Die zweite Halbzeit startete eigentlich ganz gut für den KSC, Toni Fink hatte in der 49. Spielminute bereits eine Großchance – traf aber den Ball nicht richtig. Dann kam der Dämpfer: In der 51. Minute kamen die Gegner schnell vor Uphoffs Tor, den ersten Schuss konnte der Karlsruher Schlussmann noch abwehren, der zweite Schuss ging dann aber rein. Würzburg schaffte damit den Ausgleich zum 1:1. Die Karten waren also wieder neu gemischt und das machte sich bemerkbar, ab diesem Zeitpunkt pressten die Kickers und setzten die Karlsruher damit sichtlich unter Druck. Der KSC erkämpfte sich aber weiterhin die ein oder andere Chance, für einen erneuten Führungstreffer hat es allerdings bis dahin nicht gereicht. In der 67. Minute war es dann wieder spannend, Toni Fink kam genau vor dem gegnerischen Torwart an den Ball, das Stadion jubelte schon – aber er schoss weit übers Tor.

Pourié erlöst die Karlsruher Fans erneut

Die Badener waren jetzt die aktivere Mannschaft, auch Marvin Wanitzek und Manuel Stiefler kamen nacheinander zu Abschlüssen, sie verfehlten allerdings das Ziel. Es blieb also weiterhin spannend beim Abschlussspiel vom Wildparkstadion. Alois Schwartz reagierte mit einem Wechsel und brachte Kyoung Rok Choi für Manuel Stiefler ins Spiel. Dann die Erlösung in der 81. Minute – Toni Fink holte den Ball im Strafraum und passte auf Pourié, der vor dem leeren Tor stand und zum Endstand von 2:1 verwandelte.

Danke, Wildparkstadion!

Nach 63 Jahren Emotionen, Tränen und Jubel endete beim heutigen Heimspiel gegen die Würzburger Kickers eine Ära für den Karlsruher Sport-Club. Die Mannschaft konnte sich und die Fans durch eine starke kämpferische Leistung mit drei Punkten belohnen. Danke, Wildparkstadion!