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Erster Elektrobus im Landkreis Karlsruhe fährt in Ettlingen – und kostet 500.000 Euro

Ettlingen (pm/cmk) Die Begeisterung war allen Beteiligten am Dienstagnachmittag in Ettlingen im Gesicht anzusehen. Gemeinsam mit Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Dr. Alexander Pischon (Geschäftsführer KVV GmbH) und Georg Gäßler (Geschäftsführer Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH) stellte Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold das neue, blau-weiße Gefährt vor – ein Elektrobus. Der emissionsfreie Bus wird für fünf Wochen im Stadtgebiet von Ettlingen in den Linienverkehr integriert und verkehrt auf der städtischen Linie 112. 

Erster Elektrobus im Landkreis Karlsruhe

Seit einigen Tagen fährt der erste Elektrobus im Landkreis Karlsruhe, nachdem dieser zuvor testweise in Lahr und Rastatt eingesetzt wurde. Beherbergt wird das Gefährt im Testzeitraum am AVG-Betriebshof in Ettlingen, da dort mit der Ladestation die erforderliche Infrastruktur geschaffen wurde. “Wir haben das Thema Elektromobilität bereits mit dem Projekt ‘zeozweifrei unterwegs’ mit der Umwelt- und Energie Agentur Kreis Karlsruhe und der Wirtschaftsförderung Bruchsal aufgegriffen: im nördlichen Landkreis stehen Elektrofahrzeuge im Rahmen von Carsharing bereit. Mit dem Einsatz eines Elektrobusses wollen wir das Thema weiter vorantreiben”, informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel über die Beweggründe. 

Gefährt kostet 500.000 Euro

Während der Testphase bedient der Bus die städtische Linie 112 in Ettlingen, zur Verfügung gestellt wird er vom Verkehrsunternehmen Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH (NVW) – eines der wenigen Unternehmen, das überhaupt über ein solches Gefährt verfügt. Und das ist kein billiges Unterfangen, der Elektrobus kostet in der Anschaffung schon alleine 500.000 Euro – doppelt so viel, wie ein normaler Linienbus mit Dieselmotor. Zudem wird derzeit ein mobiles Ladegerät im Wert von 60.000 Euro eingesetzt, eine feste Traffo-Stadion kostet um die 100.000 Euro extra. Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold ist trotz allem vom Pilotprojekt überzeugt und sieht ein großes Potential für die Zukunft: “Ich glaube, dass das die Zukunft unserer Mobilität im öffentlichen Personennahverkehr ist. Ich glaube auch, dass wir auf dieses Thema noch mehr setzen müssen und ich werde mich als Oberbürgermeister und Kreisrat auch weiterhin dafür einsetzen.”