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Dritte Darts-WM Teilnahme ist für Robert Marijanovic aus Freudenstadt “etwas ganz Besonderes”

Karlsruhe/London (cmk/ln) Es ist seine dritte Darts-WM Teilnahme, doch trotzdem ist es dieses Mal etwas ganz Besonderes für KSC-Dartspieler Robert Marijanovic auf Freudenstadt. Er besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft von Kroaten und Deutschland. Die ersten beiden Male trat er für Kroatien im legendären Ally Pally (Alexandra Palace) in London an, doch in diesem Jahr startet er für sein Geburtsland Deutschland (wir berichteten). die neue welle Reporterin Louisa Neubauer hat sich mit der deutschen Hoffnung für die Darts-WM bei einer Trainingseinheit unterhalten.

 

Du fährst ja bald zur Darts-WM nach London. Sieht das Training bei einem so speziellen Anlass anders aus oder bleibt das Training gleich?

Das Training bleibt prinzipiell gleich. Man versucht natürlich noch konzentrierter ins Training zu gehen aber ich glaube man sollte sich einfach nicht verrückt machen damit und es vor allem nicht übertreiben. Sonst kommen schlechte Ergebnisse im Training zusammen und das würde einem dann glaube ich psychisch zusetzen.

Es ist ja das erste Mal, dass du für Deutschland antrittst. Vorher bist zu schon zwei Mal für Kroatien angetreten. Ist es für dich egal, für welches Land du antrittst, oder spürst du einen Unterschied?

Diesmal ist es was Besonderes, weil ich ja in Deutschland geboren bin und hier auch lebe und vor allem gerne lebe. Es ist einfach meine Heimat. Es ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben aber in einer Zeit in der so viele Menschen auf der Welt ihre Heimat verlassen müssen ist man glücklich, wenn man eine Heimat hat in der man sich wohl fühlt.

Seit Montag steht Richard North als dein Gegner für die erste Runde fest, wie schätzt du ihn ein und welche Chancen rechnest du dir aus?

Richard North kenne ich, ich habe noch nie gegen ihn gespielt aber ich weiß, dass er ein richtig guter Spieler ist. Er ist die Nummer 39 der Welt – ich bin Nummer 95 – daran merkt man schon, wer hier der Favorit ist. Aber der Ally Pally in London (Alexandra Palace) hat schon oft bewiesen, dass sich nicht immer der Favorit durchsetzt und darauf hoffe ich ein bisschen.

Du kennst es jetzt schon ein bisschen und weißt daher auch was in London auf dich zukommt, wie ist denn die Stimmung vor Ort im Ally Pally – vor allem, wenn du auf die Bühne trittst und mit tausenden Zuschauern im Rücken konzentriert bleiben musst?

Die Stimmung im Ally Pally ist wahnsinnig. Jeder der dort als Zuschauer hingeht hat mehr oder weniger die Verpflichtung beim größten Darts-Turnier der Welt Stimmung zu machen und dementsprechend ist es dort auch. Das Gefühl ist einfach absolut genial. Ich kann jedem Dartspieler nur sagen, dieses Gefühl wenn man das erste Mal seinen Fuß an die Abwurflinie stellt, da hab ich schon sowas wie einen kleinen Stromschlag gespürt.

 

KSC drückt die Daumen 

Robert Marijanovic spielt in der Darts-Abteilung des Karlsruher-Sport Clubs. KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer ist selbst passionierter Freizeit-Darts-Spieler und freut sich dementsprechend sehr für Robert: „Man sieht ja inzwischen im Fernsehen regelmäßig die Darts-Turniere in England, dass wir jetzt vom KSC auch einen Spieler für dieses große Turnier stellen ist natürlich sehr schön.“ Seit September 2017 hat der Karlsruher SC die neue Abteilung, die sich in der Region bereits etabliert hat. „Es sind sehr gute Jungs, wir spielen soweit ich es mitbekomme auch sehr erfolgreich. Ich finde es einfach lässig, dass der Karlsruher Sport-Club jetzt auch eine Darts-Abteilung hat“, so Oliver Kreuzer. Abschließend wünscht er Robert viel Glück für die WM: „Ich wünsche mir natürlich, dass er lange dabei bleibt. Es wäre ja auch irgendwie schade, wenn er für 30 Minuten Darts spielen nach England fliegt.“