Current track

Title

Artist


Baden Rhinos bezwingen die Eisbären Heilbronn

Hügelsheim (am) Einen hochspannenden Eishockeykrimi wurde den 900 Zuschauern in der fast ausverkauften Eisarena am Baden Airpark am Samstagabend geboten. Die Baden Rhinos schlugen die Eisbären Heilbronn mit 7:5 und kletterten damit auf Platz drei der Tabelle. Bereits beim Warmlaufen sah man den komplett angereisten Gästen an, dass sie sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren wollten und ab dem Eröffnungsbully traten beide Teams auf das Gaspedal.

Frühe Führung

Keine drei Minuten waren gespielt, als Denis Friedberger den Schläger von Iven Rösch fand und der in Überzahl zur Führung abfälschte. Doch die Eisbärenantwort kam nach einem Konter. Stefano Rupp markierte in der achten Minute den Ausgleich. Dieser hielt jedoch nur eine Minute lang, ehe Sebastian Ott per Direktabnahme nach Groß-Vorlage die Führung wiederherstellte. Allerdings konnte auch Heilbronn eine Überzahl nutzen und in der zwölften Minute durch Martin Williams zum zweiten Mal egalisieren. Proteste wegen eines zu hohen Schlägers des Torschützen beim Abfälschen verliefen im Sande. So ging es mit dem Remis ins zweite Drittel. Hier waren die Eisbären zunächst präsenter. Zuerst traf Sven Breiter (22.) zum 2:3 ehe erneut in Überzahl Daniel Steinke den Schläger hinhielt und gar das 2:4 markierte (25.). Fünf Minuten lang schien es, als wüssten die Rhinos nicht so recht, was zu tun ist. Wie so oft im Leben sind es die einfachen Dinge die zielführend sind, dachte sich Denis Friedberger und schlenzte in der 32. Minute von der blauen Linie einfach mal in Richtung Tor und traf durch Mann und Maus zum Anschluss.

Leidenschaft und Kampfgeist

Nun war die Halle wieder da und die Rhinos brannten in Person vom tschechischen Neuzugang Martin Vachal ein Feuerwerk ab. Erneut in Überzahl stand Vachal goldrichtig und markierte den Ausgleich ehe er 30 Sekunden vor der zweiten Pause die Führung für sein neues Team erzielte. Der Schlussabschnitt war von beiden Teams Werbung für das Eishockey. In der 45. Minute schnappte sich Graham Brulotte den Puck, lief über rechts allen davon und dem 6:4 entgegen. Doch die Eisbären gaben nicht auf und erkämpften sich in der 53. Minute den Anschlusstreffer durch Lukas Seeger. Die letzten sieben Minuten waren pure Leidenschaft. Die Eisbären drängten auf den Ausgleich, die Rhinos warfen sich in alle Schüsse und konterten ihrerseits gefährlich. Eine Minute vor dem Ende setzten die Gäste alles auf eine Karte und zogen ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch es half nichts mehr, Sebastian Ott klärte den Angriff und schickte Björn Groß, der Übersicht bewies und Graham Brulotte keine Mühe hatte 19 Sekunden vor dem Ende den 7:5 Endstand einzutüten.