Landauer Unternehmerin sendet Brandbrief an Oberbürgermeister Hirsch

Landau (msch) - Geschäfte dürfen zwar auch während des Lockdowns geöffnet bleiben. Trotzdem leiden sie unter den Folgen der Kontaktbeschränkungen. Die Inhaberin eines Ladengeschäfts in der Landauer Innenstadt hat einen Brandbrief an den Landauer Rathauschef verfasst. Darin fordert sie ihn auf, Menschen für die Situation des Einzelhandels zu sensibilisieren.

Foto: dnw

Brandbrief an Oberbürgermeister

"Die Kunden werden nahezu dazu getrieben, ihre Einkäufe bei den Big Playern der Online-Riesen zu bestellen." Das stellt Susi Leibbrand in einem Brief an den Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch fest. Sie ist selbst Inhaberin eines Ladens, der in der Landauer Innenstadt Lederwaren verkauft. Geschäfte dürfen während des zweiten "Lockdown Lights", der seit dem 02. November bundesweit gilt, zwar geöffnet bleiben. Allerdings fehle die Laufkundschaft, die durch gastronomische Angebote in die Innenstadt gelockt würde, erklärt Leibbrand. Aus diesem Grund bittet sie den Landauer Oberbürgermeister in ihrem Brief, den sie selbst als Brandbrief verstanden haben möchte, die Menschen stärker für die Situation des örtlichen Handels zu sensibilisieren.

Online-Shopping auch lokal möglich

Der Rathauschef ist sich der schwierigen Situation durchaus bewusst. "Auf der einen Seite mussten Gastronomiebetriebe schließen, die sich nichts vorzuwerfen haben. Auf der anderen Seite durften Geschäfte offen bleiben, die jetzt unter der fehlenden Frequenz leiden." Hirsch appelliert an die Landauer und Landauerinnen, sich mit dem lokalen Einzelhandel solidarisch zu zeigen. "Digitales bestellen heißt nicht zwangsweise, bei den Großen zu bestellen. Man kann auch schauen, was der Händler vor Ort ins Haus bringen kann. Das Heimatshoppen kann helfen, dass die Unternehmen vor Ort in der Krise überleben können."

App soll Abhilfe schaffen

Der Landauer Einzelhandel hat sich schon flexibel auf die neue Situation eingestellt. Einige Läden verkaufen ihre Waren auch online. "Das ist alles noch sehr unübersichtlich", analysiert Andrea Bindrich von Stadtmarketing. Aus diesem Grund wird geplant, eine App zu programmieren, die einzelne Angebote zusammenführt. Die App wird vermutlich den Namen "UnserLandau" tragen. Ziel sei es, all die zahlreichen Angebote unter einem Dach zu bündeln. "Die App soll Menschen das Gefühl geben, das ist meine Stadt: meine Einkaufsstadt, meine Genuss-Stadt, hier kann ich was erleben", erklärt Bindrich. Die App soll rund um den 24. November auf den Markt gebracht werden. So könne die App von den Nutzern auch gleich für das Weihnachtsgeschäft genutzt werden.


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