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Wichtiger Schritt in Richtung Liga Zwei – KSC gewinnt 2:0 gegen 1860 München

Karlsruhe/München (cmk) Im Saisonendspurt ging es für den KSC am Samstagmittag zum TSV 1860 München. Es war ein wichtiges Spiel für die Badener, die den direkten Aufstiegsplatz zwei unbedingt verteidigen wollten. Der direkte Verfolger Halle hatte am Freitagabend gepatzt und nur ein Unentschieden bei Großaspach erreicht. Durch eine starke spielerische Leistung in der ersten Hälfte und einen tollen Kampfgeist schlugen die Karlsruher die Löwen mit 2:0 und machten damit einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Liga 2.

Jubel, Freude, Emotion nach 0-1: Torschuetze David Pisot (KSC) und Manuel Stiefler (KSC). GES/Markus Gilliar

Frühe Führung durch Pisot

Im Vergleich zum Heimspiel vergangene Woche wechselte Alois Schwartz nur auf einer Position. Camoglu musste diesmal auf der Bank Platz nehmen, für ihn kam Kobald in die Startelf – Stiefler rückte dafür auf rechts außen. Mit 1.500 KSC-Fans im Rücken ging es in die erste Halbzeit. Und die hätte aus Karlsruher Sicht besser nicht starten können! Der Kapitän Pisot zog im Sechzehnmeterraum ab und verwandelte den ersten Torschuss des KSC direkt im rechten Eck. Es stand also nach drei Minuten schon 1:0 für die Badener. Schon in der 9. Minute kam dann Fink alleine vor dem gegnerischen Torwart zum Abschluss, Münchens Schlussmann Hiller blockte den Ball aber. Auch 1860 hatte seine Chancen in den ersten Spielminuten, konnte aber keine richtige Torgefahr aufbauen.

Starke erste Hälfte der Karlsruher

Die Karlsruher machten Druck und das Spiel verlagerte sich mehr und mehr in die gegnerische Hälfte. 1860 hatte sichtlich damit zu kämpfen, den Ball vom eigenen Tor fern zu halten. Das änderte sich aber in der 25. Minute, durch leichtes Passspiel gelangen die Münchner in den Karlsruher Strafraum und holten aus ihrer Sicht die erste Ecke raus – konnten diese aber nicht verwandeln. Der Gegner wirkte zusehends sicherer, in der 29. Minute kam eine Flanke gefährlich nah vor Uphoffs Tor, Gordon konnte den Ball per Kopf klären. Die Partie wurde ruhiger, beide Mannschaften standen zur 38. Minute stabil in der Defensive und machten es dem jeweils anderen schwer, richtige Torchancen zu erarbeiten. Gegen Ende der ersten Hälfte wurde es dann nochmal hektisch. Der KSC setzte sich kurzzeitig vor Hillers Tor fest, bekam den Ball aber nicht rein, so ging es dann nach 45 Minuten in die Kabine.

Thiede zur Halbzeit raus

Die zweite Halbzeit startete mit einem personellen Wechsel. Karlsruhes Thiede konnte nicht mehr weiterspielen, für ihn kam Camoglu aufs Feld. Dafür rutschte Stiefler in die Abwehrkette. Der KSC war im zweiten Durchgang zunächst nicht mehr ganz so spielbestimmend, wie in der ersten Hälfte. Allerdings störten sie den Spielaufbau der Löwen nach wie vor früh, sodass die Gastgeber Probleme damit hatten, ihr Spiel richtig aufzubauen. Dann war es in der 62. Minute aber Glück für den KSC: Münchens Lex wurde von seinem Mannschaftskameraden geschickt und stand alleine vor Uphoff, er wurde aber wegen Abseits zurückgepfiffen – eine sehr knappe Entscheidung. Es wurde hektisch im Stadion an der Grünwalder Straße.

Heiße Schlussphase

Die Badener wirkten verunsichert, 1860 kämpfte stark für den Ausgleich. In der 72. Minute wurde es dann richtig gefährlich, Freistoß für die Löwen kurz vor dem Strafraum – der Schuss war allerdings zu harmlos und landete in den Armen von Uphoff. Direkt danach ging es auf die andere Seite, Wanitzek brachte einen Eckball perfekt vor das Tor, wieder köpfte Pisot – Hiller parierte und verhinderte eine höhere Führung der Karlsruher. Dann der zweite Wechsel: Alois Schwartz brachte Sané und schickte Fink im Gegenzug auf die Bank. Jetzt ging es wieder auf die andere Seite. In der 82. Minute parierte Uphoff einen Schuss der Gegner, danach gabs Eckball. Gordon rettete ins Toraus. Beispielhaft für die gesamte Partie musste dann in der 84. Minute Münchens Paul mit gelb-rot vom Platz – er stieg im Karlsruher Strafraum zu hart in einen Zweikampf mit Gordon und war wegen einer Schwalbe bereits mit Gelb vorbelastet. Die Löwen spielten also die letzten Minuten in Unterzahl. Der Wille war bei beiden Mannschaften da, kaum ein Zweikampf wurde ausgelassen.

Wanitzek macht den Sack zu

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus legte zu guter Letzt vier Minuten auf die reguläre Spielzeit drauf – das nutzte Wanitzek aus, er bekam den Ball perfekt von Camoglu vorgelegt und schob zum 2:0 ein. Der Karlsruher SC nahm also drei wichtige Punkte aus dem Stadion an der Grünwalder Straße mit und festigte damit den zweiten Tabellenplatz. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zweite Bundesliga!