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Verrückte Schlussphase im Wildpark - KSC sichert sich einen Punkt gegen Hannover

Karlsruhe (jl) Zum zweiten Mal war Hannover 96 zu Gast im Wildparkstadion. Im August hatten es die Blau-Weißen schonmal mit den 96er in der ersten Pokalrunde zu tun. Damals gewann der KSC 2:0. Dieser Erfolg sollte nun wiederholt werden. Bei traumhaftem Wetter und ausverkauftem Heimbereich sahen 13.370 Zuschauer ein spannendes Fußballspiel, welches am Ende 3:3 ausging.

Foto: GES/Helge Prang

Früher Rückstand für den KSC

Für den KSC ging es gleich schlecht los. Nach sechs Minuten war es Hendrik Weydant der das 0:1 für die 96er machte. Der Karlsruher SC schlug aber gleich zurück. Nach einem Handspiel keine Minute später im Strafraum von Hannover entschied der Schiedsrichter Guido Winkmann sofort auf Strafstoß für den KSC.

Ausgleich eine Minute später

Marvin Wanitzek holte sich den Ball und trat zum Strafstoß an. Wanitzek verwandelte unhaltbar für 96-Torhüter Ron-Robert Zieler – damit war es nach acht Minuten wieder ausgeglichen 1:1. Die Karlsruher machten nach dem Ausgleich gut Druck auf den Kasten der 96er. Kyoing-Rok Choi war es in der 10. Minute mit einem Schuss von der halbrechten Position – die Zieler gerade noch abwehren konnte. Auch Philipp Hofmann versuchte sein Glück in der 19. Minute aus der Ferne. Zieler lenkte gerade noch zum Eckball. Chancen kamen auf einmal im Minutentakt. Marc Lorenz vom Rande des Sechzehner mit einem Schuss der knapp am rechten Pfosten vorbei ging. Danach beruhigte sich das Ganze ein wenig. Viele Ballwechsel im Mittelfeld – selten große Torchancen. In der 42. Minute passierte dann doch noch etwas für die Niedersachsen. Damian Roßbach schuckte den 96er-Angreifer im Strafraum. Auch hier entschied Winkmann sofort auf Strafstoß. Marvin Duksch trat für Hannover gegen Benni Uphoff an und verwandelte sicher zur 1:2 Führung.

Hannover führte zur Pause danke des Strafstoßes

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine zurück. Erste Chance gab es dann für den Karlsruher SC: Kyoung-Rok Choi versuchte es aus circa 17 Meter direkt – Zieler wehrte zur Ecke ab. Die Frage die sich im Wildpark stellte: Wird Trainer Schwartz mal etwas früher offensiv wechseln um den Druck auf Hannover zu erhöhen? Hannover meldete sich dann in der 53. Minute das erste mal zur Wort – mit einem Torschüsschen aus 20 Metern – kein Problem für Uphoff.

Miller sah Gelb

Auf dem Spielfeld gab es bis zur 61. Minute kaum Höhepunkte – aber neben dem Spielfeld: Markus Miller kassierte von Schiedsrichter Winkmann die gelbe Karte, da sich der Torwarttrainer über ein Foulspiel von Damian Roßbach aufregte und das mit Unmut von der Bank aus zeigte.
13.370 Zuschauer sahen das Spiel. Der Heimbereich war damit komplett ausverkauft. Aus Hannover waren knapp 600 Fans angereist. Dann war es soweit. In der 69. Minute wechselte Schwartz einen weiteren Stürmer ein – Marvin Pourié kam für Alexander Groiß auf das Spielfeld.  Die KSC-Fans mussten sich bis zur 76. Minute gedulden – dann gab es den Ausgleichstreffer. Hoher Ball in den Strafraum der 96er und da kam Daniel Gordon aus dem Nichts und köpfte aus fünf Metern unhaltbar unter die Latte zum 2:2 ein – Schönes Tor. Auf einmal waren alle KSC-Fans wieder lautstark zu hören – der Wildpark bebte – eventuell geht da noch mehr.

KSC warf alles nach vorne

Die Blau-Weißen wollten hier noch den Siegtreffer erzielen. Damit setzten sie die Hannoveraner auch ordentlich unter Druck – diese hatten den Dreier anscheinend schon sicher im Bus nach Niedersachsen verpackt – und waren nach dem Ausgleichstreffer mehr als überrascht. Auch Hannover versuchte in den letzten Minuten nochmal das entscheidende Tor zu machen – die Angreifer fanden aber in der Karlsruher Abwehr ihre Meister.
Dann aber in der 3. Minute der Nachspielzeit gab es eine Schockstarre für den KSC. Wieder was es Hendrik Weydant der die Hannoveraner in Führung brachte. Der Karlsruher SC zeigte Moral und schlug zurück. Wieder Daniel Gordon der sich durch den Sechzehner stocherte und das 3:3 machte. Verdienter Punkt und eine verrückte Schlussphase in der Torwart Ron Robert Zieler noch die Gelb-Rote Karte sah. Der KSC bleibt damit im sechsten Spiel ungeschlagen und trifft am Samstag auf St. Pauli – los gehts in Hamburg um 13 Uhr.