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Sky statt Magenta – das könnte der Karlsruher SC mit Fernsehgeldern verdienen

Karlsruhe (as) Am Donnerstag wird der Karlsruher SC noch offiziell von der Stadt Karlsruhe im Rathaus empfangen, dann ist nur noch der Badische Pokal am kommenden Sonntag (26. Mai) im Wildpark-Stadion die letzte mögliche Station, um nach dem Aufstieg in  Liga zwei weiter zu feiern. Vorausgesetzt, das Team von Trainer Alois Schwartz hat den Party-Marathon auf Mallorca schadlos überstanden. Für die Vereinsverantwortlichen geht es mit den Planungen für die zweite Bundesliga nahtlos weiter. Fersehgelder spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

Foto: GES / Markus Gilliar

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Top-Drei-Verdiener der zweiten Liga mit zweistelligen Millionenbeträgen

Vor einem Jahr war der Karlsruher SC noch in der Relegation an Erzgebirge Aue gescheitert. Jetzt klappte nach dem Abstieg 2017 die ersehnte Rückkehr in die zweite Liga – besonders finanziell bedeutet das für den klammen Verein ebenfalls einen Aufstieg. Die DFL schüttete in der Saison 2018/19 an die 36 Erst- und Zweitligisten etwa eine Milliarde Euro aus. Mussten KSC-Fans die letzten beiden Jahre für die Live-Übertragungen ein Magenta-Abo abschließen, werden die Spiele kommende Saison wieder auf Sky gezeigt. Wenn man sich die Statistik für die zurückliegende Saison anschaut, haben diese drei Zweitliga-Vereine einen erheblichen Batzen ihres Budgets aus den Fernsehgeldern ziehen können. Die Top-Drei Verdiener waren: 

  • 1.FC Köln:               über 23 Millionen Euro
  • Hamburger SV:     über 20 Millionen Euro
  • 1. FC Ingoldstadt:  über 16 Millionen Euro.

So rechnet der KSC für die Zweite Liga

Zweitliga-Vereine wie Heidenheim, Fürth und Bielefeld haben in etwa das an Fernsehgeldern generiert, was sich auch der KSC in der kommenden Saison erhofft: rund 10 Millionen Euro stehen im Etat. Das hängt auch noch davon ab, welche Clubs jetzt in der Relegation erfolgreich sind und wie viele Zuschauer zu den Heimspielen in den Wildpark kommen. Wegen der Baustelle sind zeitweise (bis die neue Gegengerade nächstes Jahr steht) mehr als 15.000 Fans gar nicht drin. Das entspricht der Mindestanforderung der DFL. Der KSC rechnet mit rund 13.000 Zuschauern. In Sachen Spieleretat geht’s in den Bereich zwischen 8 und 9 Millionen Euro – dann wären die Fernsehgelder schon zum größten Teil verplant. 

KSC und seine Kaderzusammensetzung      

Eine große Rolle spielt natürlich auch, wie der KSC die Mannschaft für die zweite Liga aufstellt. Viele Leistungsträger sind geblieben – über Einkäufe hält man sich traditionell bedeckt. Das Gerücht, dass Fabian Schleusener wiederkommt, hält sich hartnäckig. Schließlich plane der SC Freiburg die Bundesliga nicht mit ihm und der Leihvertrag mit Sandhausen laufe aus, meinen Beobachter. Allerdings fällt er wegen eines Schienbeinbruchs bis August aus und das könne abschreckend auf andere Interessenten wirken. Besonders bei der Innenverteidigung und auf der Stürmerposition könnte der KSC Verstärkung brauchen. Tormann Benni Uphoff scheint auch zu bleiben, der neuen welle sagte er auf die Frage nach dem Aufstieg: ” Davon kann man schon ausgehen. Ich weiß ja nicht, was der Verein plant, aber Ziel war zweite Liga, das haben wir geschafft und dann konzentrieren wir uns aufs nächste Jahr.” Und auch für Trainer Alois Schwartz geht es in Liga zwei im Wildpark weiter, sein Vertrag läuft noch bis 2020. Schwartz hatte es, so sind sich alle sicher, geschafft, das Team Stück für Stück zu stabilisieren. Er setzt ausdrücklich nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Mentalität. Der Erfolg gibt ihm Recht.