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Nach Beschluss im Juni: Karlsruher SC vollzieht die Ausgliederung

Karlsruhe (pm/bo) Die KSC-Mitglieder hatten sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende Juni dafür entschieden, den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb in eine GmbH & Co. KGaA auszugliedern. Dieser Beschluss wurde nun in den vergangenen Wochen rückwirkend zum 1.1.2019 umgesetzt.

Symbolbild: Archiv

88 Prozent der Stimmen für Ausgliederung

Am 29. Juni  wurde beim Karlsruher SC in einer außerordentliche Mitgliederversammlung über eine Ausgliederung abgestimmt. Das Ergebnis: Die Mitglieder stimmten mit 88 Prozent der Ja-Stimmen für die Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs in eine GmbH & Co. KGaA. Nach dem Beschluss hat der Karlsruher SC die Ausgliederung nun vollständig vollzogen. Wie der KSC mitteilt wurde wirtschaftliche Geschäftsbetrieb, dazu gehören insbesondere die Profimannschaft, die U19 und die U17, vom e.V. abgetrennt und in eine GmbH & Co. KGaA ausgliedert.

“Entscheidende Weiche für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins”

„Dieser Schritt ist für unseren Verein genauso wichtig gewesen, wie damals die Fusion 1952. Mit der Ausgliederung haben wir eine entscheidende Weiche für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins gestellt. Der KSC war vor der Ausgliederung der KSC und wird es auch weiterhin bleiben. Wir haben den Profibetrieb nun in ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen überführt. Dabei ist es uns auch in Zukunft sehr wichtig, jederzeit die 50+1-Regel und die Rechte der Vereinsmitglieder zu wahren. In der Satzung und im Gesellschaftsvertrag wurde entsprechend Vorsorge getroffen“, so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und seine beiden Vizepräsidenten Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze.

Lizenz durch DFL erhalten

Am 25.10.2019 wurde die Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH & Co. KGaA vom Amtsgericht Mannheim eingetragen und ist somit ab sofort aktiv. Damit ist der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb rückwirkend zum 1.1.2019 auf die KGaA übergegangen. Vorausgegangen war eine komplette Lizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) für den neuen Lizenznehmer, die KGaA. Die Lizenz wurde erteilt, nachdem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die laufende Saison nachgewiesen wurde.

Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix Management GmbH

Geschäftsführer der vollhaftenden Komplementär-Gesellschaft (Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix Management GmbH) sind Michael Becker (Bereiche: Kommunikation & Medien, Finanzen, Personal & Verwaltung, Spielbetrieb & Organisation, Marketing, Vertrieb & Digitalisierung) und Oliver Kreuzer (Bereiche: Sport Profis, Sport aKAdemie). Das drieköpfige Präsidium mit Ingo Wellenreuther, Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze sowie der Vorsitzende des Verwaltungsrats Michael Steidl und dessen Stellvertreter Thomas H. Hock bilden den Beirat der Management GmbH. Vorsitzender des Aufsichtsrats der KGaA ist Wolfgang Grenke.

Ein eigens vom KSC gegründeter Ausgliederungsausschuss hatte die Ausgliederung dem Präsidium und der Geschäftsführung empfohlen. Der Ausgliederungsausschuss traf sich seit November 2018 regelmäßig und diskutierte intensiv, sachkundig und ergebnisoffen. Durch die Ausgliederung hat der KSC die Rechtsformverfehlung beseitigt, der KSC e.V. wird vor Insolvenz geschützt, seine Organisationsstruktur wird verbessert und es eröffnen sich Finanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt.

Aktien in Zukunft für Mitglieder und Fans erwerbbar

Das Thema Aktienverkauf soll jetzt in den kommenden Wochen weiter konkretisiert werden. Ziel ist es, die initiale Aktienemission im ersten Quartal 2020 zu realisieren. Insbesondere auch Mitglieder und Fans sollen die Aktien in Zukunft erwerben können. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen im ersten Schritt dazu verwendet werden, bestehende Verpflichtungen aus der Vergangenheit und deren hohe laufenden Kosten abzulösen, um den KSC finanziell weiter zu stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Darüber hinaus soll nachhaltig in die Infrastruktur investiert sowie Rücklagen gebildet werden.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten, den Gremien, Mitarbeitern, Beratern und dem Ausgliederungsausschuss. Gemeinsam und transparent haben wir in den letzten Monaten intensiv an diesem Prozess gearbeitet und freuen uns nun auf die weiteren Fortschritte“, so Geschäftsführer Michael Becker.