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Last Minute Treffer rettet KSC einen Punkt

Bochum (jl) Turbulentes Spiel in Bochum mit vielen strittigen Situationen und einem glücklichen Ende - Dank Toni Fink.

Foto: GES/Edith Geuppert

Einige Änderungen in der Startelf

Nach der Länderspielpause ging es endlich wieder in der Liga um Punkte. Die Blau-Weißen waren zu Gast beim VfL Bochum. Alois Schwartz hat drei Änderungen in der Startelf vorgenommen. Damian Roßbach rückte nach seiner Verletzung wieder auf die Position in der linken Verteidigung – dafür musste Dirk Carlos weichen. Lukas Fröde startete für Alexander Groiß im Defensiven Mittelfeld und Lukas Grozurek musste wegen einer Grippe die Fahrt nach Bochum absagen für ihn durfte Kyoung-Rok Choi anfangen.

KSC führte nach acht Minuten

Es ging in eine heitere Anfangsphase – der KSC übte viel Druck nach vorne aus und kam zu guten Gelegenheiten. In der achten Minute dann die Führung für die Badener – nach einem Eckball von Marc Lorenz war es Philipp Hofmann, der in der Mitte zum Kopfball kam und das 1:0 für den KSC machte. Leider währte dieses Erfolgserlebnis nur 116 Sekunden. Denn dann war es ein Eckball für den VfL den Decarli in der Mitte ungehindert zum 1:1.

KSC auf einmal in Unterzahl

In Bochum ging es nun Schlag auf Schlag – in der 16 Minute erwischte es den KSC bitter. Lukas Fröde foulte im Mittelfeld einen Bochumer und bekam dafür die Gelbe Karte – allerdings wollte Fröde dem Schiedsrichter nochmal zeigen, dass es kein Foul war sondern Fuß auf Fuß – im Fachjargon “Pressschlag” genannt – und machte dies mit den Händen deutlich – indem er sie mehrmals nacheinander zusammenschlug. Das Schiedsrichtergespann deutete dies als Klatschen und das ist nicht erlaubt – daher zeigte der Schiri direkt die zweite Gelbe Karte. Das ist dann bekanntlich Gelb-Rot. Alles Reklamieren half danach nichts mehr, der Platzverweis wurde nicht zurückgenommen –  somit mussten die Karlsruher, aufgrund eines Missverständnis, nun 74 Minuten in Unterzahl ran.

KSC ging wieder in Führung

Trotzdem machte der KSC mutig weiter – nach der Balleroberung im Mittelfeld schalteten die Blau-Weißen schnell um. Über die linke Seite ging es in Richtung Bochumer Strafraum – Damian Roßbach flankte in die Mitte und da stand Kyoung-Rok Choi komplett frei, dieser musste nur noch den Fuß hinhalten und brachte damit die Blau-Weißen wieder in Führung.   

Videoschiedsrichter entschied auf Elfmeter

In diesem Spiel war der Wurm drin. In der 28 Minute entschied Schiedsrichter Winter, nach der Info des Videoschiedsrichters, auf Elfmeter für den VfL Bochum. Bei einem Zweikampf im Sechzehner des KSC ist Gordon seinem Gegenspieler auf den Fuß gestanden. Der Schiri hat dieses Foul nicht gesehen, aber der Video-Schiedsrichter schaltete sich ein. Winter sah sich danach die Szene nochmal an und entscheid auf Elfmeter. Der EX-KSC´ler Blum schob links unten zum 2:2 ein. Allerdings hätte es diesen Elfmeter nicht geben dürfen, da es vor dem Foul Abseits war, gleich zwei Bochumer standen beim Passspiel in den Strafraum im Abseits. Das hat der Videoschiedsrichter allerdings nicht gesehen.

Bochum legte schnell nach

Direkt danach war es wieder Bochum. Die Ruhrpottler nutzen nun die Überzahl und die kurze Unaufmerksamkeit der Karlsruher. Ganvoula versuchte es mit einer Flanke von links, der Ball segelte an Freund und Feind vorbei und knallt an den rechten Pfosten. Von dort prallte das Leder ab und landete vor den Füßen von Gamboa, der die Kugel in die rechte Ecke hämmerte. Damit ging Bochum mit 3:2 in Führung. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel – allerdings gab es einiges zu diskutieren, denn hier waren nicht alle Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns nachvollziehbar.

Taktische Umstellung beim KSC nach der Halbzeit

Nach der Pause nahm Trainer Alois Schwartz eine taktische Änderung vor. Kyoung-Rok Choi musste vom Feld, für ihn kam Alexander Groiß.  In der 47 Minute dann der nächste Aufreger. Der VfL Keeper Manuel Riemann holte Marvin Wanitzek im Strafraum von den Beinen. Schiedsrichter Nicolas Winter entschied sofort auf Strafstoß. Marc Lorenz trat an und vergab die Chance zum Ausgleich. Riemann parierte den Elfer stark.

Bochum spielte ruhiger

Das Spiel wurde nun deutlich ruhiger. Bochum versuchte ruhiger zu spielen und das Ergebnis zu halten. Der  KSC hatte es schwer mit einem Mann weniger durch die Abwehrkette der Bochumer zukommen. In der 80 Minute versuchte Trainer Alois Schwartz, mit der Einwechslung von Stümer Marvin Pourié, doch noch irgendwie den Ausgleichstreffer zu erzwingen.

Glückliches Händchen von Trainer Schwartz

In der 89 Minute wechselte Schwartz dann noch Anton Fink ein. Genau dieser machte das 3:3. Kurz nach seiner Einwechslung stürmten die Blau-Weißen nach vorne und der Ball landete bei Fink, der im Sechzehner einfach mal abzog und das 3:3 machte.  Ein wichtiger Punkt, welcher der KSC mit ins Badische nimmt. Am kommenden Samstag kommt dann Hannover 96 ins Wildparkstadion.