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KSC verliert in Regensburg mit 0 zu 1 - Wieder ein Spiel ohne eigenes Tor verloren

Karlsruhe (hawa) - „Es wird keine leichte Aufgabe“, betonte KSC-Trainer Christian Eichner vor dem Spiel der Karlsruher beim Jahn in Regensburg – und er sollte Recht behalten. Der KSC im schwarzen Dress kommt von Anfang an nicht so recht ins Spiel, Jahn übernahm vor rund 3.000 zugelassenen Zuschauern das Kommando, hatte schon früh erste Gelegenheiten. Jahn macht im körperbetonten Spiel gleich Druck, der KSC die Fehler, ist mitunter einen Schritt zu spät dran.

Foto: GES/Helge Prang

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KSC braucht eine Weile um warm zu werden

Eichner vertraut zunächst dem (gegenüber dem vergangenen Spiel verändert) folgendem Team: Gersbeck / Thiede, Bormuth, Kobald, Heise / Fröde, Gondorf, Wanitzek / Goller, Hofmann, Kother

Erst nach gut 20 Minuten kommt der KSC langsam in Regensburg „an“, ordnet sein Spiel, aber etliche Zuspiele sind leider zu ungenau, so dass das KSC-Spiel schon im Aufbau hängen bleibt. Der KSC muss im Gegenzug auch körperlich dagegenhalten, was durchaus mit Härte klappt, aber Schiri Lasse Koslowski nicht gefällt: Drei Gelbe Karten, Thiede, Fröde, Heise, für den KSC bis zur 35. Minute. Koslowski unterbricht häufig wegen Fouls, so dass es auch kaum Spielfluss gibt – doch Regensburg zeigt den Tick mehr Willen, dieses Spiel bestimmen zu wollen! Nicht überraschend daher die Führung für das Heimteam kurz vor der Pause: In der 44. Minute kommt Vrenezi rechts an den Ball, legt schön in die Mitte auf – und Albers kann mit dem Kopf das 1 zu 0 markieren! 

Karlsruher nach Pause strukturierter

In der Kabine muss es beim KSC eine deutliche Ansage gegeben haben, dass das Spiel nach vorne strukturierter und genauer erfolgen muss. So wie in der ersten Hälfte bislang gespielt wurde, kommt der KSC nicht gerade gefährlich vor das Tor des Jahn! Dazu soll in der zweiten Halbzeit auch der Spielerwechsel, Choi für Goller und Carlson für Heise, beitragen – der dann auch etwas mehr Schwung bringt. Überraschend die Situation in der 49. Minute, gewissermaßen aus dem Nichts: Jahn-Verteidiger Stolze will die Kugel aus dem 16er schlagen, trifft dabei aber Kobald. Schiri Koslowski zeigt auf den Punkt. Einwand aus dem Kölner Keller: Die Situation wird vom Video-Schiri überprüft: Doch es bleibt dabei, der Elfer wird gegeben.

Mehr Chancen für den KSC, doch kein Treffer

Mittlerweile ist es die 51. Minute, Philipp Hofmann hat die große Chance, den Ausglich mittels Foulelfmeter zu markieren, doch Jahn-Keeper Meyer konnte den Schuss parieren, ahnte die Seite. Sehr schade: Wenn man aus dem Nichts so eine Chance bekommt, muss man sie auch nutzen.

Etwas Hektik danach, in der 55. Minute gibt’s die nächsten Karten – auch für Hofmann, der sicherlich noch etwas gefrustet ist von seinem Fehlschuss! Erfreulich aber, der KSC geht in der zweiten Hälfte deutlich engagierter an die Aufgabe. Die Pausenansprache hat sichtlich aufgerüttelt!

Das Spiel ist lebhafter jetzt, weil der KSC auch mitspielt – aber wie in den vergangenen Spielen: Dem KSC fällt in Sachen Offensive zu wenig ein. Das ist mitunter nach dem Motto „Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher.“ Wanitzek geht in der 67. Minute, dafür kommt Gueye, der noch mehr Impulse nach vorne setzen soll. Beide Teams haben den „Hauch“ von Chancen, die aber nicht so richtig zwingend sind.

Die letzten Minuten spielt der KSC in Überzahl

In der 81. Minute bekommt Regensburgs Gimber Gelb-Rot, der KSC spielt die letzten gut zehn Minuten in Überzahl. Von wegen, in Überzahl läuft es leichter, es bedeutet, dass man das Spiel noch schneller machen muss, mehr die Räume nutzt, den Gegner laufen lassen muss … In der 85. Minute soll die Überzahl mittels Brechstange ausgenutzt werden, Lorenz kommt für Kother, der Ball muss nach vorne, die Uhr tickt unerbittlich runter! Der KSC im Vorwärtsgang, Kopfball Hofmann wieder, aber der Jahn-Keeper hat keine Probleme damit!

So verlief die Nachspielzeit

Es gibt 4 Minuten Nachspielzeit. Vor mit der Kugel kann jetzt nur die Devise sein. Ein umständliches Positionen durchspielen ist – auch in Überzahl – da nicht unbedingt das adäquate Mittel! Die Zeit vergeht, der KSC kommt nicht wirklich zu einer zwingenden Chance.

Abpfiff. 0 zu 1. Schade, wieder ist der KSC nicht so richtig in Tritt gekommen, hat wieder verloren, wieder kein Tor gemacht. Das Team hatte sich viel vorgenommen – aber leider nicht viel davon auf dem Rasen umsetzen können. Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit konnte, drücken wir es mal freundlich aus, nicht viel gezeigt werden. Problem dabei: In dieser Saison steckt der KSC weiter im Tabellenkeller fest!