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KSC verabschiedet sich mit Niederlage gegen Halle aus der Dritten Liga

Karlsruhe (cmk) Mit einer 2:3 Niederlage gegen den Halleschen FC verabschiedete sich der Karlsruher SC vor 15.232 Zuschauern am Samstag aus der Dritten Liga. Das Ergebnis war allerdings kaum noch wichtig - bei bester Stimmung auf den Rängen konnten die Spieler wie zuvor angekündigt das letzte Spiel der Saison genießen und danach mit den Fans auf der Aufstiegsparty feiern. Der KSC ist nun offiziell wieder zweitklassig!

Foto: GES/Helge Prang

Emotionale Verabschiedung

Schon zu Beginn wurde es emotional im Wildpark. Nach vielen Jahren und 233 Spielen im KSC-Trikot, in denen
er Höhen und Tiefen gemeinsam mit den Blau-Weißen erlebt hat, beendet Martin Stoll nach dieser Saison seine aktive Profikarriere und wurde zusammen mit Torwarttrainer Kai Rabe (acht Jahre beim KSC) vor dem Anpfiff verabschiedet. Dann ging es in die vorerst letzten 90 Drittliga-Spielminuten. Alois Schwartz startete gegen den Halleschen FC mit einer Veränderung in der Startelf. Für den verletzten Alexander Groiß durfte Kyoung Rok Choi von Beginn an aufs Feld.

Spiel startete schleppend

Obwohl es in dem Spiel eigentlich um nichts mehr ging – der KSC hatte den Aufstieg bereits sicher und der Hallesche FC konnte den Relegationsplatz nicht mehr erreichen – zeigten die beiden Mannschaften von Beginn an, dass keine Punkte verschenkt werden sollten. In der 16. Minute setzte sich der KSC dann zum ersten Mal in der gegnerischen Hälfte fest, etwas zählbares resultierte daraus aber nicht. Die erste richtige Torchance hatte dann Pourié in der 21. Minute nach einem Freistoß von Wanitzek. Der Spieler der Saison 2018/2019 kam im Strafraum an den Ball, verfehlte das Tor allerdings und der Ball landete im Toraus.

Elfmeter für den KSC

Auch einen weiteren Freistoß kurz danach konnte Halles Defensive abwehren. Dann waren die Gäste am Zug. In der 28. Minute kam Jopek nach einer Ecke zum Ball und zog an der Strafraumgrenze ab – Uphoff parierte stark. Danach flachte das Spiel allerdings wieder ab, bis zur 40. Minute. Nach einer Flanke in den KSC- Strafraum kam Halles Sohm an den Ball und köpfte ins rechte untere Eck zum 0:1. Doch dann gab Schiedsrichterin Katrin Rafalski nach einem Foul an Camoglu in der 45. Minute einen Elfmeter für den KSC. Toni Fink trat an den Punkt und verwandelte den Elfer im linken unteren Eck. Es stand also 1:1 zur Halbzeitpause.

Halle ging erneut in Führung

Die zweite Hälfte startete ausgeglichen, klare Torchancen waren aber lange Zeit Fehlanzeige. Hoffnung gab es dann bei einer Ecke für den KSC in der 65. Spielminute, allerdings scheiterten die Karlsruher an Halles Devensive. Die Fans scheinte das Geschehen auf dem Platz kaum zu interessieren – “Nie mehr Dritte Liga” und “Für immer KSC” hallte es lauthals von den Rängen. In der 69. Minute wurde es dann nochmal spannend, die Blau-Weißen setzten sich mit mehreren Eckbällen hintereinander im gegnerischen Strafraum fest, ein Tor gab es aber nicht zu bejubeln – stattdessen klappte es dann auf der anderen Seite. Halles Manu kam rechts in den Strafraum und verwandelte den Ball eiskalt über Uphoffs Kopf hinweg ins obere Eck. Es stand also zur 71. Spielminute 2:1 für den Halleschen FC. Trotzdem tönte es im ganzen Stadion nur noch “oh wie ist das schön”.

Standing-Ovations für Martin Stoll

Dann kam der Moment, als Martin Stoll begleitet von einer wahnsinnigen Stimmung und Standing-Ovations in seinem allerletzten Profispiel aufs Feld kam – er durfte noch 15 Minuten mitspielen. Doch dann gab es aus Karlsruher Sicht einen weiteren Rückschlag – in der 80. Minute erhöhte Halles Pronichev auf 1:3. Der KSC kam durch einen direkt verwandelten Freistoß von Wanitzek in der 88. Minute noch auf 2:3 ran, schaffte den Ausgleich danach aber nicht mehr. Der Karlsruher SC verabschiedete sich also mit einer 2:3 Niederlage gegen den Halleschen FC aus der Dritten Liga!

 


Foto: privat