KSC erkämpft Punkt gegen Bundesligaabsteiger Werder Bremen

Karlsruhe (jl) - Einen durchaus glücklichen Punkt ergatterte der KSC gegen den Bundesligaabsteiger Werder Bremen. Die Karlsruher waren über eine halbe Stunde in Unterzahl und erkämpften sich gegen die immer stärker werdende Bremer einen Punkt: 0:0. Die 10.000 Zuschauer sahen am Anfang einen mutigen KSC, welcher sich dann aber mit zunehmender Spieldauer in die eigene Hälfte drücken lies.

Foto: GES/Markus Gilliar

Karlsruher besser aufgestellt

Der KSC hatte deutlich weniger Personalsorgen als Bremen. Werder kam mit einem deutlich ausgedünnten Kader. Die Stimmung an der Weser ist nicht gerade gut - die Kohle fehlt und darum musste Sportchef Frank Baumann auch Leistungsträger verkaufen. Johannes Eggestein, Maximilian Eggestein, Rashica, Osako, Augustinnson, Sergent - alle wurden zu Geld gemacht und kaum jemand neues kam an die Weser. Daher auch nur die vier Punkten nach drei Spielen und das Aus im DFB-Pokal gegen Drittligist Osnabrück - die Wolken werden noch dunkler über dem Weserstadion wenn heute nichts zählbares aus dem Wildpark mitgenommen wird. Eichner musste derweil auf Robin Bormuth verzichten - der hatte sich im Spiel gegen Sandhausen das Jochbein gebrochen - für ihn startete der Routiner Daniel Gordon in der Innenverteidigung. Zudem wechselte Eichner noch auf der Rechtenaußenbahn. Fabio Kaufmann musste erstmal auf der Bank Platz nehmen, für ihn startete Lucas Cueto.

Heitere Anfangsphase im Wildpark

Philipp Hofmann war der Erste an diesem Samstagnachmittag, der den Ball auf das Tor brachte. Nach einer Ecke kam der großgewachsene KSC-Stürmer mit dem Kppf an den Ball und setzte diesen knapp über den Querbalken. Schon in den ersten zehn Minuten sahen die knapp 10.000 Fußballfans ein heiteres Hin und Her im Wildpark. Auch der zweite KSC-Abschluss wurde von Hofmann knapp über die Latte geköpft. Werder hatte in der Anfangsphase ebenfalls gute Angriffsmöglichkeiten, aber die Innenverteidigung der Blau-Weißen mit Kobald und dem alten Hasen Gordon machte jeden Anflug von Gefahr im KSC-Sechzehner zunichte.

Bremen wurde stärker

Nach 21 Minuten gab es die bis dato größte Werder Chance im Spiel. Nach einem perfekten Pass in den Lauf auf Romano Schmidt, hatte Gersbeck den richtigen Riecher und war rechtzeitig aus dem Tor gestartet, um den Abschluss noch zu klären. Bremen wurde nun stärker. Die Grün-Weißen drückten den KSC immer mehr in die eigene Hälfte und kamen vermehrt zu besseren Torabschlüssen. Werder riss immer mehr Löcher in die KSC Abwehr, die Blau-Weißen hatten Probleme diese wieder zu stopfen. Das Spiel flachte bis zur Halbzeit dann etwas ab. Viel spielte sich im Mittelfeld ab und es kam immer wieder zu kleineren Unterbrechnungen, die den Spielfluss rausnahmen. Mit dem 0:0 ging es dann in die Halbzeitpause.

Beide Teams unverändert

Nach der Pause hielt es kein Trainer für nötig einen Wechsel vorzunehmen, so sahen wir die gleichen 22 Spieler auf dem Feld. Nach zehn gespielten Minuten in Hälfte zwei fehlte beiden Teams weiterhin die Durchschlagkraft. Der Wendepunkt kam dann in der 57. Minute. Nach einem Foul von Marvin Wanitzek am Rande des Sechzehnmeterraums, musste der Mittelfeldakteur des KSC den Platz verlassen. Schiri Bastian Dankert gab Wanitzek für die Aktion die Gelbe-Karte - das Problem - die erste Gelbe sah er sieben Minuten zuvor. Somit war der Arbeitstag für den Karlsruher unfreiwillig beendet und der KSC musste noch 33 Minuten in Unterzahl auskommen.

Eichner reagierte

Damit kam es dann auch zum ersten Wechsel der Badener. Fabian Schleusener wurde aus dem Spiel genommen und mit Tim Breithaupt brachte Eichner noch jemand, um die Defensive zu stabilisieren. Werder warf nun alles in die Waagschale und versuchte noch einen Gang hochzuschalten um so das Überzahlspiel auszunutzen. Der KSC kam nun so gut wie gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte, aber die Abwehr stand noch sicher. Eichner brachte mit Batmaz und Thiede nochmal zwei frische Kräfte und das tat dem Spiel des KSC gut. Auf einmal kamen die Blau-Weißen wieder über die Mittellinie und sogar zu sehr guten Torchancen. Thiede scheiterte in der 73. Minute am SVW-Schlussmann, der den Ball gerade noch mit dem Fuß zur Ecke klären konnte.

Fans pushten den KSC nach vorne

Auch die KSC-Fans waren in der Schlussphase nochmal lautstark zu hören und peitschten die Blau-Weißen nach vorne. Doch die heißen Temperaturen und den einen Spieler weniger merkte man dem KSC am Ende an. Das Augenmerkmal lag nur noch am sauberen Verteidigen. Werder schaffte es nicht mehr, eine der zahlreichen Chancen im KSC-Tor unterzubekommen. Daher war die Punkteteilung auch in Ordnung für den KSC und sogar einen Ticken glücklicher. Der KSC hat damit acht Punkte nach vier Spieltagen. Am Freitag reisen die Badener ins Frankenland. Sie sind dort dann um 18:30 Uhr beim 1. FC Nürnberg zu Gast.


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