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"KSC - Das sind meine Wurzeln" - Oliver Kahn blickt auf seine Zeit in Karlsruhe zurück

Karlsruhe (dpa/cmk) Der ehemalige KSC-Spieler und künftiger Bayern München-Vorstandschef Oliver Kahn ist neues Ehrenmitglied des Karlsruher SC. Vereinspräsident Ingo Wellenreuther ehrte den einstigen Welttorhüter am Dienstagabend beim Festakt zum 125-jährigen KSC-Bestehen im Konzerthaus in Karlsruhe. Kahn, der beim KSC mit dem Fußball begann und dort auch den Sprung ins Profigeschäft schaffte, freute sich sichtlich über die Ernennung. Er hielt die Festrede und sprach dabei vor allem über Heimat und die Geschichte - auch über seine Geschichte mit den Wurzeln in Karlsruhe.

Foto: GES / Markus Gilliar

Kahn zum Ehrenmitglied ernannt

Bayern Münchens künftiger Vorstandschef Oliver Kahn ist neues Ehrenmitglied des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Vereinspräsident Ingo Wellenreuther ehrte den einstigen Welttorhüter am Dienstagabend im Rahmen eines Festaktes zum 125-jährigen KSC-Bestehen im Konzerthaus. Der 50-jährige Kahn hatte in den 70er Jahren beim KSC mit dem Fußballspielen begonnen und später auch seine Bundesliga-Karriere bei dem Traditionsclub gestartet, ehe er 1994 zum FC Bayern wechselte und dort 14 Jahre lang spielte. “Der KSC ist ein sehr großer Teil meiner Geschichte. Ich war 13 Jahre als Jugendspieler dort und später dann 6 Jahre als Profi. KSC – das sind meine Wurzeln. KSC – das ist Heimat”, so Kahn am Abend. Auch sein Vater Rolf Kahn hatte für die Karlsruher in der Bundesliga gespielt.

Torwart-Titan an alter Wirkungsstätte

Oliver Kahn wird am 1. Januar 2020 in den Vorstand des deutschen Rekordmeisters aus München rücken. Nach Ablauf des Vertrages von Karl-Heinz Rummenigge am 31. Dezember 2021 übernimmt er dessen Amt als Vorstandsvorsitzender. Vorher, beim Festakt zum 125-jährigen Bestehen des Karlsruher SC, blickt Kahn nochmals auf seine eigene Geschichte zurück und spricht bei seiner Festrede auch über den Begriff Heimat – seine Heimat. “Es ist schon etwas ganz besonderes. Ich bin zwar viel am Reden und viel unterwegs in der Weltgeschichte aber es ist halt doch noch einmal etwas anderes, wenn man dann auf einmal dort wieder ist, wo meine ganze Geschichte einmal angefangen hat. Ich habe das schon die letzten Tage auch gemerkt, es ist so eine Mischung aus Melancholie, Freude und ein bisschen Traurigkeit, das gehört alles zu diesem typischen Heimatgefühl.”

Seine Einschätzung zur aktuellen Situation

Auf seine Einschätzung zur Situation seines ersten Profivereines angesprochen, zeigte sich der Torwart-Titan optimistisch: “Der Fußball hat sich stark verändert, das ist heute eine ganz andere Welt. Der Abstand zwischen den sogenannten Spitzenclubs und kleineren Clubs – auch finanziell – wird immer größer. Dementsprechend schwerer haben es auch die kleineren Clubs sich zu behaupten und sich durchzusetzen. In dieser „neuen“ Fußballwelt muss der KSC versuchen sich zu etablieren, als Traditionsverein hat er da sicherlich immernoch einen Wettbewerbsvorteile und baut sich jetzt ja auch mit dem neuen Stadion und auch der Investition in den Nachwuchsbereich neu auf. Dadurch hat der KSC eine gute Chance für die Zukunft.”