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It´s Derby-Time der KSC gastiert in Stuttgart

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Ein Spiel auf das ganz Baden-Württemberg hin fiebert. Der Fußballklassiker des Landes – VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC. Ein Fußballspiel bei dem die Rivalität mehr neben, als auf dem Platz ausgetragen wird. Die VfB-Anhänger haben dies in den Wochen vor dem Spiel schon zelebriert. Egal ob beschmierte Bahnen im KVV Bezirk oder der neuste Streich – in der Nacht auf Freitag musste der „Nackte Mann“ am Wildparkstadion dran glauben. Auf dem Bauch steht jetzt “VfB” und das “beste Stück” wurde rot angemalt. Natürlich ist nicht bekannt ob es Fans des VfB waren – aber es ist schwer davon auszugehen.

Entscheidung fällt auf dem Spielfeld

Eigentlich sollte sich aber alles um das Spiel drehen. Sportlich soll es entschieden werden. VfB-Trainer Tim Walter heizte bei der Pressekonferenz am Donnerstag die angespannte Lage noch mehr an. Kein Gegentor will er zulassen und der VfB wird mehr investieren als der KSC. Alois Schwartz äußerte sich auf Nachfrage deutlich:“ Ich weiß nicht aus welchem Gesichtspunkt er das so gesagt hat. Mit Respekt hat es nicht sehr viel zu tun, vor allem für uns als Gegner. Vielleicht hat er es wegen des Marktwerts gesagt, wie gut sie eigentlich sind und wie schlecht wir eigentlich sind. Ich denke wir sollten die Antwort auf dem Platz geben das ist das Wichtigere“. Die Badener können mit voller Mannstärke nach Stuttgart reisen. Bis auf den langzeitverletzten Sven Müller und den noch im Aufbau befindenden Marco Djuricin, sind alle an Board. Daniel Gordon spricht für das komplette Team:“ Da ist Feuer drin!  Man bekommt das einfach mit. Die letzten zwei Wochen war es das Thema. Wenn man irgendwo war, wurde man über das Spiel angesprochen. Wir sind uns bewusst was auf dem Spiel steht. Es ist kein „Alles oder Nichts“ Spiel aber am Ende des Tages wollen wir ganz Karlsruhe und auch uns selber glücklich machen. Mit dem nötigen Engagement und mit der nötigen Aggressivität wollen wir das Spiel angehen um letztlich dieses Derby nach Hause zu fahren“.

 

1965 gab es den letzten KSC Sieg in Stuttgart

Am 13.02.1965 gewann der KSC das letzte Mal im schwäbischen beim VfB. Dieser Durststrecke soll jetzt ein Ende gesetzt werden. Stuttgart will als Absteiger gleich wieder hoch in Liga 1. Der KSC als Neuling nicht wieder runter. Die Schwaben befinden sich gerade in einer Selbstfindungsphase. Zwar steht der VfB noch auf Platz drei der Tabelle, hatte aber in den letzten fünf Ligaspielen drei Niederlagen einstecken müssen, die bitterste vor zwei Wochen gegen Liganeuling Osnabrück. Seither ist die Stimmung in der Landeshauptstadt angespannt. Wenn nun der KSC dort noch punkten würde – wäre das eine Schmach für die Schwaben und da macht es die Lage nicht besser, dass mit dem KSC ein Verein kommt, welcher seit nun acht Ligaspielen ungeschlagen ist. Nach dem Sieg gegen Sandhausen Mitte September, ließen die Blau-Weißen keine Niederlage mehr zu. Zwar gab es sieben Unentschieden aber die Mannschaft zeige oftmals Moral um drohende Niederlagen in den letzten Minuten doch noch abzuwenden. Daher gehen die Badener mit breiter Brust nach Stuttgart und wollen sich nicht verstecken, auch wenn die Favoritenrolle beim VfB liegt. Auch KSC-Trainer Schwartz wurde von diesem Derby-Flair angesteckt: „Dieses Derby gibt es ja schon lange. 1965 war der letzte Sieg des KSC in Stuttgart. Dadurch ist es natürlich auch etwas aufgeputscht, man will gegen die Schwaben gewinnen. Die Stuttgarter sagen das andersrum – es ist eine gute Rivalität aber ich hoffe eine Gesunde und Faire“.

 

Polizei appelliert an die Fans

Fair soll es bleiben – weil alle wegen einer Sache da sind: dem Fußball. Daher appellieren nicht nur die KSC und VfB Verantwortlichen an die Vernunft der Fans – auch Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich in einer Videobotschaft an beide Fan-Lager: „Ich hoffe, dass alles auch mit fairen Mitteln abläuft. Seid vernünftig, unterstützt eure Mannschaft, aber bleibt Fair“, so Löw unter der Woche vor dem Derby. Auch die Stuttgarter Polizei meldete sich vor dem brisantesten Spiel des Jahres. Eine frühzeitige Anreise wird empfohlen, es kommt zu längeren Einlasskontrollen und Rucksäcke und Taschen sind verboten. Zudem sollen KSC-Fans nicht mit Fanutensilien außerhalb des Gästeblocks zum Stadion kommen. Der Einlass kann verweigert werden. Die Polizei Baden-Württemberg ist mit mehreren hundert Beamten im Einsatz. Zudem wird ein Hubschrauber die Lage um das Stadion beobachten. Ebenso sind Wasserwerfer im Einsatz – Polizeisprecher Stephan Widmann hofft auf ein faires und friedliches aufeinandertreffen: “Alle Fans die ins Stadion möchten sollen sich grundsätzlich mal friedlich verhalten. Wir wollen die Stimmung nicht vermiesen das ist nicht unser Ding. Aber wer das Gesetzt übertritt und Gewalt gegen Personen und Gegenstände anwendet wird das Spiel nicht sehen – das ist eine ganz klare Botschaft von uns“.

Wir hoffen auf ein tolles Fußballspiel und ein spannendes Derby ohne größeren Vorkommnisse neben und auf dem Platz. Wer keine Karten für das Spiel am Sonntag um 13:30 Uhr in der Mercedes Benz-Arena bekommen hat, kann das Spiel bei uns im Radio verfolgen. Auch der KSC bietet den Fans ein Public Viewing an und zwar im Fanzelt hinter der Haupttribüne – los geht es da ab 12 Uhr.