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Urteil im Stadion-Streit zwischen Karlsruher SC und Stadt gefallen

Karlsruhe (pm/cmk) Der KSC hat bereits im August beim Landgericht Karlsruhe den Erlass von insgesamt vier einstweiligen Verfügungen gegen die Stadt Karlsruhe beantragt. So sollte nach Angaben des Vereins verhindert werden, dass "gravierende Nachteile" für Zuschauer und den Verein entstehen. Es ging unter anderem um die Herausgabe von Dokumenten, Sonderleistungen beim Stadion-Neubau und das Betriebskonzept für die Verpflegungsstände. Nun hat das Landgericht am Freitag das Urteil gefällt.

Symbolbild: Fotolia

Erfolg für den Karlsruher SC bei Informationsanspruch und Kiosken

Nach Auffassung der Kammer muss der Karlsruher SC über die Situation von Zusatzkosten informiert werden. Die Stadt muss daher den Vertrag mit dem Totalunternehmer BAM Sports GmbH an den Karlsruher SC aushändigen, sodass dieser seine Rechte wahrnehmen kann. Auch im Streit um die Verkaufskioske im neuen Stadion fiel das Urteil zu Gunsten des Vereins. Die Richterin hat der Stadt eine Planung ohne die Zustimmung des KSC untersagt. Weiterhin darf die Stadt keine Blanko-Kostenübernahmen vom KSC fordern. 

Baugenehmigungsverfahren wird nicht gestoppt – Business-Bereich mit Stützen

Zu Gunsten der Stadt verkündete die Richterin, dass das laufende Baugenehmigungsverfahren nicht gestoppt werden muss. Nach Auffassung der Kammer stehe dem Karlsruher SC dieses Recht als Pächter nicht zu. Zudem konnte sich die Forderung des Vereins, die Planung des Business-Bereiches zu ändern, nicht durchsetzen. Nach Auffassung der Kammer war diese Planung bereits im Jahr 2018 vorgelegt worden, davon soll auch der KSC gewusst haben. In diesem Fall hätte der Verein schon früher reagieren können. 

Problemkind Stadionneubau: KSC zieht gegen Stadt Karlsruhe vor Gericht