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Darmstadt ringt den Karlsruher SC nieder

Karlsruhe (jl) - Mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen, wollte der Karlsruher SC an Allerheiligen (Feiertag) gegen den hessischen Nachbarn Darmstadt 98 gleich nachlegen. Nach einem hochspannenden Spiel stand der KSC mit leeren Händen da - die Blau-Weißen unterlagen den Lilien mit 3:4.

Foto: GES/Markus Gilliar

Große Chance für die Karlsruher

Trainer Eichner musste vor der Begegnung etwas umstellen. Dominik Kother hatte gegen Nürnberg die Gelb-Rote Karte gesehen und musste somit pausieren. Für ihn startete Marvin Wanitzek auf der Außenbahn. Zudem nahm Marco Djuricin auf der Bank platz, Benjamin Goller bekam den Vorzug. Ansonsten blieb alles wie nach dem 1:1 letzte Woche in Nürnberg. Mit einem Sieg gegen die Hessen könnte der KSC heute einen weiten Sprung nach oben machen und auch Darmstadt hinter sich lassen. Genug Selbstvertrauen haben die Jungs tanken können. Nach dem 3:0 Heimerfolg gegen Sandhausen und dem Pünktchen auswärts in Nürnberg, kamen die Karlsruher langsam in Fahrt.

KSC startet mit Pressing

Darmstadt hatte nach dem Anpfiff den Ball und wollte ihn nicht her geben und da hilft nur Pressing. Die Karlsruher zwangen die Darmstädter in die eigene Hälfte und versuchten so Fehlpässe der Lilien zu erzwingen. Das hat in der Anfangsphase auch gut geklappt. Nach 9 Minuten kamen die Darmstädter aber mal druch - mit dem ersten Angriff gleich das erste Tor. Die rechte Abwehrseite des KSC hat den Darmstädtern zu viel Platz gelassen und in der Mitte stand Tobias Kempe der denn Ball über die Linie drücken konnte. Bitter für die Karlsruher, die stark begonnen hatten, dann aber durch zu viel nachlässigkeit in der Abwehr den Hessen dieses Tor geschenkt hatten. Die Führung gab den Lilien etwas mehr Schwung - sie aggierten nun mutiger und standen auch deutlich Höher. Trotzdem lies sich der KSC nicht aus dem Konzept bringen und versuchte sein Spiel durchzudrücken - frühes stören und druckvoll über die Außenbahnen in Richtung gegnerischen Sechzehner vorzupressen.

KSC gleicht aus

Der KSC hatte immer wieder schöne Angriffe, aber am Darmstädter Sechzehner war dann meistens Ende. Nicht jedoch in der 22. Minute. Jerome Gondorf konnte den Ball nach einer Klärungstat der Darmstädter zurückerobern und sich über die linke Seite durchsetzten. Sein Pass in die Mitte landete bei Philipp Hofmann - den ersten Abschluss konnte Schuhen auf der Linie noch klären, aber der Nachschuss von Hofmann war unhaltbar. Verdienter Ausgleich zu diesem Zeitpunkt, da der KSC einfach mehr für das Spiel machte. In der 35. Minute hatte der Karlsruher SC die Chance auf 2:1 zu erhöhen. Ein fehlgeschlagener Rückpass von Bader zu seinem Keeper Schuhen nutze Hofmann und lief alleine auf den Torhüter zu. Er musste nur noch Fragen in welche Ecke Marcel Schuhen den Ball haben wollte - entscheid sich aber den Schlussmann zu tunneln und das ging in die Hose, dieser hatte die Beine blitzschnell zu.

Elmeter für den KSC

Nach einem Eckball kam Hofmann zum Kopfball - der Ball prallte an den Pfosten, aber Hofmann wurde vom Darmstädter Verteidiger mit den Stollen am Gesicht getroffen. Daher entschied Schiedsrichter Arne Aarnink auf Elfmeter. Wanitzek trat gegen Schuhen an. Rechts unten keine Chance für den Torhüter Warnitzek erhöhte in der 44. Minute auf 2:1 für den KSC.

KSC führte zur Pause

Mit dem 2:1 ging es in die Pause. Der Auftritt des KSC, bis zu diesem Zeitpunkt, war sehr gut und die Führung war auch verdient. Beide Teams blieben nach der Halbzeitpause unverändert. Keine 40 Sekunden waren von der Uhr als Kyoung-Rok Choi zum Abschluss kam und den Ball knapp am Tor vorbei setzte. Auch die Darmstädter versteckten sich nicht. Die Lilien versuchten es immer wieder mit hohen Bällen in den KSC-Strafraum. Bis dato konnte die Blau-Weiße Abwehrreihe das alles noch entschärfen. Es war ein heiteres Spielchen in der Anfangsphase der zweiten Hälfte und ging schön hin und her.

Darmstadt wurde besser

Darmstadt hatte nach und nach mehr vom Spiel. In der 65. Minute belohnten sich die Lilien für das ständige Anrennen auf das Karlsruher Tor. Nach einem Freistoß kam der Ball hoch in den Karlsruher Strafraum - Victor Pálsson sprang rechtzeitig zum Flugkopfball los und traf zum 2:2. Nun mussn die Karlsruher schauen, dass ihnen das Spiel nicht noch komplett aus den Händen glitt. Keine zwei Minuten nach dem Ausgleichstreffer hatte der KSC wieder die rießen Chance zur Führung. Der inzwischen eingewechselte Lorenz flankte den Ball in den Strafraum. Hofmann kam zum Kopfball und hämmerte das Ding an die Latte. Zum zweiten Mal rettete das Aluminium, für die Darmstädter, an diesem Nachmittag.

Heiße Schlussphase

Das kurzweilige Spiel ging in die Schlussphase und keiner der beiden Teams machte Anstand sich mit dem einen Punkt begnügen zu wollen. Beide spielten weiter munter auf und versuchten den entscheidenden Treffer zu erzielen. In der 76. Minute gelang das dann den Lilien. Nach einem Eckball von der rechten Seite war es Serdar Dursun der sich gegen Fröde durchsetzte und zum 2:3 einköpfte. Die Hessen drehten das Spiel.

KSC kam wieder

Der KSC lies sich nicht unterkriegen. In der 81. Minute ging der Torregen im Wildpark weiter. Nach einem Freistoß bekam Darmstadt den Ball nicht geklärt und Hofmann kam irgendwie an den Ball und hämmerte das Leder zum 3:3 rein. Der KSC wurde müde - die Hessen warfen nochmal alles nach vorne, sie wollten sich mit einem Punkt nicht zufrieden geben.

Dramatische Nachspielzeit

Pech für den KSC - Kobald bekam nach einem Schuss den Ball an die Hand. Damit war das Schicksal des KSC besiegelt. Elfmeter für Darmstadt und Platzverweis für Kobald. Tobias Kempe trat gegen Gersbeck an und machte den Ball unten Rechts zum 3:4. Das war auch die letzte Aktion im Spiel. Der KSC stand am Ende mit leeren Händen da, obwohl sie sich einen Punkt mehr als verdient hätten. Nun heißt es abschütteln und weitermachen am kommenden Sonntag ist der KSC bei St. Pauli zu Gast. Los gehts um 13:30 Uhr.