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Corinna Müller-Kraus /dnw

DFB-Ermittlungen wegen Pyro bei Wildpark-Abschiedsparty: Supporters Karlsruhe melden sich zu Wort

Karlsruhe (pm/as/cmk) Das ist bitter: Nach dem Gänsehaut-Abschied für das Karlsruher Wildparkstadion am vergangenen Samstag ermittelt der DFB (Deutscher Fußball-Bund). Grund: die Pyroshow nach dem Spiel gegen die Würzburger Kickers. Der KSC teilte am Mittwoch mit, dass er eine Stellungnahme dazu abgegeben habe: Demnach wurde die Ligapartie ordnungsgemäß beendet, bevor die Abschiedsfeier begann. Das Programm sei abgestimmt gewesen – auch der Veranstalter der Abschiedsparty, die Supporters Karlsruhe, meldeten sich nun zu Wort.

Stellungnahme der Supporters Karlsruhe 1986 e.V.

In einer Pressemitteilung des offiziellen Fandachverbandes vom KSC, den Supporters Karlsruhe 1986 e.V., äußerte sich der eigentliche Veranstalter der Abschiedsparty zu den DFB-Ermittlungen. “Es war uns als Supporters Karlsruhe 1986 e.V., offizieller und vereinsunabhängiger Fandachverband des Karlsruher SC, daher eine besonderes Ansinnen, gemeinsam mit der Fanszene des KSC dem Abschied vom Wildpark einen besonderen Rahmen zu geben und allen KSC-Fans hierzu eine kostenlose Abschiedsshow zu bieten.” Man habe die Veranstaltung angemeldet und sie durch die Stadt- und Ordnungsbehörden genehmigen lassen, so heißt es weiter in der Mitteilung. “Im Rahmen dieses würdigen Abschiedes von unserem Stadion kam es im Finale der Veranstaltung auch zum organisierten Abbrennen von Handfackeln im Stadioninnenraum. Auch hierfür lag uns die notwendige Genehmigung vor! Die Fackelträger waren im Vorfeld eingewiesen und die Standposition jedes einzelnen festgelegt. Eine entsprechend positiv ausgefallene Stellungnahme eines Pyrotechnikers lag außerdem im Zuge des Genehmigungsprozesses vor”, so die Supporters.

Weiterhin stellen sie in der Pressemeldung klar, dass sie als Verein nicht dem Deutschen Fußball-Bund angeschlossen sind und jegliche Einmischung und Ermittlung des Fußballverbandes bezüglich ihrer eigenen Veranstaltung entschieden zurückweisen. Auf Seiten des Fandachverbandes zeigt man sich schockiert über die aktuelle Diskussion: “Wir sind überrascht, dass der Verband hier bewusst eine Konfrontation mit dem KSC sucht. Einzig allein wir als Veranstalter wären der richtige Adressat für Fragen des Verbandes, dem gegenüber wir wiederum aufgrund deren Nichtzuständigkeit nicht aussagepflichtig sind.” Außerdem kündigten die Supporters Karlsruhe an, weitere Schritte des Verbandes zu beobachten und gegebenenfalls auch rechtlich dagegen vorzugehen.

Bei Pyrotechnik sieht DFB rot

Die Aufsehen-erregenden Bilder vom Abschied im alten Wildparkstadion in Karlsruhe am 3. November wurden kräftig in den Sozialen Netzwerken und auch in der überörtlichen Presse verbreitet – das hatte man wohl auch beim DFB gesehen. Und der versteht beim Thema Pyrotechnik im Stadion keinen Spaß, wie der KSC auch schon einige Male leidvoll erfahren musste. In diesem Fall aber fühlt sich der Verein zu Unrecht im Verdacht.

KSC reagiert auf DFB-Ermittlungen

Die Veranstaltung des Meisterschaftsspiels des KSC gegen die Würzburger Kickers am vergangenen Samstag wurde nach der Pressekonferenz mit einer Durchsage des Stadionsprechers formal und ordnungsgemäß beendet. Danach fand im Wildparkstadion eine neue Veranstaltung „Abschied Wildparkstadion“ statt. Diese Veranstaltung war eine separate Veranstaltung. Veranstalter war der Verein „Supporters Karlsruhe 1986 e.V.“. Zu dieser wurde zwischen den „Supporters Karlsruhe 1986 e.V.“ und den Behörden Branddirektion, Polizei, Bauordnungsamt, Ordnungs- und Bürgeramt sowie dem städtischen Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark behördliches Einvernehmen hergestellt und alle erforderlichen Genehmigungen erteilt.