Top-News – die neue welle https://www.die-neue-welle.de Immer deine Lieblingsmusik. Mon, 23 Mar 2026 06:55:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Thomas Jung wird neuer Oberbürgermeister von Baden-Baden https://www.die-neue-welle.de/jung-wird-neuer-oberbuergermeister-von-baden-baden-1870863/ Mon, 23 Mar 2026 05:00:43 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1870863 Baden-Baden (dk) – Baden-Baden hat entschieden: Thomas Jung ist neuer Oberbürgermeister der Kurstadt. In der Stichwahl am Sonntag setzte er sich mit 57,3 Prozent der Stimmen gegen Lencke Wischhusen durch, die auf 42,7 Prozent kam.

Entscheidung nach Stichwahl

Nachdem im ersten Wahlgang am 8. März keiner der acht Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte, war eine Stichwahl nötig geworden. Dort traten nur noch die beiden Bestplatzierten gegeneinander an: Thomas Jung und Lencke Wischhusen.

Schon im ersten Wahlgang hatte Jung vorne gelegen. Er kam damals auf 37,0 Prozent, Wischhusen auf 31,4 Prozent. In der Stichwahl reichte nun die einfache Mehrheit.

Lange Vakanz im Rathaus endet

Mit dem Wahlergebnis ist auch eine längere Hängepartie in Baden-Baden beendet. Nach langer Vakanz ist der Chefsessel im Rathaus jetzt wieder besetzt.

Der parteilose Thomas Jung, Ex-SWR3-Chef und Medienmanager, wird damit künftig die Geschicke der Stadt Baden-Baden leiten. Sein parteiloser Amtsvorgänger Dietmar Späth war Ende des vergangenen Jahres nach langer Krankheit wegen Dienstunfähigkeit aus dem Amt geschieden. Eigentlich hätte seine achtjährige Amtszeit erst 2030 geendet.

Deutlich niedrigere Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung lag in der Stichwahl bei 41,9 Prozent. Damit gingen deutlich weniger Menschen zur Wahl als noch im ersten Wahlgang. Damals hatte die Wahlbeteiligung 56,6 Prozent betragen.

Acht Kandidaten im ersten Wahlgang

Im ersten Wahlgang waren ursprünglich acht Kandidaten angetreten, darunter sieben Männer. Weil niemand die notwendige Mehrheit von mehr als 50 Prozent erreichte, musste die Entscheidung in einer Stichwahl fallen.

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Schweitzer: Niederlage in Baden-Württemberg als Rucksack https://www.die-neue-welle.de/schweitzer-niederlage-in-baden-wuerttemberg-als-rucksack-1870953/ Mon, 23 Mar 2026 03:11:46 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1870953

Mainz (dpa/tk) – Nach seiner überraschend deutlichen Niederlage sieht SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer aus Bad Bergzabern die Gründe vor allem in Berlin – und in Stuttgart. «Die Niederlage in Baden-Württemberg wurde mir auch in den Rucksack gelegt», sagte Schweitzer.

Gegen den Wind

Der abgewählte rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht auch im Abschneiden der SPD in Baden-Württemberg einen Grund für seine eigene Schlappe. Die Sozialdemokraten hatten vor zwei Wochen im Südwesten mit 5,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt hinnehmen müssen.

In Rheinland-Pfalz habe die SPD zuletzt noch eine große Aufholjagd hingelegt, sagte Schweitzer – «gegen den Wind und gegen den Trend». Das SPD-Ergebnis in Rheinland-Pfalz sei fast doppelt so hoch wie im Bund. «Meine Persönlichkeitswerte konnten es am Ende nicht rumreißen.»

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Die SPD werde auch jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. «Wir werden in dem Stil, in dem wir Wahlkampf gemacht haben, weiter Verantwortung übernehmen.»

«Ich hatte aber oft das Gefühl, wir rennen gegen einen Berg an», sagte Schweitzer im ZDF-«heute journal» auch mit Blick auf die Bundes-SPD. «Nicht alle Ursachen dieses Ergebnisses liegen in Rheinland-Pfalz. Das ist eine Rückmeldung, die ich aus vielen Teilen des Landes heute Abend bekomme.»

CDU gewinnt in Rheinland-Pfalz

Die CDU ist bei der Landtagswahl klar stärkste Kraft geworden. Nach dem vorläufigen Ergebnis des Landeswahlleiters kam die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Gordon Schnieder auf 31,0 Prozent. Die seit 35 Jahren in Rheinland-Pfalz regierende SPD kam auf 25,9 Prozent.

Die AfD erreichte von allen Parteien die höchsten Zuwächse und erreichte mit 19,5 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Die bislang an der Ampel-Regierung beteiligten Grünen erhielten 7,9 Prozent der Stimmen. Die FDP verpasste mit 2,1 Prozent den Wiedereinzug in den Mainzer Landtag. Die Linke scheiterte mit 4,4 Prozent.

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CDU gewinnt in Rheinland-Pfalz – SPD verliert nach fast 35 Jahren die Macht https://www.die-neue-welle.de/cdu-gewinnt-in-rheinland-pfalz-spd-verliert-nach-fast-35-jahren-die-macht-1870854/ Sun, 22 Mar 2026 17:17:09 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1870854 Rheinland-Pfalz (dpa/dk) – Nach fast 35 Jahren ist Schluss: Die SPD verliert in Rheinland-Pfalz das Amt des Ministerpräsidenten an die CDU. Für die Christdemokraten ist es ein klarer Wahlsieg, für die Sozialdemokraten ein historischer Absturz. Auch die AfD legt stark zu und erzielt ihr bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland.

CDU vorne – SPD auf historischem Tief

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die CDU nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF mit 30,8 Prozent vorne. 2021 hatte sie noch 27,7 Prozent erreicht.

Die SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer fällt dagegen deutlich zurück und kommt nur noch auf 25,8 Prozent. Bei der letzten Wahl waren es noch 35,7 Prozent. Damit erreicht die Partei ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz.

AfD verdoppelt Ergebnis

Großer Gewinner ist auch die AfD. Sie kommt auf 19,8 Prozent und kann damit ihr Ergebnis von 2021 mit damals 8,3 Prozent mehr als verdoppeln. Es ist ihr Rekordwert bei einer Landtagswahl in einem westdeutschen Bundesland.

Die Grünen verlieren leicht und liegen bei 7,9 Prozent. Die Freien Wähler kommen auf 4,2 Prozent, die Linke auf 4,4 Prozent. Beide scheitern damit voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde.

Auch die FDP verpasst klar den Einzug in den Landtag. Sie erreicht nur 2,1 Prozent und muss das Parlament nach zehn Jahren verlassen.

Vieles spricht für Schwarz-Rot

Seit zehn Jahren wird Rheinland-Pfalz von einer Koalition aus SPD, Grünen und FDP regiert. Nun deutet alles auf eine große Koalition unter CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder hin.

Andere Bündnisse sind entweder rechnerisch nicht möglich oder politisch ausgeschlossen. Alexander Schweitzer hat bereits erklärt, nicht als Minister in eine CDU-geführte Landesregierung einzutreten.

Sitze im Landtag

Nach den Hochrechnungen erhält die CDU 36 oder 37 Sitze im Landtag. Die SPD kommt auf 31 Sitze. Die Grünen erreichen 9 oder 10 Sitze, die AfD 24 Sitze.

Zur Wahl aufgerufen waren knapp drei Millionen Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag laut Hochrechnungen bei 65,5 bis 69,5 Prozent. 2021 waren es 64,3 Prozent.

Bedeutung über Rheinland-Pfalz hinaus

Für die CDU kommt der Sieg zu einem wichtigen Zeitpunkt. Zwei Wochen nach der knappen Niederlage in Baden-Württemberg ist das Ergebnis in Rheinland-Pfalz ein Erfolg zu Beginn des Wahljahres 2026.

Für die SPD dürfte die Niederlage auch im Bund für Diskussionen sorgen. Dort könnte der Druck auf die Parteispitze steigen. In der schwarz-roten Koalition in Berlin könnte das die Zusammenarbeit zusätzlich belasten – vor allem mit Blick auf die anstehenden Beratungen zu Krankenversicherung, Pflege und Rente.

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Stichwahl in Baden-Baden: Jung und Wischhusen kämpfen um das OB-Amt https://www.die-neue-welle.de/stichwahl-in-baden-baden-jung-und-wischhusen-kaempfen-um-das-ob-amt-1868469/ Fri, 20 Mar 2026 04:55:03 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1868469

Baden-Baden (dk) - Die Kurstadt steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Am 22. März wählen die Baden-Badener Bürgerinnen und Bürger Baden-Baden in der Stichwahl ihren neuen Oberbürgermeister. Nach dem ersten Wahlgang sind noch zwei Kandidaten im Rennen – Thomas Jung und Lencke Wischhusen. Damit Ihr Euch ein besseres Bild machen könnt, stellen wir Euch beide Kandidaten hier vor.

Erster Wahlgang ohne klare Mehrheit

Im ersten Wahlgang am 8. März konnte keiner der acht Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit von über 50 Prozent erreichen. Deshalb kommt es jetzt zur Stichwahl. Thomas Jung lag mit 37,0 Prozent vorne, gefolgt von Lencke Wischhusen mit 31,4 Prozent. Dahinter folgten weitere Bewerber mit deutlichem Abstand. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,6 Prozent.

In der Stichwahl treten nun ausschließlich die beiden bestplatzierten Kandidaten gegeneinander an. Eine freie Zeile für andere Namen gibt es nicht.Wer am 22. März die Mehrheit der Stimmen erhält, wird neuer Oberbürgermeister von Baden-Baden.

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Die Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz https://www.die-neue-welle.de/die-spitzenkandidaten-bei-der-landtagswahl-in-rheinland-pfalz-1867782/ Fri, 20 Mar 2026 04:00:35 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1867782 Das Duell um die Staatskanzlei Im Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten stehen vor allem zwei Namen im Mittelpunkt: Alexander Schweitzer von der SPD und Gordon Schnieder von der CDU. Beide ziehen für ihre Parteien als Spitzenkandidaten in die Wahl.

Alexander Schweitzer: Amtsinhaber mit erstem Votum

Alexander Schweitzer will Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz bleiben. Der 52-Jährige aus der Pfalz hat das Amt im Sommer 2024 von Malu Dreyer übernommen, die aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Jetzt stellt er sich erstmals direkt dem Votum der Wählerinnen und Wähler. Schweitzer ist seitdem viel im Land unterwegs. Seine politische Überzeugung: „Am Ende zählt immer die Nähe zu den Menschen“. Als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz setzt er sich besonders für die schwierige finanzielle Lage der Kommunen ein. Auch auf Bundesebene bringt er sich als stellvertretender SPD-Bundeschef immer wieder mit klaren Positionen ein. Privat ist Schweitzer Fan der Britpop-Band Oasis und des 1. FC Kaiserslautern. Die ersten sechs Jahre seines Lebens verbrachte er mit seiner Familie auf einem Binnenschiff, heute lebt er in Bad Bergzabern in der Südpfalz. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt seit rund zehn Jahren vegan.

Gordon Schnieder: CDU setzt auf Neuanfang

Für die CDU geht Gordon Schnieder ins Rennen. Der 50-Jährige ist Partei- und Fraktionschef und tritt zum ersten Mal als Spitzenkandidat an. Nach der Wahlniederlage 2021 setzte er sich in einem parteiinternen Machtkampf durch und tourt seitdem durchs Land, um bekannter zu werden. Schnieder lebt in Birresborn in der Eifel, zusammen mit mehreren Generationen unter einem Dach. Er ist dreifacher Vater und sagt, beim Wandern bekomme er den Kopf frei. Sein Bruder Patrick Schnieder ist Bundesverkehrsminister in Berlin. Gordon Schnieder sieht seine politische Rolle aber klar in Rheinland-Pfalz – nicht im Bund oder in Europa.

Jan Bollinger: AfD-Fraktionschef mit langer Parteierfahrung

Jan Bollinger führt die AfD in die Wahl. Der 48-Jährige wurde in Koblenz geboren und ist in Neuwied aufgewachsen. Er studierte Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre und arbeitete einige Jahre als Verwaltungsleiter in der Jugendhilfe. Seit 2013 ist Bollinger Mitglied der AfD, seit 2016 sitzt er im rheinland-pfälzischen Landtag. Nach einem internen Machtkampf übernahm er 2022 zunächst den Landesvorsitz und danach auch den Fraktionsvorsitz. In seiner Freizeit reist er gerne an Nord- und Ostsee, wandert am Mittelrhein, fährt Rad und hört Rock und Metal.

Katrin Eder: Grünen-Kandidatin mit Mainzer Erfahrung

Katrin Eder führt die Grünen in den Wahlkampf. Die 49-Jährige wurde in Mainz geboren und studierte dort Politik, Soziologie und öffentliches Recht. Eigentlich wollte sie nach dem Abitur Meeresbiologie in Kiel studieren. Ihre ersten politischen Erfahrungen sammelte Eder im Mainzer Stadtrat in der Sozialpolitik. Später war sie rund zehn Jahre als Verkehrs- und Umweltdezernentin in Mainz tätig. Heute ist sie Klimaschutz- und Umweltministerin in Rheinland-Pfalz. Eder bezeichnet sich selbst als hartnäckige Kämpferin und ehrlichen Typ. Sie ist Mutter von zwei kleinen Kindern, Fan von Mainz 05 und meist mit dem Rad unterwegs.

Rebecca Ruppert: Linke setzt auf Digitalisierungsexpertise

Rebecca Ruppert ist Spitzenkandidatin der Linken. Die 37-Jährige wurde in Mainz geboren und lebt inzwischen in Rheinhessen. Sie hat in den Niederlanden und Österreich studiert und für die Landesregierung ein Praktikum in Brüssel absolviert. Nach dem Studium arbeitete sie in der IT-Beratung und unterstützte vor allem Behörden bei der Verwaltungsdigitalisierung. Seit 2020 ist sie Mitglied der Linken, seit 2024 Landesvorsitzende. Ruppert spricht Niederländisch, Französisch und Englisch fließend. In ihrer Freizeit spielt sie Volleyball und liest.

Daniela Schmitt: FDP mit Ministerin an der Spitze

Für die FDP tritt Daniela Schmitt an. Die 53-Jährige aus Rheinhessen war früher Leistungsschwimmerin im Verein und fährt traditionell direkt nach Weihnachten Ski. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau und arbeitete vor ihrer politischen Karriere als Regionaldirektorin bei der Mainzer Volksbank. Zur FDP kam Schmitt erst mit über 30 Jahren. Zunächst war sie Wirtschafts-Staatssekretärin unter Volker Wissing, nach der Landtagswahl 2021 wurde sie Wirtschaftsministerin. Im April 2025 wurde sie nach einem parteiinternen Machtkampf mit 67,5 Prozent der gültigen Stimmen zur FDP-Landeschefin gewählt. Sie lebt mit ihrem Mann in ihrem Geburtsort Alzey bei Mainz.

Joachim Streit: Freie Wähler mit Rückkehrplänen

Joachim Streit ist der Spitzenkandidat der Freien Wähler. Der 60-Jährige hatte seine Partei 2021 erstmals in den Landtag geführt, wechselte nach der Europawahl aber ins Europaparlament nach Brüssel. Nun soll er die Freien Wähler wieder in den Landtag führen. Streit kündigt an, bei einem Wiedereinzug nach Mainz zurückzukehren – diesmal für die gesamte Wahlperiode. Er ist der einzige der sieben Spitzenkandidaten, der in keinem Wahlkreis direkt kandidiert. Der gebürtige Trierer war lange Bürgermeister und Landrat und versteht sich als Stimme der Kommunen. Streit ist Jurist und dreifacher Vater.

Sieben Parteien, viele Persönlichkeiten

Sieben Parteien haben bei der Wahl am 22. März die Chance auf den Einzug in den Landtag. Klar ist schon jetzt: Neben Programmen und Themen werden auch die Persönlichkeiten der Spitzenkandidaten eine wichtige Rolle spielen.]]>
Ein Großprojekt geht an den Start: Calw hat ein neues Krankenhaus https://www.die-neue-welle.de/ein-grossprojekt-geht-an-den-start-calw-hat-ein-neues-krankenhaus-1869246/ Thu, 19 Mar 2026 03:21:00 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1869246 So lief der Bau Im Jahr 2013 haben die Planungen für die Zukunft der Kliniken in Calw und Nagold begonnen. Trotz klammer Kassen des Landkreises Calw sollte die Gesundheitsversorgung in der Region gesichert werden. Dabei wurde entschieden, dass das Klinikgebäude in Calw neu gebaut und das Gebäude in Nagold generalsaniert wird. Der Neubau der Calwer Klinik auf dem Stammheimer Feld dauerte fast fünf Jahre. Im Medizinkonzept 2030 legte der Landkreis gemeinsam mit dem Klinikverbund Südwest eine Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung fest. So sollten beide Krankenhäuser in Calw und Nagold erhalten werden. Das medizinische Angebot in Nagold sollte weiter ausgebaut werden. Die Geburtshilfe zog deshalb von Calw nach Nagold. Das hatte zu großem Protest in Calw geführt. Der Neubau des Klinikums mit Außenanlage und Parkhaus kostet laut Landkreis rund 142 Millionen Euro. Finanziert wurde der Bau vom Landkreis Calw mit einer Förderung in Höhe von 42,5 Millionen Euro durch das Sozialministerium Baden-Württemberg.

Neuer Gesundheitscampus in Calw

Der Neubau der Klinik ist Teil des neuen Gesundheitscampus in Calw. Dieser besteht aus drei Teilen: Neben der Klinik soll es zusätzlich ein Zentrum für Seelische Gesundheit und ein Haus der Gesundheit geben. In Zukunft sollen alle drei Teile eng zusammenarbeiten. Mit diesem Konzept will der Kreis gemeinsam mit dem Klinikverbund die zukünftige medizinische Versorgung in der Region sicherstellen. Laut Klinikverbund soll im Haus der Gesundheit nicht nur das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) angegliedert werden, sondern auch verschiedene Arztpraxen und Beratungsangebote.

Darauf sind Ärztinnen und Ärzte spezialisiert

Insgesamt sollen 189 Betten Platz im neuen Gebäude des Calwer Krankenhauses haben, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Calw. Außerdem soll der Neubau drei Operationssäle und einen ambulanten OP-Saal haben. Die Klinik gehört zum Klinikverbund Südwest, der unter anderem Krankenhäuser in Nagold und Böblingen betreibt. Träger des Verbunds sind die Landkreise Calw und Böblingen. Insgesamt neun Fachbereiche sollen in Calw in Zukunft behandelt werden. Spezialisiert sind die rund 100 Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus unter anderem auf Orthopädie und Unfallchirurgie, aber auch auf Innere Medizin und auf Krankheiten bei älteren Menschen.]]>
Trotz Mängeln am Wildpark-Stadion: Mentrup lobt „gute Partnerschaft“ mit Baufirma https://www.die-neue-welle.de/trotz-maengeln-am-wildpark-stadion-mentrup-lobt-gute-partnerschaft-mit-baufirma-1869120/ Wed, 18 Mar 2026 15:14:15 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1869120 Karlsruhe (dk) – Gab es Streit zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Bauunternehmen Zech? Rund um die Mängel am Wildpark-Stadion war zuletzt genau davon die Rede. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup weist das aber zurück. Im Interview spricht er von einer guten Zusammenarbeit, einer Einigung ohne Gerichtsverfahren und einem klaren Plan für die noch offenen Bolzen am Dach.

6.200 Mängel sind laut Mentrup weitgehend abgearbeitet

Die Zahl klingt zunächst gewaltig: 6.200 Mängel standen nach der Abnahme des Stadions auf der Liste. Für Mentrup ist das aber kein Zeichen dafür, dass beim Bau grundsätzlich etwas schiefgelaufen ist.

„Die 6200 Mängel sind ja bei der Abnahme vor etwa zweieinhalb Jahren festgestellt worden, und die sind jetzt eigentlich alle abgearbeitet“, sagt der Oberbürgermeister. Die Größenordnung sei bei einem solchen Projekt „durchaus völlig normal“.

Mentrup erklärt auch, dass sich hinter der hohen Zahl ganz unterschiedliche Punkte verbergen. So könne es dabei auch um kleinere Dinge gehen, etwa wenn „mal eine Fußleiste falsch verklebt“ sei oder „mal ein Dübel zu sehr aus der Wand raus“ schaue.

Das Problem sind jetzt die Bolzen im Dach

Im Mittelpunkt steht inzwischen ein anderes Thema: Korrosionsschäden an Bolzen in der Dachkonstruktion. Laut Mentrup geht es dabei nicht um einen klassischen Abnahmemangel, sondern „eher ein sogenannter Gewährleistungsmangel“.

Nach seinen Angaben geht es um mehr als 500 Bolzen. Dem Gemeinderat werde kommenden Dienstag ein Sanierungskonzept für die Bolzen vorgeschlagen, „das sicherstellt, dass Zech auf seine Kosten jetzt die Bolzen ausreichend untersucht.“

Kein Prozess, sondern Schlussstrich

Am Dienstag soll der Gemeinderat über genau diese Schlussvereinbarung entscheiden. Mentrup macht deutlich, dass Stadt und Zech sich bewusst gegen einen Rechtsstreit entschieden haben.

Zuvor hatten sich nach seinen Worten über die Zeit Forderungen auf beiden Seiten aufgebaut. „Wir haben zeitweise Forderungen gehabt von 3,8 Millionen in der Einrichtung von 4,5 Millionen in der anderen Richtung“, sagt Mentrup. Am Ende sei der Abstand immer kleiner geworden. „Und da haben wir jetzt gesagt, wegen der letzten 50.000 € Differenz gehen wir jetzt nicht vor Gericht.“

Mentrup spricht von guter Partnerschaft mit Zech

Von einem Zerwürfnis will der Oberbürgermeister deshalb ausdrücklich nicht sprechen. Im Gegenteil: Er hebt die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen hervor.

„Und dank der guten Partnerschaft mit Zech haben wir jetzt auch ein sehr gutes Ergebnis gemeinsam vereinbaren können“, sagt Mentrup. Später nennt er die Einigung sogar „ein sehr harmonisches gemeinsames Ergebnis“.

Aus seiner Sicht ist das vor allem für die Stadt ein wichtiger Punkt. Denn ein Gerichtsverfahren hätte nach seinen Worten viel Zeit, Geld und Personal gebunden. Die jetzige Lösung schütze „uns vor allen weiteren Auseinandersetzungen“.

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Baden-Württemberg importiert weniger Spargel https://www.die-neue-welle.de/baden-wuerttemberg-importiert-weniger-spargel-1868013/ Wed, 18 Mar 2026 03:14:52 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1868013

Bruchsal/Fellbach (dpa/tk) – In Baden-Württemberg hat die Spargelsaison begonnen. Spätestens zu Ostern soll es genug heimische Stangen für alle geben. Welche Rolle spielt dabei Spargel aus dem Ausland? Das Statistische Landesamt liefert einen Einblick. Außerdem findet ihr hier ein paar ausgefallene Spargel-Rezepte!

Spargel aus Spanien, Südamerika und Griechenland

Baden-Württembergs Spargel-Importe sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das teilte das Statistische Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse der Außenhandelsstatistik in Fellbach bei Stuttgart mit. Demnach seien 2025 rund 2.900 Tonnen frischer oder gekühlter Spargel importiert worden. Das seien 640 Tonnen oder 18,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mehr als die Hälfte (52,1 Prozent) kam aus Spanien. Gefolgt von Mexiko (14,9 Prozent), Italien (10,4 Prozent), Peru (8,6 Prozent) und Griechenland (5,4 Prozent).

Mögliche Gründe für den Rückgang

Eine Erklärung für den Rückgang nannten die Statistiker nicht. Simon Schumacher, Geschäftsführer beim Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE), sieht mehrere mögliche Ursachen. So sei der Spargelkonsum pro Kopf leicht zurückgegangen. Auch die Erntemenge in Baden-Württemberg sei 2025 um rund zwei Prozent zurückgegangen. Laut Verband sind im vergangenen Jahr 8.442 Tonnen in Baden-Württemberg geerntet worden. In Spanien habe es im vergangenen Jahr Hochwasser und Ernteausfälle gegeben, sagte Schumacher. Zudem seien die deutschen Spargelanbauer mit der Ernte früh dran gewesen, was die Importe für gewöhnlich etwas verdränge. Außerdem sei die Nachfrage im Handel nach grünem Spargel aus Deutschland gestiegen.

Leckerer Spargel-Rezepte

Die Spargelzeit steht in den Startlöchern – doch nicht immer müssen die Stangen weich gekocht und in Sauce Hollandaise ertränkt werden. Es gib noch andere, leckerer Spargelvarianten: Gedünsteter Spargel Hierfür benötigt Ihr eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe, beides schön klein geschnitten. Bei der Wahl des Spargels können Sie selbst entscheiden, ob grüner oder weißer. Sollten Sie sich jedoch für den weißen entscheiden, schälen Sie diesen gründlich. Beim grünen Spargel ist dies nicht nötig. Anschließend schneidet Ihr die Stangen in rohem Zustand in ungefähr 5 cm lange Stücke. Mit etwas Olivenöl, Zwiebel und Knoblauch in einer Pfanne auf mittlerer Hitze andünsten und die Spargelstücke dazu geben. Nach etwa 10 Minuten sollten die Spargelstücke die perfekte Garstufe erreicht haben. Jetzt heißt es nur noch mit etwas Salz und Pfeffer und – wer mag – mit Salbei oder Thymian abschmecken und mit Pasta oder einem Toast servieren. Die Biskuit-Spargel-Rolle Zuerst einen herzhaften Biskuit-Teig anrühren: 3 Eier schaumig schlagen, dann ca. 90 Gramm Mehl und Backpulver reinsieben und mit Salz und Pfeffer würzen. Der fertige Teig wird auf ein Blech gegossen. Damit die Spargelstangen später nicht mehr hart und roh sind, werden diese direkt im Teig mit gebacken. Dafür einfach die grünen Stangen unten ein paar Zentimeter abschälen, längs in der Mitte halbieren und leicht in den Teig legen. Hier den Spargel so zulegen, dass er später beim Aufrollen längs zur Rolle liegt! Bei 180 Grad Heißluft wird der Biskuit für 15 bis 20 Minuten gebacken. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Einfach Crème fraîche mit Salz, Pfeffer und – wer mag – mit frischem Schnittlauch würzen. Ist der Teig fertig, wird dieser direkt mit der Creme bestrichen und mit gekochtem Schinken bedeckt. Jetzt den Teig vorsichtig zusammenrollen und genießen.]]>
Nach Tötungsdelikt in Neuenbürg: 10.000 Euro Belohnung für Hinweise zu Täter https://www.die-neue-welle.de/nach-toetungsdelikt-in-neuenbuerg-10-000-euro-belohnung-fuer-hinweise-zu-taeter-1867917/ Wed, 18 Mar 2026 02:03:37 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1867917

Neuenbürg (pol/dk) – Im Fall des toten Mannes in einem geparkten Auto in Neuenbürg hoffen Polizei und Staatsanwaltschaft auf neue Hinweise. Die Ermittler setzen jetzt auf eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro – und auf ein anonymes Hinweisportal.

Ermittlungen laufen seit Ende Februar

Wie Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – und das Polizeipräsidium Pforzheim mitteilen, war am Morgen des 25. Februar 2026 ein lebloser Mann aus dem Enzkreis in einem geparkten Fahrzeug in Neuenbürg gefunden worden.

Die Gesamtumstände sprechen laut Mitteilung für ein Tötungsdelikt. Seitdem ermitteln mehrere Dutzend Beamtinnen und Beamte der Sonderkommission „Motor“ gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft.

Belohnung für entscheidende Hinweise

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt. Sie gilt für Hinweise, die zur Ermittlung der Täterin oder des Täters oder der Täter führen.

Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung entscheidet die Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Belohnung ist nur für Privatpersonen vorgesehen. Amtsträger und deren Angehörige, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, sind ausgeschlossen.

Hinweise jetzt auch anonym möglich

Zusätzlich hat die Polizei auf der Internetseite der Polizei Baden-Württemberg ein anonymes Hinweisportal eingerichtet. Dafür wird das sogenannte Business Keeper Monitoring System, kurz BKMS®, genutzt.

Nach Angaben der Polizei bietet das System ein hohes Maß an Anonymität und Datensicherheit. Es richtet sich besonders an Menschen, die negative Folgen für ihre private oder berufliche Situation oder für ihre persönliche Sicherheit befürchten.

Das Portal ist rund um die Uhr erreichbar. Neben Text können dort auch Video-, Bild- oder Audiodateien hochgeladen werden. Außerdem ist ein anonymer Dialog mit der Polizei über ein virtuelles Postfach möglich.

Wichtig dabei: Für anonyme Hinweise kann keine Belohnung zuerkannt werden.

Polizei sucht Zeugen aus dem Raum Neuenbürg

Die Sonderkommission veröffentlicht nach eigenen Angaben in Absprache mit den Angehörigen auch ein Lichtbild des Verstorbenen (siehe oben). Der 41-Jährige lebte im westlichen Enzkreis und arbeitete als Hausmeister und Lieferant in der Gastronomie.

Besonders interessieren die Ermittler zwei Fragen: Wer hat das Opfer in der Zeit vom 23. Februar 2026 bis zum Morgen des 25. Februar 2026 im Bereich Neuenbürg gesehen? Und: Zu welchen Personen im Raum Neuenbürg hatte der Mann Kontakt?

Auch Bilder, Videos und Audios gefragt

Die Sonderkommission sucht für den genannten Zeitraum außerdem Bild- und Videoaufnahmen. Laut Mitteilung legen die Ermittler auch großen Wert auf Audiospuren, also akustische Aufzeichnungen.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Pforzheim unter der Telefonnummer 07231 186 4444 entgegen. Außerdem ist die Polizei per E-Mail unter pforzheim.pp@polizei.bwl.de erreichbar.

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Luftqualität in Deutschland: Gute Nachrichten, aber noch Luft nach oben https://www.die-neue-welle.de/luftqualitaet-in-deutschland-gute-nachrichten-aber-noch-luft-nach-oben-1865703/ Tue, 17 Mar 2026 03:36:02 +0000 https://www.die-neue-welle.de/?p=1865703 Alle EU-Grenzwerte 2025 eingehalten Das Umweltbundesamt erklärt, dass die Luftqualität in Deutschland im vergangenen Jahr allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen hat. Präsident Dirk Messner sagt: „Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort.“ Grundlage ist eine vorläufige Auswertung von Messdaten. Erhoben wurden diese an rund 600 Messstationen in ganz Deutschland.

Feinstaub und Stickstoffdioxid weiter unter den Vorgaben

Für Feinstaub wurden die Grenzwerte laut Umweltbundesamt damit bereits das achte Jahr in Folge eingehalten. Beim Stickstoffdioxid war es das zweite Jahr in Folge. Im Durchschnitt lag die Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid 2025 aber höher als in den Jahren zuvor. Wie stark die Luft belastet ist, hängt unter anderem auch von Temperaturen und Wetter ab.

Ab 2030 gelten strengere Grenzwerte

Trotz der positiven Entwicklung sieht das Umweltbundesamt weiter Handlungsbedarf. Ab 2030 gelten strengere Grenzwerte in der EU. Beim Stickstoffdioxid sinkt der einzuhaltende Wert von derzeit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die Hälfte. Auch beim Feinstaub muss der Wert nach Angaben der Behörde deutlich weiter sinken, damit die neue EU-Richtlinie eingehalten werden kann.

Viele Messstationen erreichen die künftigen Werte noch nicht

Die aktuellen Daten zeigen laut Umweltbundesamt, dass an rund 39 Prozent der Messstationen die strengeren Grenzwerte noch nicht erreicht werden. Die Behörde geht aber davon aus, dass Verbesserungen dazu führen können, dass es nur noch vereinzelt zu Überschreitungen kommt. Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland könne voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden.

Ziel: Luftverschmutzung bis 2050 deutlich senken

Bis 2050 sollen die Schadstoffe in der Luft so weit reduziert werden, dass die Verschmutzung laut Umweltbundesamt nicht mehr schädlich für Mensch und Umwelt ist. UBA-Präsident Dirk Messner betont, dass jede Verbesserung der Luftqualität auch das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung senkt. Die endgültigen Daten zur Luftqualität aus dem Jahr 2025 in Deutschland sollen Mitte 2026 vorliegen.]]>