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Wie ein Poster die Karlsruher Club- und Eventszene retten soll

Karlsruhe (cmk) Es klingt im ersten Moment verrückt, ist aber tatsächlich wahr. Ein einfaches Poster unterstützt aktuell die von der Coronakrise gebeutelte Club- und Eventszene in Karlsruhe. Dahinter stecken junge Männer aus Karlsruhe, die das Poster über Instagram anbieten und einen Teil der Einnahmen an Locations in der Fächerstadt spenden.

Screenshot: Instagram/bockaufkarlsruhe

"Die schönste Karte der Stadt"

Das Team von „Bock auf Karlsruhe“ wollte in der Coronakrise nicht tatenlos zusehen, wie die Clubs und Eventlocations in der Fächerstadt zugrunde gehen. Daher haben sie sich etwas eigentlich ganz einfaches - aber trotz allem besonderes - einfallen lassen, um die betroffenen Locations zu unterstützen. Über die Social Media Plattform Instagram bietet „Bock auf Karlsruhe“ ein Plakat an, das vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt ist. Gründer Chris Wehle hat im Interview mit der neuen welle verraten, was das Besondere daran ist: „Manche sagen, es ist die schönste Karte der Stadt. Diese Karte ist vollgepackt mit Location-Tipps unterschiedlicher Kategorien. Also Restaurants, Bars, Clubs und dazu gibt es noch Tagestouren mit Routen zur Navigation. Mit jedem Poster, das wir verkaufen, spenden wir einen Euro an bedrohte Locations in Karlsruhe. Das sind aktuell vor allem Clubs und Kulturstätten.“

Das Team von "Bock auf Karlsruhe" (v.l.n.r. Christian Wehle, Daniel Kudwien, Jens Hammer)

 

Instagram-Nutzer können entscheiden welcher Club unterstützt wird

Das Poster wird für 15 Euro angeboten, davon geht ein Euro direkt an einen Karlsruher Club oder eine Eventlocation. Wenn die Lieferung innerhalb der Fächerstadt erfolgt, fährt das Team von „Bock auf Karlsruhe“ die Poster sogar selbst mit dem Fahrrad aus. Spannend dabei ist, dass die Instagram-Nutzer selbst abstimmen können, an wen das Geld gehen soll. Bislang konnten schon einige Betriebe unterstützt werden. So erzählt Wehle: „Zum Beispiel war die Stadtmitte ganz am Anfang die erste Location, die wir unterstützt haben. Da kam auch sehr viel zusammen. Die haben sich sehr gefreut, weil sie tatsächlich auch große Probleme haben und auch weiterhin noch nach Unterstützung suchen. Aber jetzt zum Beispiel vor zwei Wochen haben wir auch das Substage unterstützt und letzte Woche den Krokokeller.“

„Bock auf Karlsruhe“ startete vor einem Jahr als lokale Empfehlungsplattform für Locations und angesagte Events in Karlsruhe. Auf dem Instagram-Kanal @bockaufkarlsruhe gibt es Insider-Tipps für junge Menschen, welche besonderen Orte die Fächerstadt bietet oder welche Veranstaltungen gerade aktuell sind.