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Wie ein Karlsruher Konzerte zum Lesen erschaffte

Karlsruhe (cmk) Thomas Zimmer aus Karlsruhe ist heute einer der renommiertesten Musikkritikern Deutschlands. In seinem nun veröffentlichten Buch „Viel Lärm um Alles“ finden sich seine schonungslos ehrlichen, aber auch ironischen Konzertkritiken. Er war zu Gast in der Martin Wacker Show.

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Alles begann mit einem Fehlkauf

Alles hat mit einem Fehlkauf angefangen. Als Thomas Zimmer aus Karlsruhe im zarten Alter von zehn Jahren sein erstes selbstgekauftes Album von den Beach Boys („Pet Sounds“) anhörte, traute er seinen Ohren kaum. Er selbst sagt darüber „ein grausames Stück Musik“. Heute – mehr als 50 Jahre später – zählt Zimmer zu den renommiertesten Musikkritikern Deutschlands. Im Jahr 1980 schrieb er seine ersten Konzertkritiken, weitere hunderte sollten bis heute folgen. Sein Schreibstil? Einmalig. Mit zum Teil selbst erfundenen Wortschöpfungen und detaillierten Ausführungen vermittelt er den Lesern das Gefühl, selbst beim Konzert gewesen zu sein.

Sein Buch "Viel Lärm um Alles"

Seine besten Kritiken hat Thomas Zimmer nun in einem Buch veröffentlicht. In „Viel Lärm um Alles“ sind die unzensierten und schonungslos ehrlichen, oftmals aber ironisch gemeinten Kritiken des Journalisten abgedruckt. Unter anderem auch von einem „The Sweet“-Konzert in Karlsruhe. So schrieb er über das Erlebte: „Wenn man hinschaut wie eine Bande von zerknitterten älteren Herren, die zum Teil aussehen wie die nette aber orientierungslose Schiffschaukel –Bremser eben diese Songs mit heiligem Ernst zelebrieren. Da kann man sich schon mal fragen, ob das nur mehr gebrochene Ironie ist.“

Einmaliger Schreibstil

Auch Hartmut Engler, der Sänger von Pur, taucht im Buch auf. Darüber schreibt Zimmer: „Die Videowand zeigt immer wieder den strahlenden Helden, der in der Begeisterung badet und immer noch nicht weiß, was man in solchen Momenten mit den Händen macht. Er verschränkt sie einfach vor dem Bauch und freut sich wie der kleine Junge aus dem Abenteuerland. Diesen musikgewordenen Klump-Zirkus Roncalli für Freunde des gepflegten Bombasts.“

Das ganze Interview gibt es hier.