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Wer wird KSC-Präsident? Mitglieder entscheiden am Samstag in der Schwarzwaldhalle

Karlsruhe (jl/cmk) Die Mitglieder des KSC wählen bei der Mitgliederversammlung am kommenden Samstag einen alten - oder neuen - Präsidenten. Es ist das erste Mal nach neun Jahren, dass Ingo Wellenreuther einen Kontrahenten hat. Bei den letzten drei Wahlen gab es keinen Gegenkandidaten. Nun hat sich Martin Müller für den Posten des KSC-Präsidenten beworben. Der Karlsruher ist Prokurist bei der CG-Gruppe, die seit dieser Saison als Topsponsor beim KSC aktiv ist. Bis Dienstagmittag war noch unklar, ob Müller überhaupt kandidieren darf. Da die CG Gruppe auch bei RB Leipzig und Hertha BSC als Sponsor tätig ist, musste der Wahlausschuss des KSC die Zulassung des Kandidaten erst prüfen. Laut DFL dürfen Mitglieder des Verwaltungsrates oder des Präsidiums in keinem wirtschaftlich erheblichen Umfang an der Vermarktung eines anderen Vereins beteiligt sein. Dies schloss die DFL und auch der Wahlausschuss aus – somit darf Müller am Samstag in der Schwarzwaldhalle gegen Ingo Wellenreuther antreten.

Foto: GES / Helge Prang

Eidesstattliche Versicherung des CG-Gruppen-Vorstands

„Wir haben keine niedrigen Interessen beim Karlsruher Sport-Club“, so äußerte sich Müller am Montagabend bei der Supporters Veranstaltung im KSC-Fanzelt. Dort trafen der aktuelle Präsident Ingo Wellenreuther und sein Herausforderer Martin Müller das erste Mal vor den KSC-Fans aufeinander. Jeder durfte nochmal für sich werben und musste sich den Fragen der Fans stellen. Natürlich war hier auch die CG-Gruppe ein großes Thema: „Ich habe vorhin im Original die Eidesstattliche Versicherung des Vorstandes der CG-Gruppe abgegeben“, sagte Müller. Mit diesem Formular, das an das KSC-Präsidium und an die Supporters ging, wollte Müller nochmals deutlich unterstreichen, dass es sich bei dem Engagement lediglich um ein Sponsoring handelt.

“Die Mitglieder sollen entscheiden”

Ingo Wellenreuther war schon am Montagabend davon ausgegangen, dass Müller zu Wahl zugelassen wird:  “Das Votum der Mitglieder ist Maßgebend am Samstag, jeder darf kandidieren. Die Mitglieder sollen entscheiden – es ist nur wichtig dass sie wissen, worüber sie entscheiden. Ich finde so einen Abend sehr gut und ich habe mich darauf gefreut weil endlich auch die Gelegenheit bestand alles so zu sagen, wie es auch wirklich ist und das haben die Mitglieder auch honoriert”, so Wellenreuther am Montagabend nach der Veranstaltung im Wildpark.

KSC erwartet rund 2.000 Mitglieder am Samstag

Die Chancen werden auf 50/50 gelistet – damit dürfte die Wahl am Samstag ein heißer Tanz um die KSC-Präsidentschaft werden. Über 9.000 KSC Mitglieder sind am Samstag wahlberechtigt. Die Veranstaltung wurde von der Messe Karlsruhe in die Schwarzwaldhalle verlegt. Wie viele KSC-Mitglieder am Samstag von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, ist noch nicht klar. Die Verantwortlichen stellen sich allerdings auf etwas mehr als 2.000 Mitglieder ein, daher musste die Örtlichkeit geändert werden.

Verwaltungsrat wird ebenfalls gewählt

Neben der Präsidentschaftswahl, steht auch noch die Wahl zum neuen Verwaltungsrat auf der Agenda. Eines bleibt sicher – egal wie die Wahl zum Präsidenten ausgeht, Müller und auch Wellenreuther wollen unabhängig vom Ausgang dem KSC weiterhin verbunden bleiben.