Von wegen Versager: In dieser Impfstatistik ist Baden-Württemberg sogar spitze!

Stuttgart (dpa/msch) Ministerpräsident Kretschmann hat die Impfstrategie des Landes verteidigt. Rückendeckung hat er dabei unter anderem vom Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Michael Geißler erhalten. Baden-Württemberg stand zuletzt wegen einer angeblich zu geringen Impfquote in der Kritik.

Foto: Archiv

Die Hälfte wird zurückgehalten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt, Baden-Württemberg setze hinsichtlich seiner Impfstrategie auf Sicherheit und Verantwortung. Das Land halte die Hälfte der verfügbaren Impfdosen für die zweite Impfung zurück, während andere Länder einen größeren Teil des Impfstoffs sofort verimpften, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag im Landtag. "Wir liegen da ganz richtig."

Baden-Württemberg an der Spitze

Bei der Zahl der Menschen mit Zweitimpfung liege Baden-Württemberg auf Platz eins, statistisch vor Bayern und Nordrhein-Westfalen. Er wolle nicht behaupten, dass es reibungslos laufe. Kretschmann nannte Fehlbuchungen, falsche Dateneingaben und Probleme mit der Hotline. Aber: "Die Richtung stimmt." Man komme wie geplant voran. Die Opposition hatte in den vergangenen Wochen kritisiert, dass das Impfen in Baden-Württemberg im Ländervergleich zu langsam laufe. Eine Impfkampagne sei aber kein Windhundrennen, sagte Kretschmann.

"Das ist genau die richtige Strategie"

Rückendeckung erhält der Landesvater dabei von Michael Geißler, dem Geschäftsführer des Städtischen Klinikums. "Das ist genau die richtige Strategie", erklärt der Klinikchef. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern habe sich Baden-Württemberg nicht auf die Wette eingelassen, dass es immer mehr Impfstoff geben wird. Stattdessen werde hierzulande nur so geimpft, dass auch noch genug Impfstoff für eine zweite Impfung vorhanden sei. "Hier in der Region erhält jeder, der die erste Impfung bekommen hat, auch die zweite Impfung", versichert er. In Bundesländern, die hingegen eine andere Strategie gefahren wären, falle die zweite Impfung hingegen wohlmöglich erstmal aus. "Und das ist nicht gut", stellt Geißler fest.


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