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Vier Jahre nach dem Relegationsdrama kommt der HSV wieder in den Wildpark

Karlsruhe (cmk) Für jeden eingefleischten KSC-Fan waren die Erlebnisse vom 1. Juni 2015 wohl nur schwer zu verkraften. An diesem Tag entschied der HSV das Relegationsrückspiel durch einen fragwürdigen Pfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe für sich und sicherte sich damit den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Für den Karlsruher SC geriet danach in eine Abwärtsspirale. Vier Jahre später kommt der Hamburger SV wieder in den Wildpark - diesmal treffen sich die Mannschaften in einem Punktspiel der 2. Bundesliga.

Foto: GES

Ausverkauftes Haus bei der “Revanche”

14.053 Tickets wurden verkauft, darunter 1.630 Gästefans – zusammen mit Schiedsrichterkarten und Reservierungen ist die Partie am Sonntag gegen den Hamburger SV ausverkauft. Auf den Rängen wird es in jedem Fall emotional werden, es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften nach dem Relegationsdrama im Jahr 2015. Auf die Unterstützung der Fans können die Badener auch am Sonntag wieder zählen, das weiß auch Alois Schwartz: “Ein dickes Lob und ein großes Dankeschön an unsere Fans. Wie sie uns bislang unterstützt haben, egal ob zu Hause oder auswärts ist klasse. Das brauchen wir am Sonntag, um dem großen HSV die Punkte abzunehmen.” Ein Selbstläufer wird die Partie nicht, der HSV gilt in der Liga als Aufstiegsfavorit und hat bekanntermaßen andere Ansprüche, als die Zweite Bundesliga. “Sie haben einen dickeren Geldbeutel als wir”, betitelte es der Karlsruher Cheftrainer nüchtern bei der Pressekonferenz am Freitag.

Daniel Gordon war schon damals dabei 

Außer Sven Müller und Justin Möbius sind alle Spieler im Kader einsatzbereit. Auch Burak Camoglu konnte die ganze Woche normal trainieren und steht als Option zur Verfügung. Wer mit Sicherheit auch am Sonntag wieder auf dem Platz stehen wird ist Daniel Gordon. Er ist der letzte verbleibende Spieler, der schon bei der letzten Partie gegen die Hamburger auf dem Rasen stand. Er gab zu, dass sich die Erinnerungen von damals noch ab und zu bemerkbar machen, wenn er ‘HSV’ hört. Davon lasse er sich aber nicht beeinflussen. “Am Ende des Tages geht es um drei Punkte und die wollen wir auf jeden Fall im Wildpark behalten”, so Gordon. Um das Spiel zu gewinnen ist es nach Aussage von Alois Schwartz vor allem notwendig, aggressiver als in Kiel zu spielen. Man wolle die Spielkontrolle übernehmen und stärker in die Zweikämpfe gehen. 

Anpfiff im Wildpark ist am Sonntag um 13.30 Uhr.