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Video: So schlimm sind die Unwetter-Schäden in Ettlingen-Bruchhausen

Ettlingen-Bruchhausen (as/fi) Am Dienstagabend fegt ein heftiges Unwetter über den südlichen Landkreis Karlsruhe - mit Starkregen, Blitzkaskaden und Mega-Sturm zwischen Rastatt und Ettlingen. Auch wenn das Ganze etwa nur 10 Minuten dauert, sind die Schäden dadurch verheerend. Besonders heftig hat es den Bereich Ettlingen-Bruchhausen getroffen. Am Tag danach wird das ganze Ausmaß erst sichtbar. Das Wichtigste aber: Es wurde niemand ernsthaft verletzt.  

Stadtwerke, Bauhof, Zimmerleute und Dachdecker im Einsatz

Im ganzen Ort laufen immer noch Einwohner mit fassungslosen Gesichtern durch die Straßen – so heftig hat hier wohl bislang kaum jemand die Elemente der Natur zu spüren bekommen. Mitarbeiter von Stadtwerken, Bauhof und Straßenbauamt sind unterwegs, um die Schäden zu erfassen, damit die Beseitigung und Reparatur nach einer Prioritätenliste geplant werden kann. Aber auch viele Zimmermänner und Dachdecker fahren kreuz und quer durch den Ort, um abgedeckte Dächer zu sichern und wieder wetterfest zu machen. Ein Abschleppwagen fährt mit einem zerbeulten Auto auf der Ladefläche vorbei. Es ist Tag eins nach dem großen Sturm vom Dienstagabend.

 

Auch alte, stabile Baumriesen hat’s erwischt

Die Rettungskräfte – unterstützt von vielen fleißigen Anwohnern – hatten schon in der Nacht alle Hände voll zu tun, um die Straßen wieder einigermaßen frei zu machen. Radwege sind noch gesperrt, man kommt aber wieder an den abgesägten Stämmen und abgeknickten Ästen vorbei. Ein schmutzig-brauner Schmierfilm auf der Fahrbahn zeugt auch im strömenden Regen am Tag danach noch davon, was hier alles am Boden lag. Im Ort waren besonders entlang der Hauptstraße Bäume abgeknickt wie Streichhölzer, umgestürzt oder gar komplett mit Ballen entwurzelt und regelrecht aus der Straße gerissen worden – hauptsächlich am Ortseingang aus Richtung Ettlingen kommend. Dort hat es zum Beispiel eine alte Pappel schwer erwischt. Ein Baumexperte schüttelt nur noch den Kopf, als er den Ballen von unten sieht: Der Baum war an sich gesund mit einer intakten, aber flachen Wurzel. Das war sein Verhängnis, meinte der Biologe auf neue welle -Nachfrage.

Blechdach wird über mehrere hundert Meter weit verteilt

Aber auch am Bahnhof gab es reichlich Kleinholz. In der Straße “Im Katzentach” entlang der Bahnlinien war ein 150 Quadratmeter großes Blechdach abgerissen und in mehreren Einzelteilen über  hunderte Meter verteilt worden. Richtung B3 wurde die Situation nicht wirklich besser: Auch hier waren Bäume abgeknickt, offenbar wurden dabei auch zwei Bushaltestellen schwer beschädigt. Glassplitter lagen herum und ein Vordach hing schief. Wer zur B3 und von dort aus Richtung Malsch wollte, stand vor einer Sperrung: Die Strecke durch den Wald ist so blockiert, dass den ganzen Tag kein Verkehr dort rollen kann. Wie groß auch die Baumschäden im Wald sind, konnte noch nicht erfasst werden.