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Verdacht auf EU-Subventionsbetrug in Millionenhöhe – Durchsuchung auch in Karlsruhe

 

Karlsruhe / Mannheim (pol/as)  Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt wegen möglichen Betrugs mit EU-Millionen: Vier Chefs einer Firmengruppe sollen Forschungs-Fördergeld der Europäischen Union einbehalten haben, statt sie an Projektpartner auszuzahlen. In dem Zusammenhang gab es mehrere Durchsuchungen - auch in Karlsruhe. Brisant: Innerhalb der Firmengruppe gibt es offenbar mehrere Pleiten.

Foto: Matton Images

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Mindestens fünf Millionen Euro Fördergeld selbst eingesteckt?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen vier Beschuldigte im Alter von 51 bis 56 Jahren. Im Raum steht der Verdacht der Untreue und des Subventionsbetrugs. Es geht um EU-Fördermittel in Millionenhöhe. Die verdächtigen Chefs einer Firmengruppe sollen für Forschungsprojekte EU-Fördermittel in Millionenhöhe bekommen haben. Mindestens fünf Millionen Euro sollen entgegen den vertraglichen Vereinbarungen nicht an die beteiligten Projektpartner ausgezahlt worden sein.

Firmenpleiten als Motiv?

Auch das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung hatte Hinweise darauf und unterstützt die Mannheimer Ermittlungen. Darüber hinaus besteht der Verdacht der Insolvenzverschleppung, weil mehrere Unternehmen der Firmengruppe bereits seit längerem zahlungsunfähig sein sollen. Insolvenzanträge wurden bislang nicht gestellt.

Verdächtige mit Firmen und Wohnungen in Frankreich

Ende Juni 2019 durchsuchten Ermittler des LKA und der Staatsanwaltschaft Mannheim mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Karlsruhe, in Rostock und im Landkreis Ostholstein. Zeitgleich wurden auch mehrere Firmen und Privatwohnungen der Beschuldigten in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und in der Bretagne unter die Lupe genommen. Derzeit werden die gesicherten Unterlagen und Daten gesichtet und ausgewertet. Weitere Einzelheiten wollten die Behörden noch nicht bekannt geben.