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Überfüllte Badeseen in der Region machen DLRG-Rettungsschwimmern das Leben schwer

Karlsruhe (pm/cmk) Die hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Woche sorgten für überfüllte Badeorte in der Region. Damit hatten vor allem die Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alle Hände voll zu tun. Die Wasserrettungsorganisation zieht für den Kreis Karlsruhe eine erste Bilanz.

Foto: DLRG Bezirk Karlsruhe

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DLRG überwacht 35 Badestellen in der Region

Sommer, Sonne, Sonnenschein – das gab es in den vergangenen Wochen zu genüge. Temperaturen an die 40 Grad und zahlreiche attraktive Badeorte in der Region sorgen dafür, dass vor allem die Rettungsschwimmer derzeit alle Hände voll zu tun haben. Die Masse an Badegästen macht es den Lebensrettern dabei nicht immer einfach. Insgesamt überwacht die DLRG im Stadt- und Landkreis Karlsruhe von Mitte Mai bis Ende September 35 Badestellen, darunter 20 Freigewässer und 15 Freibäder. 

Rettungsschwimmer arbeiten ehrenamtlich

Manuel Veith, Leiter Einsatz des DLRG Bezirk Karlsruhe, weiß um das Arbeitspensum seiner ausschließlich ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte. „Bei teilweise überfüllten Freibädern und Badeseen kommen unsere Helferinnen und Helfer an einem Wachtag durchaus an ihre Grenzen. Auch wenn es nicht immer die Aufsehen erregende Rettung eines Ertrinkenden ist, so leisten wir an den großen Badestellen durchaus mehrmals am Tag medizinische oder technische Hilfe“, erläutert Veith. Er kennt auch die typischen Gesundheitsprobleme, mit denen sich insbesondere die ausgebildeten Sanitäter der DLRG konfrontiert sehen: „Besonders häufig hatten wir in den letzten Wochen mit Kreislaufproblemen der Badegäste zu tun, die Hitze in Kombination mit viel Sonne setzt vielen Menschen zu“, so Veith weiter.

Volle Badeseen machen es den Rettungsschwimmern schwer

Foto: DLRG Bezirk Karlsruhe

Allerdings gab es in den letzten Wochen auch einige große Einsätze, vor allem am Epplesee in Rheinstetten-Forchheim. Anfang Juli konnten die Einsatzkräfte der DLRG einen jungen Mann nur noch tot bergen (wir berichteten). Ebenfalls an diesem beliebten Badesee wurde ein 13-jähriger Junge von seinen Eltern im Wasser vermisst, der Einsatz konnte allerdings nach dem Auffinden des Jungen abgebrochen werden. Simon Deck, Wachleiter der DLRG Südhardt aus Rheinstetten, kennt diese Muster gut. „Badegäste kommen im Sommer aus dem Umkreis von über einhundert Kilometern zu uns an die Seen. Da wird es schon mal ganz schön voll und für uns umso schwieriger zu erkennen, wenn ein einzelner Badegast Probleme hat“ berichtet Deck. „Ein geschultes Auge, hilfsbereite Passanten und maximale Aufmerksamkeit sind wichtige Gelingensfaktoren für unsere Arbeit.“

16 Lebensrettungen im Jahr 2018

Zur Aufmerksamkeit besonders unter Freunden oder Familienmitgliedern, die gemeinsam das Badevergnügen suchen, raten Veith und Deck allen Erholungssuchenden an den Badestellen der Region. Als Negativbeispiel nennen sie einen Vorfall am Badesee in Grötzingen, der von der DLRG Ortsgruppe Durlach überwacht wird: „Ein fünfjähriger Junge wurde dort weit außerhalb des ausgewiesenen Badebereiches gesichtet, unbegleitet und lediglich ausgestattet mit Schwimmflügeln. Solche Dinge enden schnell lebensgefährlich!“ Neben den stationären Wachdiensten sind die Wasserretter des DLRG Bezirk Karlsruhe rund um die Uhr bei Notfällen am und im Wasser einsatzbereit. Im vergangenen Jahr absolvierten die über 500 Einsatzkräfte der DLRG im Stadt- und Landkreis Karlsruhe über 16.000 Stunden in die Überwachung von Wasserflächen und leisteten dabei über 1400 Mal Hilfe. Darunter fielen insgesamt 16 Lebensrettungen.