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Überdurchschnittliche Quote bei Unterrichtsausfall und Vertretungsstunden in der neue welle Region

Stuttgart/Region (dpa/cmk) An den Schulen im Südwesten kann rund jede elfte Unterrichtsstunde nicht wie geplant stattfinden, weil die entsprechende Lehrkraft fehlt. Etwa 40 Prozent dieser Stunden fallen dabei komplett aus, für den Rest gibt es Vertretungen. Das geht aus einer einwöchigen Erhebung des Kultusministeriums an allen öffentlichen Schulen im November vergangenen Jahres hervor.

Symbolbild: StockSnap / Pixabay

Vertretungslehrer und Unterrichtsausfall

“Mit jeder Vollerhebung werden wir die Unterrichtsversorgung noch besser einschätzen und analysieren können”, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann am Montag. Häufigster Grund für die Abwesenheit einer Lehrkraft waren hierbei Krankheit (53 Prozent), Fortbildungen (17 Prozent) und außerunterrichtliche Veranstaltungen (acht Prozent), wie zum Beispiel Klassenfahrten. Fehlende Lehrer glichen die Schulen meist mit der Zusammenlegung von Gruppen und Klassen aus, oft leistete ein Kollege Mehrarbeit oder Vertretungslehrkräfte sprangen ein. In der Erhebung wird allerdings nicht aufgeschlüsselt, was die Schüler in den Vertretungsstunden machen. “Die Schulen geben ihr Bestes, es ist aber natürlich nicht möglich, dass jede Unterrichtsstunde fachlich vertreten werden kann”, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Montag.

die neue welle-Region stark betroffen

Auch in der neue welle-Region kommt es vermehrt zu Unterrichtsausfällen und Vertretungsstunden – sie liegt damit zum Teil sogar weit über dem landesweiten Durchschnitt von 3,6 Prozent. Pforzheim ist mit satten 4,6 Prozent Prozent trauriger Spitzenreiter. Die Stadt Karlsruhe liegt mit 4,3 Prozent auf dem zweiten Platz – dicht gefolgt vom Landkreis Rastatt mit 4,2 Prozent. Im Enzkreis sind während der Erhebung 3,8 Prozent des Unterrichts ausgefallen oder Stunden wurden vertreten, im Landkreis Calw waren es 4,5 Prozent. Den meisten regulären Unterricht gab es im regionalen Vergleich im Landkreis Karlsruhe (3,2 Prozent) und im Landkreis Freudenstadt (2,6 Prozent).

2019 weitere Erhebungen

Das Ministerium hatte bereits im Juni 2018 eine ähnliche Erhebung durchgeführt, damals fehlte noch in über zehn Prozent der Unterrichtsstunden der eigentliche Lehrer. Ein unmittelbarer Vergleich der Zahlen sei aber schwierig, da die Erhebung zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr stattfand. Im Februar und Juni dieses Jahres plant das Kultusministerium zwei weitere Befragungen.