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Sommerhitze in der Region: Erwartetes Chaos an Badeseen blieb aus

Region (dpa/lsw/bo) Nochmal ins erfrischende Nass, bevor der Hochsommer eine kurze Pause einlegt. Vor allem Politiker und Gesundheitsexperten hatten vor einem Ansturm an Badeseen an diesem Wochenende gewarnt und auf das Infektionsrisiko hingewiesen. Das erwartete Badechaos blieb vielerorts allerdings aus.

Symbolbild: Pixabay

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Zahlreiche Badegäste erwartet

Bei der Sommerhitze hatten zahlreiche Gemeinden am Wochenende einen Ansturm von Besuchern befürchtet. Das Problem: Wasserratten haben in diesem Sommer nur wenige Alternativen. Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Freibäder geschlossen - oder sie lassen nur eine eingeschränkte Zahl von Besuchern ins Becken. Deshalb waren in den vergangenen Tagen bei schönstem Sommerwetter immer wieder Tausende Erfrischungssuchende an die Badeseen gekommen - von Abstand und Masken konnte da oft keine Rede mehr sein. Das befürchtete Chaos an den Badeseen in Baden-Württemberg ist trotz der hochsommerlichen Temperaturen am Samstag jedoch ausgeblieben.

Entspannte Lage am Epplesee

Nach Einschätzung mehrerer Polizeisprecher könnte die unsichere Wetterlage den einen oder anderen davon abgehalten haben, einen Badesee aufzusuchen. "Das Wetter gibt's heute auch nicht her", sagte ein Polizeisprecher in Karlsruhe. Am Karlsruher Epplesee waren die Parkplätze zwischenzeitlich zwar belegt, aber es drohten nach Polizeiangaben keine Sperrungen. "Alles im Rahmen", sagte ein Sprecher. Das größte Problem der DLRG am Samstag waren laut deren Aussagen Wespenstiche.

Lucha: Schließung der Seen im Notfall weiterhin sinnvoll

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hält eine Schließung der Seen in Notfällen dennoch weiterhin für sinnvoll. Es sei zwar nicht möglich, Zugänge generell zu kontrollieren, weil Badeseen öffentlicher Raum seien, sagte er. Dennoch müssten die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden. "Die Pandemie schlummert nur", warnte er am Samstag. Daher sei es auch nachvollziehbar, wenn örtliche Behörden Badestellen komplett schließen würden, sollten sich zu viele Menschen dort aufhalten. Allerdings müsse eine solche Entscheidung bereits vor den Badetagen getroffen werden.