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Sanierung der Rheinbrücke beginnt Anfang November

Karlsruhe/Maxau (pm/cmk) Nach langem hin und her steht es nun endlich fest - die Sanierung der Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Maxau kann Anfang November beginnen. Zuletzt gab es Probleme mit den Probeplatten aus hochfestem Beton, jetzt würden sie aber die Anforderungen erfüllen - so meldet es das Regierungspräsidium Karlsruhe heute. Mit dem Start der Bauarbeiten heißt es allerdings gleichzeitig für die Pendler: Geduld mitbringen. 

Foto: Wikipedia / Rainer Lück

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Rheinbrückensanierung beginnt im November

„Die Ertüchtigung der Rheinbrücke Maxau kann Anfang November beginnen. Alle notwendigen Untersuchungen an der Probeplatte aus hochfestem Beton konnten jetzt positiv abgeschlossen werden, alle erforderlichen Vorgaben wurden erfüllt. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein im Zusammenhang mit der Ertüchtigung der Rheinbrücke Maxau erreicht“, so meldet es Regierungspräsidentin Nicolette Kressl am heutigen Mittwoch, den 24. Oktober 2018, in Karlsruhe. Damit kann nach langem Hin und Her endlich mit der Sanierung der Rheinbrücke begonnen werden, nachdem es zuletzt Probleme mit den Probe-Betonplatten gab.

Baumaßnahme soll im Dezember 2019 fertig sein

Die Ertüchtigungsarbeiten bestehen unter anderem aus dem Aufbringen von hochfestem Beton auf der Brückenplatte. Dazu wurde außerhalb des Verkehrsraumes zunächst eine Probeplatte betoniert, die die Anforderungen aber erst nicht erfüllte. Erst nachdem nun die Probeplatte der Firmen den Anforderungen entspricht, kann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen und in den Verkehr eingegriffen werden. Rund drei Monate Verzögerung der Baumaßnahme wurden laut Regierungspräsidium “intensiv” genutzt, um Bauabläufe an die verkürzte Bauzeit anzupassen. Ziel sei es demnach, die Baumaßnahme wie bislang geplant im Dezember 2019 abzuschließen. 

Nur zwei Fahrspuren in Richtung Wörth

Am 9. November 2018 beginnt der erste Bauabschnitt in Fahrtrichtung Wörth. Bis Dezember 2018 sollen dann die äußeren Brückenkappen abgebrochen und die Entwässerungseinrichtungen erneuert werden. Während den Arbeiten muss die B10 von Karlsruhe Richtung Wörth auf der Rheinbrücke von drei auf zwei Fahrspuren verengt und der Fahrradweg auf der nördlichen Brückenhälfte gesperrt werden. Der Radverkehr wird mit Beginn der Maßnahme auf der südlichen Brückenhälfte im Gegenrichtungsverkehr geführt. Über die Weihnachtsfeiertage sollen aber in beiden Fahrtrichtungen wieder drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. 

Ab Februar eine Brückenseite gesperrt

Ab dem 7. Januar 2019 wird die Rheinbrücke in Fahrtrichtung Wörth aber erneut von drei auf zwei Fahrstreifen verengt, um die Mittelkappe abzubrechen. Ab Anfang Februar 2019 ist dann vorgesehen, mit den Arbeiten für die Betonage der Fahrbahnplatte in Fahrtrichtung Wörth zu beginnen. Hierzu muss die Fahrbahn in Richtung Wörth vollständig gesperrt und der gesamte Verkehr für beide Fahrtrichtungen auf die südliche Brückenhälfte (Fahrbahn in Richtung Karlsruhe) gelegt werden. Den Verkehrsteilnehmern stehen dann in jede Fahrtrichtung jeweils zwei in der Breite eingeengte Fahrstreifen zur Verfügung. Anfang Juli 2019 wird dann der gesamte Verkehr auf die neu hergestellte nördliche Brückenhälfte (Fahrbahn in Richtung Wörth) verlegt und mit den Arbeiten zur Betonage der Fahrbahnplatte in Richtung Karlsruhe begonnen. Auch in dieser Bauphase werden den Verkehrsteilnehmern in jede Fahrtrichtung weiterhin jeweils zwei eingeengte Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Der Fahrradverkehr wird auf den Fahrradweg der nördlichen Brückenhälfte verlegt.

Vollsperrungen an Wochenenden

Bereits in der Nacht von Samstag, 27. Oktober, auf Sonntag, 28. Oktober 2018, wird die Rheinbrücke Maxau zwischen 01:00 Uhr und 03:00 Uhr mehrfach kurzzeitig gesperrt. Die Sperrungen sind für Belastungsversuche und Messungen an der Rheinbrücke im Rahmen eines baubegleitenden Forschungsprojektes notwendig. Bei dem Forschungsprojekt wird die statische Wirkung des hochfesten Betons auf das Gesamttragverhalten der Brücke untersucht. Hierzu sind Messungen vor und nach der Betonage erforderlich. Der Verkehr muss hierfür etwa acht Mal für rund zehn Minuten angehalten werden. Von den vier bereits angekündigten Vollsperrungen an Wochenenden werden zwei im April 2019 und zwei im September 2019 sein. Für gesonderte Vermessungsleistungen muss die Rheinbrücke zusätzlich zwei Mal nachts für mehrere Stunden gesperrt werden. Diese Nachtsperrungen werden voraussichtlich einmal im Februar und einmal im Juli 2019, jeweils von Samstag auf Sonntag, erfolgen.