Sängerin Mickela Löffel: "Ich hab versucht auf der Bühne nicht zu weinen"

Karlsruhe (lk) - Jeden Sonntag trifft Martin Wacker prominente Persönlichkeiten aus der Region. Diesmal war die Karlsruher Sängerin und "The Voice of Germany"-Teilnehmerin Mickela Löffel zu Gast. Eigentlich wollte Mickela schon im Jahr 2019 bei "The Voice of Germany" teilnehmen. Allerdings erkrankte sie an Krebs und konnte deshalb nicht dabei sein. Nachdem sie den Krebs besiegt hatte, wagte Mickela es 2020 nochmal. Diese Entscheidung hat sich als Goldrichtig herausgestellt - sie hat es bis ins Halbfinale geschafft. Über die Erfahrungen, die sie aus der Castingshow mitgenommen hat und über ihre Krebs Erkrankung redet sie offen und ehrlich im Interview.

Foto: dnw

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Von Karlsruhe auf die große Bühne

Die Karlsruher Sängerin Mickela Löffel ist seit vergangenem Jahr auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden. Die 25-Jährige hat an der Fernsehsendung "The Voice of Germany" teilgenommen und ist damit einem deutschlandweiten Publikum aufgefallen. 2019 musste die junge Frau leider das Handtuch werfen - eine Krebserkrankung hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch 2020 startete sie erneut in dem Format durch und schaffte es mit Coach Michael Schulte bis ins Halbfinale. "Er ist so menschlich und ich hab mich bei ihm im Team so wohl gefühlt", schwärmt Mickela über ihren Mentor. Im Nachhinein betrachtet ist sich Mickela sicher, dass sie sich in keinem anderen Team besser aufgehoben gefühlt hätte.

Corona verändert das Fernsehen

Aber auch vor dem Fernsehen hat der Corona-Virus 2020 keinen Halt gemacht. So wurde einer der Coaches - Samu Haber - positiv auf Corona getestet und konnte nur per iPad zugeschaltet werden. "Im Sommer in den Blind Auditions war alles etwas entspannter, weil die Welle abgeflacht war", erzählt Mickela. "Trotzdem gab es strenge Regeln mit Abstand und Mundschutz." Später seien die Regeln sogar nochmal verschärft worden. Mickela habe sich die gesamte Zeit über sehr sicher gefühlt. Aber das fehlende Publikum habe sich auch auf die Auftritte ausgewirkt. "Mit eingespieltem Applaus ist es etwas ganz anderes. Ich hatte nie das Gefühl eine ganze Halle begeistern zu können", bedauert die junge Sängerin.

Beim Auftritt von Gefühlen übermannt

Mickela ist während der Show durch ihren offenen Umgang mit ihrer Krebserkrankung aufgefallen. Sie litt 2019 an Lymphdrüsenkrebs, die Diagnose kam im Mai. Es folgten Chemotherapie, nach einem Rückfall eine Stammzellentransplantation und schlussendlich konnte sie den Krebs besiegen. Die ganze Zeit über hat Mickela ihr Ziel nicht aus den Augen verloren: "Als Sängerin bei `The Voice of Germany´ dabei zu sein, ist eine riesige Chance. Ich wollte das irgendwann schaffen." Daraufhin hat sie sich im Jahr darauf nochmal für die Show beworben. "Ich hab mich total auf den Auftritt dort gefreut. Ich hatte auch keine Angst davor." Aber dann musste Mickela bei ihrem Auftritt mit ihren Gefühlen kämpfen. "Ich hab einfach versucht auf der Bühne nicht zu weinen." Leider hat sich kein Coach umgedreht. Doch Michael Schulte war der Joker und hat sie zurück ins Rennen geholt. "Er war mein Retter in der Not", lacht Mickela.

Engagement für Registrierung bei der DKMS

Trotz der schweren Erkrankung und einem Rückfall hat die junge Karlsruherin nie ihren Lebensmut verloren. Stets sieht man sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Kraft geben ihr die Musik und die Heimat in Karlsruhe. "Der größte Punkt sind meine Familie und Freunde. Da kann ich immer hingehen, wenn es mal nicht so läuft." Und auch bei ihrer eigenen Krebserkrankung hatte Mickela Glück und ein passender Stammzellspender konnte in der eigenen Familie gefunden werden. "Mein Bruder hat zu 100 Prozent gepasst." Aber das ist nicht selbstverständlich. Viele Betroffene warten oft lange auf den passenden Spender. Darum engagiert sich Mickela mit viel Elan für die Registrierung als Stammzellspender bei der DKMS. "Je mehr Leute Bescheid wissen, desto besser." Denn viele Menschen wüssten zwar, dass es Initiativen gebe, hätten aber keine Berührungspunkte damit. "Darum ist es umso wichtiger, dass sich Menschen darüber informieren, sich registrieren lassen und es dann auch weiter erzählen." 


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