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Überraschende Wende im Prozess um den Mord an Simon Paulus aus Birkenfeld

Karlsruhe (dpa/cmk)  Im Karlsruher Mordprozess um den Tod eines Jägers aus Birkenfeld im Enzkreis hatte der Verteidiger des Hauptangeklagten am Mittwoch weitere Beweisanträge gestellt. Zuvor waren zwei Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter des Landgerichts, Leonhard Schmidt, als unbegründet zurückgewiesen worden. Am Donnerstag kam dann die Überraschung vor Gericht - die Verfahren gegen die Mitangeklagten wurden abgetrennt, gegen sie könnte schon am Freitag ein Urteil gesprochen werden. Das Verfahren gegen den Hauptangeklagten wurde allerdings bis Dezember verlängert.

Verfahren gegen Hauptangeklagten verlängert

Der Karlsruher Mordprozess um den Tod eines Jägers wird gegen zwei der vier Angeklagten bis kurz vor Weihnachten verlängert. Die Kammer des Landgerichts trennte das Verfahren gegen zwei Männer am Donnerstag ab. Gegen sie könnte bereits an diesem Freitag ein Urteil gesprochen werden. Ihnen wurde die versuchte Ermordung einer 61-jährigen Frau aus Maulbronn vorgeworfen, allerdings stellte der Richter bereits eine Verurteilung wegen versuchten gemeinschaftlichen Diebstahls in Aussicht. Der Verteidiger des Hauptangeklagten hatte am Mittwoch weitere Beweisanträge gestellt, die eine Verlängerung um mehrere Verhandlungstage nötig machen.

Motiv war wohl gescheitertes Waffengeschäft

Der 30 Jahre alte Hauptangeklagte aus Italien soll den Jäger wegen eines gescheiterten Waffengeschäfts im August 2018 ermordet haben. Er habe das 50 Jahre alte Opfer aus dem Enzkreis gewürgt und mit Stichen verletzt. Tödlich ist nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ein Fußtritt des 30-Jährigen gegen den Kopf des Jägers gewesen. Neben dem Mord wird dem Hauptangeklagten unter anderem auch vorgeworfen, seine Ehefrau vergewaltigt zu haben. Der verbleibende zweite Angeklagte soll dem Italiener geholfen haben.