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Pforzheim: Sexueller Missbrauch an 9-jährigem Mädchen nach 21 Jahren aufgeklärt

Pforzheim/Karlsruhe (pol/cmk) Eine schreckliche Straftat konnte nach 21 Jahren durch einen zufälligen DNA-Treffer aufgeklärt werden. Ein kleines Mädchen wurde im Jahr 1997 in Pforzheim mit einem Messer bedroht und missbraucht, damals konnten Spermaspuren gesichert werden - aber bis 2018 nie einem Tatverdächtigen zugeordnet werden. Bei einem weiteren Vorfall im April 2018 in einem Karlsruher Einkaufscenter tauchten dieselben Spuren wieder auf und konnten schließlich einem 55-Jährigen zugeordnet werden.

Symbolbild: Pixabay

9-Jährige im Jahr 1997 missbraucht

Einem 55-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe vorgeworfen, im Mai 1997 ein 9-jähriges Mädchen in Pforzheim sexuell missbraucht zu haben. Der Tatverdächtige war zu diesem Zeitpunkt 33 Jahre alt. Er soll das Kind mit einem Messer bedroht und in einen Keller gedrängt haben, wo er sich schließlich an dem Mädchen vergangen haben soll. Damals konnten im besagten Keller Spermaspuren sichergestellt werden, die jahrelang keinem Täter zugeordnet werden konnten.

Weitere Vorfälle 2014 und 2018

Dieselbe DNA wurde erneut an Silvester 2014 in Karlsruhe gesichert. Dort überquerte eine 34-Jährige eine Straße in der Oststadt, ein Mann war ihr dicht gefolgt. Wenig später stellte die Frau Sperma an einem ihrer Hosenbeine fest – diese DNA stimmte mit der Spur aus dem Jahr 1997 überein. Ein weiterer Vorfall ereignete sich dann am 14. April 2018 in der Karlsruher Innenstadt. Ein 13-jähriges Mädchen bemerkte beim Anstehen an einem Schnellimbiss ebenfalls eine Flüssigkeit an ihrer Kniekehle. Auch bei dieser Flüssigkeit handelte es sich um Sperma mit derselben DNA wie in den vorherigen Fällen. 

DNA-Treffer bei Zwischenfall in Karlsruher Einkaufszentrum

Der Durchbruch gelang den Ermittlern erst durch einen weiteren Zwischenfall am 21. April 2018. In einem Karlsruher Einkaufscenter wurde ein 55-Jähriger auf frischer Tat ertappt, als er versuchte, einem 7-jährigen Mädchen mit seiner Kamera zwischen die Beine zu filmen. Das Sicherheitspersonal nahm den Mann vorläufig fest, die Polizei fand bei der anschließenden Untersuchung mehrere mit Sperma aufgezogene Plastikspritzen bei ihm. Bei der Vernehmung durch die Kriminalpolizei Pforzheim war der 55-Jährige geständig.