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Nächste Klatsche: KSC verliert gegen Sportvermarkter Lagadére

Karlsruhe (pm/jl) - Das könnte den KSC teuer zu stehen kommen. Das Oberlandesgericht in Karlsruhe hat heute Morgen entschieden, dass die Kündigung des Vertrages zwischen dem Karlsruher Sport-Club e.V. und der Vermarktungsagentur Lagardére, nicht rechtens ist.

Foto: Archiv

Kündigung nicht rechtens

Beide Parteien haben kurz vor Weihnachten 2016 einen Vertrag über sechs Saisons abgeschlossen. Für diese Zeit wurde die Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung, sowie gesetzlichen vorgesehenen Recht zur Kündigung eines Dienstvertrags mit einer Vertrauensstellung (§ 627 BGB) in dem Vertragswerk ausgeschlossen! Der KSC hatte im Dezember 2018 den Vertrag mit der Vermarktungsagentur unter Berufung auf § 627 BGB gekündigt.  Lagardére widersprach dieser Kündigung auf den vertraglich vereinbarten Kündigungsausschluss. Trotzdem informierte der KSC seine Geschäftspartner und Werbekunden im Februar 2019 per E-Mail, dass die Zusammenarbeit endet. Lagardére informierte den selben Adressatenkreis kurze Zeit später, dass der KSC eine einseitige und unwirksame Kündigung des Vertragsverhältnisses ausgesprochen habe. Daraufhin kündigte der KSC den Agenturvertrag ein zweites Mal, da die weitere Zusammenarbeit wegen des Inhalts dieser E-Mail unzumutbar geworden sei.

KSC in Berufungsverfahren gescheitert

Das Landgericht entscheid am 14 Oktober 2020, dass die Kündigung nicht Rechtens war. Daraufhin hat der KSC Berufung eingelegt und nun die nächste Pleite eine Instanz höher eingefahren. Auch das Oberlandesgericht entscheid für Lagadére und unterstrich nochmals das erste Urteil des Landgerichts Karlsruhe. Somit ist die Erste und auch die zweite Kündigung des KSC nicht Rechtens gewesen. Damit darf Lagadére den KSC weiterhin vermarkten. Außerdem ist der KSC gegenüber Lagandére verpflichtet – Ersatz des sich aus den unberechtigten Kündigungen ergebenen Schadens, zu leisten. Höhe des Schadensersatzes war kein Gegenstand des Verfahrens und müsste dann, wenn erforderlich,  in einem späteren gerichtlichen Verfahren ermittelt werden. Zudem hat der Senat die Revision zum Bundesgerichtshof nicht zugelassen – dazu kann der KSC innerhalb eines Monats nach Zustellung des schriftlichen Urteils Beschwerde erheben, über diese müsste dann der Bundesgerichtshof entscheiden.  Dieses Gerichtsurteil dürfte auf der heutigen Mitgliederversammlung ( 18:00 Uhr) für einigen Gesprächsstoff sorgen.