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Moschee-Pläne vorgestellt: Ditib-Gemeinde informiert Karlsruher über Neubau

Karlsruhe (ame) Hitzige Diskussionen am Donnerstagabend bei der Info-Veranstaltung zur geplanten Moschee in der Karlsruher Oststadt. Rund 300 Menschen sind gekommen, um sich die Pläne der Ditib-Gemeinde anzuhören. Die größte Sorge der Bürger: das geplante 35 Meter hohe Minarett.

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Baurechtlich ist Minarett zugelassen

Der Andrang beim Info-Abend ist groß – 100 Bürger kommen alleine aus Platzgründen nicht mehr hinein. Auf dem Podium: Vertreter der Ditib-Gemeinde, der Stadt und des Bürgervereins der Karlsruher Oststadt. Im Publikum: besorgte Bürger, die eine Einflussnahme der Türkei befürchten und vor allem wegen des geplanten Minaretts aufschrecken. Bürgermeister Michael Obert erklärt, dass die Moschee baurechtlich so möglich sei, auch das Minarett, da sich im Umkreis genügend ähnlich hohe Gebäude befinden.

2020 soll Moschee fertig sein

„Die Moschee ist ein normales Bauantragsverfahren und keine Entscheidung des Gemeinderats“, so Obert im Interview mit der neuen welle. „Deshalb geht es nach Kriterien die von der Landesbauordnung und vom Bundesbaugesetz zugelassen sind.“ Die Moschee soll 2020 fertig sein und Platz für 700 Menschen bieten – der dazugehörige Bauantrag werde von der Ditib-Gemeinde am kommenden Montag gestellt.

Ditib wollte erst ins Stadtgebiet

„Wir hoffen, dass wir mit dem Abend vor allem Ängste bei den Bürgern abbauen können“, so Jürgen Scherle – 1. Vorsitzender des Bürgervereins Oststadt und Träger der Info-Veranstaltung. Er habe kein Problem mit den Moschee-Plänen der Gemeinde. Vertreter von Ditib erklären, dass ein Neubau sogar dringend notwendig sei. Die bestehenden Gebetsräume in dem Fabrikgebäude seien veraltet und zu klein – seit 2012 verhandelt die Gemeinde deshalb mit der Stadt über den Neubau. Pläne, die Moschee im Stadtgebiet zu errichten, sind aufgegeben worden.

Baubeginn Sommer 2018

Insgesamt soll der Neubau der Moschee in einem modernen Gewand gehalten werden, die Glasfassade schlicht, mit einem 35 Meter hohen Minarett. Außerdem plant der Islamverband eine Tiefgarage. Über 6 Millionen Euro soll der Neubau kosten und finanziert sich durch Spendengelder der Mitglieder. Im Sommer sollen die Bauarbeiten für die Moschee in der Oststadt starten.