KSC verpennt erste Hälfte gegen Paderborn

Karlsruhe (jl) - Es war nicht der Tag des KSC und eine Gruselvorstellung für alle KSC-Fans an Halloween im Wildpark. Die Blau-Weißen verloren ihr Heimspiel gegen den SC Paderborn mit 2:4 (0:4). Paderborn reichten 15 Minuten um den KSC an die Wand zu spielen. Zudem gelang Sven Michel ein lupenreiner Hattrick. Dem KSC gelang einfach nichts an diesem Sonntagnachmittag.

Foto: GES/Helge Prang

Eichner hatten keine Veränderungen an der Startaufstellung vorgenommen. Nach dem Sieg im Pokalspiel gegen Leverkusen unter der Woche lautete das Motto von Eichner - "Never Change a Winning Team!" Die exakt gleiche Elf sollte es auch gegen den Tabellen siebten SC Paderborn richten. Mit einem Sieg würden die Badener an den Westfalen vorbeiziehen und deren Platz Sieben einnehmen. Mit Paderborn kamen auch zwei Altbekannte in den Wildpark. Marcel Mehlem war bis 2018 für den KSC aktiv und Trainer Lukas Kwasniok war Jugendtrainer beim KSC und auch mal Interimsweise aktiv.

Langes beschnuppern

Die Anfangsphase bestand zum größten Teil aus gegenseitigem Abtasten. Keiner der beiden Teams schaffte es das Spiel auf seine Seite kippen zu lassen. Die Partie war in den ersten 15 Minuten total ausgegelichen. Dann kam die 20. Spielminute und Paderborn nutze die erste Chance im Spiel um in Führung zugehen. Die KSC-Abwehr hatte ein kurzen Blackout und das nutze Julian Justvan gnadenlos aus und drosch das Leder aus 15 Meter ins KSC Tor. Gersbeck blieb da nur das Nachsehen. Die Paderborner drehten nun auf. Gerade mal drei Minuten später gab es mit der zweiten Chance das 0:2. Sven Michel traf nach einem Eckball, da die Blau-Weißen das Leder wieder nicht geklärt bekommen haben. Die Paderborner bestraften die beiden Fehler der Karlsruher gnadenlos.

KSC von der Rolle

Der KSC war wie in Schockstarre. Die Blau-Weißen hatten nun große Probleme die Gäste in Schacht zuhalten. Padrborn spielte weiter Katz und Maus mit dem KSC. In der 30. Spielminute spielten die Westfalen mit einem weiten Ball den ganzen KSC aus. Sven Michel profitierte wieder und machte das zweite Tor an diesem Sonntagmittag. In der 32. Minute gab es das 0:4 aus der Sicht des KSC. Es war der Nachmittag des Sven Michel - er schaffte einen lupenreinen Hattrick und der KSC wehrte sich gar nicht mehr dagegen - die Blau-Weißen schauten nur noch zu. Eine wahrhafte Gruselvorstellung gab es an Halloween für alle KSC-Fans.

Pausenpfiff erlöste den KSC

Wie eine Erlösung muss der Pausenpfiff von Timo Gerach für die KSC-Spieler geklungen haben. Der KSC ging mit vier Toren Rückstand in die Pause und konnte froh sein, dass Paderborn nicht noch mehr geschossen hatte. Die Karlsruher waren nicht anwesend und Eichner musste sein Team irgendwie aufrichten. Nochmal so eine Halbzeit wie die Erste durften sich die Blau-Weißen nicht erlauben. Eichner reagierte und brachte zwei neue Kräfte. Jerome Gondorf und Lucas Cueto blieben in der Kabine - dafür kamen Fabian Schleusener und Marc Lorenz.

Paderborn ging es ruhiger an

Paderborn nahm einen Gang raus und konzentrierte sich nun mehr auf das Verteidigen. Der KSC versuchte mehr im Spiel nach Vorne, stand sich aber selbst im Weg. Auffällig waren die extrem vielen Fehlpässe im Mittelfeld. Auch im Sachen Torabschluss kam nichts Brauchbares dabei rum. Alle Bemühungen um etwas Schadensbegrenzung zu leisten verliefen im Sand.

Schleusener erlöste die KSC Fans

In der 68. Minute gelang dem KSC dann doch noch ein Treffer. Fabian Schleusener traf zum 1:4 und ein kleiner Funken Hoffnung kam bei den Fans wieder auf. Das wurde dann dirket nochmal untestrichen. Philipp Hofmann machte eine Minute später den zweiten KSC-Treffer. Die Flanke von Marco Thiede kam perfekt auf Hofmann der zum 2:4 einschieben konnte. Nun waren die Fans auch wieder da und der Wildpark bebte.

Schlussphase wurde zum Krimi

Keiner blieb mehr sitzen im BBBank Wildpark. Der KSC versuchte alles was nur ging um noch Tore zu erzielen und wenigstens einen Punkt zu retten. Der KSC spielte aufeinmal wie ausgewechselt. Die Badener liefen Angriff um Angriff auf das Paderborner Gehäuse. In der 79. Minute zeigte Schiedsrichter Timo Gerach auf den Elfmeterpunkt. Er sah ein Foul an Marvin Wanitzek und entscheid auf Elfmeter für den KSC. Doch der Videoassistent schaltete sich ein und lag dem Unparteiischen nahe, die Szene selber zu überprüfen. Das tat Gerach und nahm den Strafstoß dann zurück. Eichner brachte für die letzten sechs Spielminuten nochmal zwei Offensivkräfte. Kother und Bazmaz kamen ins Spiel. Der KSC warf alles nach vorne und war nun auch anfällig für Paderborner Konter.

KSC wachte zu spät auf

Am Ende blieb es beim 2:4 im BBBank Wildpark. Der KSC wachte zu spät auf und fand erst ab dem Anschlusstreffer in der 68. Minute ins Spiel - das reichte am Ende dann nicht mehr. Nun wartet am kommenden Samstag die nächste schwere Heimaufgabe. Der HSV ist zum Samstagabend TOP-Spiel zu gast im BBBank Wildpark.


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