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KSC kann auch gegen Lotte nicht mit Sieg punkten

Lotte/Karlsruhe (cmk) Am Samstagmittag musste der Karlsruher SC beim Tabellendreizehnten Lotte antreten. Nach einem zähen Spiel, in dem aus Sicht der Karlsruher nichts so richtig klappen wollte, trennten sich beide Mannschaften vor etwa 550 mitgereisten KSC-Fans mit einem 0:0 Unentschieden.

Foto: GES/Marvin Ibo Güngör

Alois Schwartz veränderte die Startelf auf zwei Positionen. Alexander Groiß kam für Burak Camoglu, der krankheitsbedingt nicht mit nach Lotte fahren konnte und Sercan Sararer ersetzte Toni Fink. Bereits bei der Pressekonferenz am Donnerstag kündigte der Cheftrainer an, dass es womöglich eine taktische oder personelle Veränderung geben könnte – als Reaktion auf die bittere Heimniederlage im Derby am vergangenen Spieltag.

Die Karlsruher starteten gut in die erste Halbzeit und standen in der Defensive sehr stabil, der Ballbesitz war zu Beginn aber mehr bei Lotte. Der erste Abschluss kam in der siebten Spielminute von Marvin Pourié, richtige Torgefahr kam da aber noch nicht auf und Lottes Schlussmann hatte keine Probleme den Ball zu halten. Direkt in der achten Spielminute wurde es dann hektisch, Stiefler passte den Ball zu Sararer, der kämpfte sich in den gegnerischen Strafraum vor und zielte ab – auch hier war Gegnertormann Kroll zur Stelle. Auch Lotte wurde aktiver und bekam nach einem Foul von Lorenz einen Freistoß etwa 20 Meter vor dem Karlsruher Tor – den konnten sie aber nicht verwerten. Die Partie verlief ausgeglichen, es fehlten jedoch richtige Torchancen auf beiden Seiten.

Ab der 25. Minute hat das Spiel dann an Tempo verloren und spielte sich zum Großteil im Mittelfeld ab. Karlsruhe wirkte nicht mehr so bissig wie noch in der Anfangs-Viertelstunde und kaum ein Pass kam wirklich an. Lotte konnte die dadurch geschaffenen Räume aber auch nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Eine unschöne Szene dann in der 42. Minute, Lottes Al-Hazaimeh blieb nach einem Zweikampf mit Thiede auf dem Boden liegen und hielt sich den Rücken, für ihn ging es danach nicht mehr weiter und er musste vom Platz getragen werden. Wanitzek und Saraer reparierten dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch die Eckfahne, bevor Wanitzek zum Schuss antrat – auch daraus ging keine Torgefahr hervor. Damit endete die erste Halbzeit ohne Treffer auf beiden Seiten.

Personell unverändert ging es in die zweite Halbzeit. Nachdem Lotte gefühlt etwas besser ins Spiel kam gab es in der 55. Minute einen Schreckmoment für die Karlsruher. Nachdem Uphoff einen Ball parierte blieb er mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegen und hielt sich den Rücken, glücklicherweise ging es für ihn aber weiter. Kurz danach bekam Lottes Jovic einen Traumpass in den Sturm gespielt, er kam alleine vor Uphoff zum Abschluss aber verfehlte das Tor. Der KSC-Schlussmann blieb daraufhin wieder auf dem Rasen liegen – für ihn war das Spiel in der 59. Minute zu Ende. Sven Müller kam für die verletzte Nummer Eins aufs Feld. Eine schöne Szene gab es dann noch, als Uphoff hinter dem Tor auf Müller wartete, um mit ihm abzuklatschen.

Spielerisch fehlte es beiden Mannschaften an Ideen, 100-prozentige Torchancen gab es auf keiner Seite. Lotte hatte auch in der 66. Minute noch den höheren Ballbesitz, die Partie gestaltete sich aber zäh. Die Karlsruher hatten sichtlich Probleme damit, den Ball zu halten und ihr Spiel aufzubauen – es wollte nichts so richtig gelingen und Lotte kam immer häufiger zu Abschlüssen vor dem Tor. In der 74. Minute dann ein Aufreger für die Badener, Serarer schießt in den Strafraum und der Ball prallt an Langlitz ab, die Karlsruher verlangen einen Elfmeter, der Unparteiische lässt aber weiterlaufen. Für kurze Zeit setzten sich die Gäste dann im Strafraum fest und hatten mehrere Chancen hintereinander durch Serarer, Groiß und Pourié – der Ball wollte aber einfach nicht ins Tor. In der 82. Minute kam Toni Fink für Serarer ins Spiel aber auch er konnte der Mannschaft nicht mehr zu einem Tor verhelfen. So trennten sich beide Mannschaften mit einem 0:0 Unentschieden.