Current track
Title Artist


KSC beweist erneut Moral und erkämpft einen Punkt in St. Pauli

St. Pauli (cmk) Der Karlsruher SC musste am zwölften Spieltag auswärts beim FC St. Pauli antreten. Vor dem Spiel trennten beide Mannschaften nur einen Punkt, der KSC war zu diesem Zeitpunkt sieben Spiele in Folge ungeschlagen. Gegen eine starke Leistung von St. Pauli tat sich die Elf von Alois Schwartz bis kurz vor Schluss schwer. Durch puren Kampf und einen starken Willen erkämpften sich die Badener in der Nachspielzeit aber noch ein Unentschieden und rücken damit auf den achten Tabellenplatz vor.

Foto: GES/Marvin Ibo Güngör

KSC weterhin ungeschlagen

Die Karlsruher waren die letzten sieben Spiele ungeschlagen, das sollte natürlich auch gegen St. Pauli so bleiben. Alois Schwartz wechselte dafür im Vergleich zum Pokalerfolg am Dienstag in Darmstadt auf drei Positionen. Stammtorhüter Uphoff rückte wieder ins Tor, zudem starteten Kobald und Lorenz für Fink und Stiefler. Vor rund 2.500 KSC-Fans ging es im Millerntor-Stadion in die erste Halbzeit. St. Pauli gab direkt Gas und war bereits nach fünf Minuten das erste Mal gefährlich nah vor dem Karlsruher Tor. Der Ball rutschte im Strafraum auf Sobota durch und der zog kurz vor dem Kasten ab, Uphoff war allerdings zur Stelle und konnte den Ball stark ins Toraus befördern. St. Pauli machte weiter Druck, die Karlsruher kamen nur mit Mühe an den Ball. Auch die nächsten Angriffe gehörten der Heimmannschaft, sodass Diamantakos in der zehnten Spielminute gleich zweimal zum Abschluss kam. Der erste Schuss wurde von einem Karlsruher geblockt, danach traf Diamantakos den Ball nicht richtig, sodass auch diese Chance nicht verwandelt wurde.

St. Pauli spielt stark

Doch dann wurde es auf der anderen Seite spannend. Choi bekam einen langen Ball in den Lauf gespielt, setzte sich auf der Außenbahn durch und flankte in den Strafraum. Seine Flanke kam aber zu knapp für Wanitzek – St. Paulis Torwart Himmelmann parierte stark. Es ging rasant weiter. In der 16. Minute war es dann wieder Diamantakos, der beinahe den Führungstreffer erzielte. Nach einem Pass von Becker versuchte er den Ball an Uphoff vorbeizulegen, doch die Kugel ging knapp am Tor vorbei. Die Karlsruher kamen in dieser Phase kaum in Ballbesitz, sie spielten zu viele Fehlpässe und St. Pauli war spielerisch zu stark – der KSC war die erste knappe halbe Stunde überwiegend mit Verteidigen beschäftigt. Doch die Badener befreiten sich mehr und mehr und gestalteten das Spiel dann offener, es blieb bis zum Halbzeitpfiff aber beim Spielstand von 0:0.

Gelbe Karte für Fröde

Die zweite Halbzeit startete denkbar schlecht für die Karlsruher. Thiede foulte Buballa beim ersten Angriff von St. Pauli im Strafraum, Schiedsrichter Günsch überlegte nicht und zeigte sofort auf den Punkt – Elfmeter für St. Pauli. Nach der Überprüfung durch den Videoschiedsrichter trat dann Diamantakos zum Schuss an und verwandelte in der 50. Spielminute zum 1:0 für St. Pauli. Und die Elf von Trainer Luhukay gab auch weiterhin Gas. Die Karlsruher hatten sichtlich Schwierigkeiten damit an den Ball zu kommen, um ihr eigenes Spiel aufbauen zu können. Auch in den Zweikämpfen zogen die Badener überwiegend den Kürzeren. Und dann ging es in der 60. Minute wieder hektisch zu. Fröde sah wegen einem hohen Bein die Gelbe Karte – da die Situation im Karlsruher Strafraum war, gab es schon wieder Elfmeter. Auch bei diesem Strafstoß ließ sich Diamantakos nicht lumpen und verwandelte zum 2:0 für St. Pauli.

St. Pauli und Karlsuher SC trennen sich 2:2

Cheftrainer Schwartz reagierte auf das Geschehen und brachte in der 64. Minute Pourié ins Spiel, für ihn ging Choi vom Platz. Doch auch weiterhin war es St. Pauli, die die Partie klar dominierten und die näher an einem weiteren Tor waren, als der KSC an einem Anschlusstreffer. Dann ein kleiner Hoffnungsschimmer für die badischen Fans – Kobald schickte Pourié mit einem langen Pass in der 74. Minute, der kämpfte sich durch und zog alleine vor dem Tor ab. Der Ball verfehlte sein Ziel allerdings kapp. Dann der offensive Doppelwechsel in der 77. Minute: Fink und Camoglu durften aufs Feld, dafür mussten Fröde und Roßbach raus. Es kam nun Tempo ins Karlsruher Spiel. Und dann die Überraschung in der 86. Minute – wie aus dem Nichts zog Lorenz an der Strafraumkante ab und netzte rechts unten ein. Der Karlsruher SC kam also noch einmal heran – es stand nur noch 2:1. Die Badener kämpften und versuchten alles, auch noch den Ausgleichstreffer zu erzielen. Und wie bereits in den letzten Wochen schlugen die Karlsruher dann auch noch in der Nachspielzeit zu! Nach einem Eckball von Wanitzek in der 92. Minute köpfte Pourié den KSC ins Glück und sorgte damit für den 2:2 Ausgleich. Der Karlsruher SC bleibt damit auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen und rückt auf den 8. Tabellenplatz vor.