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Foto: GES / Helge Prang

Karlsruher SC trennt sich von Vermarkter Lagadère

Karlsruhe (pm/cmk) Der KSC streitet sich mit seinem ehemaligen Vermarkter. Nachdem der Verein der Lagardère GmbH zum 31. März gekündigt hatte, wirft die Firma dem KSC nun vor vertragsbrüchig zu sein. KSC-Präsident Ingo Wellenreuther weist die Vorwürfe zurück. Ab 1. April will der Karlsruher SC die Vermarktung seiner Werberechte in Eigenregie durchführen. 

KSC macht von Kündigungsrecht Gebrauch

Nach Angaben des Vereins hat der Karlsruher SC den Agenturvertrag mit der Lagardère Sports Germany GmbH am 10.12.2018 mit Wirkung zum Ablauf des 31.03.2019 schriftlich gekündigt, was zur Beendigung des Vertragsverhältnisses führt. Weiterhin sei die Kündigung wirksam, da der Karlsruher Sport-Club von einem ihm zustehenden Kündigungsrecht Gebrauch gemacht hat.

Verein soll Kündigung vor Gespräch zurückziehen

Der Vermarkter Lagadère hat dem KSC daraufhin ein Gespräch über einen Rechtsanwalt angeboten. Allerdings gab es hier laut dem Verein die Bedingung, dass der Karlsruher SC vor Gesprächsbeginn die von ihm ausgesprochene Kündigung unwiderruflich zurücknimmt. “Aufgrund dieser, aus unserer Sicht inakzeptablen Bedingung, hat der Karlsruher SC das Gesprächsangebot abgelehnt. Ansonsten wäre der Karlsruher SC selbstverständlich bereit gewesen, Gespräche über eine einvernehmliche Lösung zu führen”, so heißt es in der Pressemitteilung.

Ingo Wellenreuther widerspricht Lagadère 

Hinsichtlich der Behauptung von Lagardère Sports, man befinde sich wegen der Kündigung „im Rechtsstreit“, teilt der Karlsruher SC mit, dass ihnen bis zum heutigen Tage keine entsprechende Klageschrift von einem Gericht zugestellt worden und damit auch noch kein Rechtsstreit rechtshängig ist. Zu der Unterstellung, dass sich der KSC vertragsbrüchtig verhalte, sagt Präsident Ingo Wellenreuther: “Der Karlsruher SC bricht keine Verträge und verweigert auch nicht grundlos die Erfüllung von geschlossenen Verträgen. Das gilt auch im vorliegenden Fall. Es ist allerdings sehr befremdlich, wenn Lagardère Sports meint, mit ihr geschlossene Verträge dürften auch dann nicht gekündigt werden, wenn dem Partner ein Kündigungsrecht tatsächlich zusteht.”

Rechtsanwalt Dr. Markus Schütz vertritt den KSC

„Die Kündigung durch den KSC erfolgte natürlich nicht rechtsgrundlos, sondern auf der Grundlage eines gesetzlichen Kündigungsrechts. Dem verschließt sich die Lagardère Sports Germany GmbH offensichtlich, indem sie die Auffassung vertritt, eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Vergangenheit stehe über dem Gesetz und verhindere, dass ein Vertragspartner von seinem verbrieften Recht Gebrauch macht, ein Vertragsverhältnis zu beenden. Insofern sehen wir einem etwaigen Rechtsstreit, sollte er denn kommen, gelassen entgegen“, teilt Rechtsanwalt Dr. Markus Schütz mit, der den KSC in dieser Angelegenheit vertritt.