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Foto: Landratsamt Karlsruhe

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Karlsruher Landratsamt: Doch 100-Millionen-Neubau statt Generalsanierung?

Karlsruhe (pm/as) Nach 53 Jahren ist das Karlsruher Landratsamt an der Beiertheimer Allee 2 sanierungsbedürftig. Einer Studie zufolge ist es aber der Neubau direkt daneben geschickter, als eine umfangreiche Modernisierung. Vorteil: Das Grundstück ließe sich auch für Parken und Wohnen besser nutzen. Darüber soll der Kreistag am 22. November entscheiden.

Studie sieht Neubau mit Zusatz-Nutzung

Der Hauptsitz des Landratsamts Karlsruhe in der Beiertheimer Allee 2 ist in die Jahre gekommen. Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble des ehemaligen Badenwerks bedarf einer umfangreichen Generalsanierung. Da das aus technischen Gründen nicht stockwerksweise geht, ist eine Gesamt-Immobilien-Konzeption notwendig. Eine Studie schlägt einen Ersatz des Hochhausgebäudes mit zusätzlichen Nutzflächen und Tiefgarage sowie die Möglichkeit einer Wohnbebauung für Teilflächen am derzeitigen Standort  vor. Darüber soll der Kreistag in seiner Sitzung am 22. November in Marxzell entscheiden.

Bauplan sieht erst Neubau vor

In einem ersten Bauabschnitt würde der bestehende Langbau zurückgebaut werden und Platz machen für einen neuen Gebäudekomplex inkl. eines Hochpunktes und zusätzlicher Tiefgarage. In einem zweiten Bauabschnitt würde dann der „alte“ Hochhaustrakt mitsamt Kasino und Zwischenbau zurückgebaut sowie die Tiefgarage erweitert werden. Optional wäre in einem dritten Bauabschnitt ein weiterer Baukörper mit Wohnnutzung im südwestlichen Bereich möglich. 

Kein Ersatzstandort nötig

Als Vorteile dieser Lösung zählte Landrat Christoph Schnaudigel auf, dass eine Interimslösung an einem anderen Standort für die Mitarbeiter während der Bauzeit vermieden werden kann. Die Stadtsilhouette mit dem prägenden Hochhaus bliebe bei dieser Variante erhalten. Mit der Neuordnung der Baukörper entstehen flexible Nutzungsmöglichkeiten, eine verbesserte Parkplatzsituation und zusätzlicher Raum zum Wohnen in zentraler Lage. Eine erste grobe Kostenschätzung geht von einer Gesamtsumme von ca. 100 Millionen Euro aus. Jetzt muss der Kreistag entscheiden und die Stadt in die Pläne miteinbezogen werden.

Ehemaliges Badenwerk denkmalgeschützt

Der Gebäudekomplex Beiertheimer Allee 2, bestehend aus Hochhaus, Langbau, Zwischenbau, Kasinogebäude und Tiefgarage wurde in den Jahren 1961 bis 1965 für das damalige Badenwerk gebaut. 1997 erwarb der Landkreis Karlsruhe das Objekt, das seit 2012 denkmalgeschützt ist und in dem aktuell 730 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Nach über 50-jähriger Nutzungsdauer haben alle Bauteile und technischen Anlagen ihre vorgesehene Lebensdauer überschritten. Daher ist nun eine Generalsanierung bis auf Rohbauniveau notwendig.