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Karlsruher Bankmitarbeiter streiken am Freitag

Karlsruhe (pm/cmk) Die Gewerkschaft ver.di ruft Bankbeschäftigte am Freitag dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. Grund dafür sind Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft - es geht um sechs Prozent mehr Gehalt.

(Symbolbild)

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Warnstreiks in Karlsruhe

Am Freitag, den 17. Mai, werden Bankbeschäftigte unter anderem in Karlsruhe zum Streik aufgerufen. Dieser soll die Arbeitgeber dazu bewegen, in der inzwischen vierten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ein besseres Angebot vorzulegen. Schon am 8. April waren im Raum Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim 750 Bankangestellte im Streik. “Nach bereits zwei Jahren mit Reallohnverlust bringt dieses Angebot deutlich unterhalb der aktuellen Teuerungsrate weitere drei Jahre Reallohnverlust für die Beschäftigten”, so ver.di-Landesfachbereichsleiter Frank Hawel: “Das ist respektlos! Deshalb werden die Bankbeschäftigten erneut die Arbeit niederlegen.”

Sechs Prozent mehr Lohn

Das in der dritten Runde unterbreitete Gehaltsangebot der Arbeitgeber, das über die Laufzeit weniger als ein Prozent pro Jahr umfasst, weist ver.di entschieden zurück. Das bisherige Angebot besteht aus einer Erhöhung der Gehälter in drei Schritten: Nach sechs Nullmonaten in 2019, soll eine Erhöhung um 1,4 Prozent ab dem 1. August 2019, sowie jeweils ein Prozent ab dem 1. August 2020 und 1. August 2021 bei einer Laufzeit von 36 Monaten erfolgen. Dazu sagt Hawel: “Eine angemessene Erhöhung der Gehälter und ein Ausgleich für die immer mehr zunehmenden Belastungen durch die geforderten Gesundheits- und Entlastungstage sind nicht nur verdient, sondern dringend geboten und notwendig.”

Anliegen von ver.di

Die Gewerkschaft fordert für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken rund sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem soll für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchgesetzt werden. Die Vergütung von Auszubildenden soll um 100 Euro angehoben werden. Ein weiteres Anliegen von ver.di ist der Anspruch für Angestellte auf Weiterbildungen, vor allem in Bezug auf die Digitalisierung. Zusätzlich sollen alle Beschäftigte sechs Gesundheits- und Entlastungstage zugesprochen bekommen. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit
wählen können.

In Karlsruhe sind am Freitag die LBBW, die L-Bank, die Commerzbank und die Deutsche Bank betroffen. Insgesamt werden 150 Streikende erwartet.