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Junggesellenabschied gerät in Karlsruher Innenstadt außer Kontrolle

Karlsruhe (pol/cmk) Ein Junggesellenabschied ist am Sonntagmorgen in der Karlsruher Innenstadt offenbar aus dem Ruder gelaufen. Nach einem Club-Besuch attackierte die siebenköpfige Gruppe einen 22-jährigen Iraker im Hauptbahnhof. Das Opfer wurde beim Angriff verletzt. Ein Fluchtversuch der mutmaßlichen Täter blieb für drei Verdächtige erfolglos.

Symbolbild: Pixabay

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Mann im Karlsruher Hauptbahnhof attackiert

Gegen 5 Uhr am frühen Sonntagmorgen attackierten sieben Männer einen 22-jährigen Iraker im Karlsruher Hauptbahnhof. Der junge Mann erlitt durch die Angriffe Schwellungen und Rötungen im Gesicht, sowie Abschürfungen an den Armen. Die mutmaßlichen Täter waren dabei einheitlich gekleidet. Eine Gruppe von vier 21-Jährigen bemerkten die Attacke und eilten dem 22-Jährigen zu Hilfe. Dabei wurden sie ebenfalls angegriffen. Der zukünftige Bräutigam schlug einem Helfer sogar ins Gesicht. 

Drei von sieben Tätern geschnappt

Als dann die Bundespolizei verständigt wurde, flüchteten die mutmaßlichen Täter in verschiedene Richtungen. Drei der sieben Tatverdächtigen konnten die Beamten kurze Zeit später festnehmen. Dabei handelt es sich in allen drei Fällen um mehrfach wegen Gewalt- und Drogendelikten polizeilich in Erscheinung getretene Italiener im Alter zwischen 22 und 43 Jahren. Der jüngste Tatverdächtige muss sich nun auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, da er sich massiv gegen die Festnahme gewehrt hat. 

War Fremdenhass das Motiv?

Die vier anderen mutmaßlichen Täter sind der Polizei bislang unbekannt, es konnten aber Kleidungsstücke mit Blutanhaftungen und Fotos der gesamten Junggesellenabschieds-Gruppe sichergestellt werden. Die Polizei ermittelt nun auch wegen einem möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund des Angriffs. Die Festgenommenen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen laufen gelassen, sie erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.