Jörg Dahlmann erinnert sich gerne ans "Wunder vom Wildpark" zurück

Karlsruhe (mt) - Jeden Sonntag trifft Martin Wacker in seiner Show Promis aus der Region. Diesmal war die Reporterlegende, der Fußballkommentator und Autor Jörg Dahlmann zu Gast. Jahrzehntelang berichtete Jörg Dahlmann für verschiedene TV-Sender aus der Bundesliga und der Champions League, von Welt- und Europameisterschaften sowie den Olympischen Spielen. Der Kultreporter Jörg Dahlmann lebt heute auf Mallorca und in Wiesbaden.

Foto: dnw

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"Das gehört aber auch dazu."

In seinem kürzlich erschienen Buch "Immer geradeheraus" erzählt Dahlmann verrückte Geschichten aus fast 40 Jahren TV-Journalismus. Es ist besser angekommen, als die Reporterlegende es erwartet hatte. "Ich wusste schon, dass es anders ist als andere Bücher. Weil viele Leute sich nicht trauen, Dinge zu beim Namen zu nennen. Und ich habe in dem Buch sehr offen und ehrlich gesprochen bzw. geschrieben und da kommt auch manch einer nicht gut bei weg. Das gehört aber auch dazu", erklärt der Autor im Gespräch mit der neuen welle.

"Ich fand das bemerkenswert, wie die Leute hinter mir standen."

Ursprünglicher Arbeitstitel des Buches war eigentlich "Sushis und Luschis - soll'n sie mich doch rauswerfen". Dieser konnte sich aber nicht bis zum Ende durchsetzen. "Weil der Verlag gesagt hat, das würde meine Geschichte zu sehr nur auf den Rauswurf bei Sky reduzieren", erklärt Dahlmann. Der Kommentator hat auch nach der Geschichte noch viel Rückendeckung bekommen. "Ich fand das bemerkenswert, wie die Leute hinter mir standen und gesagt haben, nur weil ich eben 'Land der Sushis' für Japan als Synonym benutzt habe. Und das war es eben auch wirklich", so der ehemalige Fußballkommentator.

Dahlmann kommentierte "Wunder vom Wildpark"

Dahlmann kommt immer wieder gerne zurück nach Karlsruhe. Denn mit dem KSC verbindet er eine besonders schöne Erinnerung: Das sogenannte "Wunder vom Wildpark" im Jahr 1993. So wird das Europapokalspiel zwischen dem KSC und dem FC Valencia bezeichnet. Karlsruhe hat mit einem 7:0-Sieg für das Achtelfinale qualifiziert. Das Spiel wurde live von Sat 1 übertragen und von Dahlmann kommentiert. "Im Hinspiel hatte eigentlich der KSC gar keine Chance gehabt. Null zu drei hinten gelegen. Und dann hat Edgar Schmidt kurz vor Schluss ein Törchen gemacht. Das war eher glücklich und schmeichelhaft für den KSC", erzählt Dahlmann. "Und in der Anfangsphase hat der Olli Kahn herausragend gehalten im Rückspiel. Insofern war das eigentlich ein Ding, was nicht gut gehen konnte für den KSC. Und dann sind alle Dämme gebrochen."

"Es muss alles eben seine Grenze haben."

Der Journalist hat auch zu aktuellen Geschehnissen im Fußball eine klare Haltung - wie zum Beispiel die diesjährige WM in Katar: "Ich finde das jetzt ehrlich gesagt nicht so dramatisch wie viele andere. Klar müssen die Dinge angesprochen werden mit Katar. Aber man sieht auch daran, dass plötzlich, was die Gaslieferungen angeht, Katar wieder ein Thema ist. Jetzt haben wir die wieder lieb. Insofern ist es auch ein bisschen heuchlerisch, was wir da mit Katar machen." Was Dahlmann dagegen nicht gut findet, ist die Europaliga, welche letztes Jahr abgeschmettert wurde. "Die nationalen Ligen müssen bleiben, auch wenn Bayern München auch 20-Mal hintereinander Deutscher Meister wird. Das müssen wir eben in Kauf nehmen. Aber ich finde, es muss alles seine Grenze haben." Hier gibt es ganze Interview auch noch mal zum Nachschauen.


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