Hallenbad Wörth geschlossen - Online-Petition für den Erhalt

Wörth (lk) - Eines der letzten Hallenbäder im Landkreis Germersheim, das Hallenbad in Wörth, soll komplett dicht gemacht werden. Zunächst hatte es wegen Corona geschlossen. Doch da am Freibad in Wörth ein komplett neues Hallenbad entstehen soll, will die Stadt das alte Hallenbad erst gar nicht mehr öffnen. Die Planungen für das neue Bad stehen aber noch am Anfang, bis hier geschwommen werden kann, vergehen wohl noch mehrere Jahre. Für die Wörther Schwimmvereine ein Schock. Sie sehen Ihre Existenz bedroht. Jetzt gibt es unter anderem eine Online-Petition für den Erhalt.

Foto: Symbolbild/Pixabay

Letztes Hallenbad im Kreis Germersheim

Wörth besitzt - außer das sehr kleine Hallenbad in Lingenfeld, das etwa 30 km entfernt ist - das letzte Hallenbad im Landkreis Germersheim. Kurz nachdem das Hallenbad in Wörth wegen Corona geschlossen wurde, gab es die ersten Meldungen, dass das Hallenbad nicht mehr geöffnet werde, da der Sanierungsbedarf zu hoch sei. Die Mehrheit im Stadtrat wolle demnach keine Investitionen am bestehenden Hallenbad mehr tätigen, berichtet ein Übungsleiter des Schwimmclubs Wörth gegenüber der neuen welle. Am Freibad in Wörth solle ein komplett neues Bad entstehen, hier laufe aber noch der Architektenwettbewerb. Nach ersten, vorsichtige Schätzungen könnte das aber noch bis zu 4 Jahre dauern.

Interessensverbund startet Online-Petition

Nach Angaben des Übungsleiters sei dieser Zustand für alle Vereine eine Bedrohung der Existenz, da es für Mitglieder nur wenig attraktiv sei, maximal 6 Monate im Jahr Wasser zur Verfügung zu haben. Darum hat sich ein Interessenverband aus Schwimmclub Wörth, DLRG Wörth und Triathlon-Verein Tricon Wörth gebildet. Durch einen "Brandbrief" des Verbunds konnte zumindest bei einer ersten Abstimmung im Stadtrat ein Unentschieden und somit eine Vertagung der Entscheidung erwirkt werden. Die nächste Abstimmung dazu ist wohl im September. Parallel hat die Interessengemeinschaft eine Online-Petition gestartet und inzwischen über 2.000 Unterschriften gesammelt. Die Petition soll noch einige Wochen weiterlaufen.

Dramatische Folgen für Vereine, Schulsport und Badegäste

Die Schließung des Hallenbads hätte weitreichende Folgen. Neben dem Punkt, dass die Vereinstätigkeit ohne Hallenbad praktisch zum Erliegen komme, hätten auch Schulen einen deutlich längeren Weg zum Badepark. Dies werde sich nach Ansicht des Schwimmtrainers direkt auf die Zeit im Wasser auswirken und führe somit zu einer qualitativen Verschlechterung des Unterrichtes. Schwimmkurse für den Herbst/Winter seien alle ohne Ersatztermin gestrichen worden. Hier habe es bereits lange Wartelisten-/Zeiten gegeben. Sehr viele ältere Menschen nutzten das Bad um ihre Gesundheit zu erhalten, sei es im Becken oder in der Sauna. Diesen Mitbürgern würde eine wichtige Möglichkeit genommen, fit zu bleiben. Daher fordert der Interessenverband, das Bad so zu reparieren, dass es noch bis zur Öffnung eines neuen Bades durchhält.


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