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Gericht verhandelt Klage gegen Bau von zweiter Rheinbrücke bei Wörth

Wörth/Karlsruhe/Koblenz (dpa/cmk) Für tausende Autofahrer ist sie derzeit ein Problemfall - die Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe. Viel mehr Pendler als ursprünglich geplant nutzen die Brücke täglich, um zu ihrer Arbeitsstelle auf der jeweils anderen Seite des Rheins zu gelangen. Vor allem seit Beginn der Ertüchtigungsarbeiten im November 2018 werden abwechselnd Fahrspuren verlegt und gesperrt, sodass es rund um das 300 Meter lange Brückenbauwerk täglich zum Verkehrschaos kommt. Schon länger ist eine zweite Rheinbrücke zur Entlastung geplant, doch die sorgte schon für viel Protest aus den verschiedensten Richtungen. Nun muss sich das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz mit einer Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen die zweite Rheinbrücke beschäftigen.

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BUND sorgt sich um seltene Tierarten und Schutzgebiete

Mit dem Streit um den Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen dem rheinland-pfälzischen Wörth und Karlsruhe in Baden-Württemberg befasst sich am Mittwoch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat gegen den Neubau geklagt: Schutzgebiete und seltene Tierarten könnten leiden. Die in Koblenz verhandelte Klage richtet sich gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebs Mobilität zum rheinland-pfälzischen Teil des Projekts. Dieser umfasst rund 3,7 Kilometer der B293 von der Anschlussstelle der B9 bei Wörth bis zur baden-württembergischen Landesgrenze in der Strommitte.

80.000 statt 18.000 Fahrzeuge am Tag

Die bestehende Rheinbrücke von 1966 ist überlastet. Sie war für 18.000 Fahrzeuge pro Tag geplant, wurde aber zuletzt von täglich rund 80.000 Fahrzeugen überquert. Ihre Sanierung läuft. Die neue Brücke soll 1,4 Kilometer nördlich der bestehenden Rheinquerung entstehen. Gegen den Brückenneubau sind mehrere weitere Klagen, unter anderem des BUND, beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim anhängig. Das Urteil wird am 6. November erwartet.